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"Einfacher Stretch": Airbus schwebt eine möglichst kosteneffiziente Erweiterung des Einstiegsprogramms A220 vor. Das meldete die Nachrichtenagentur "Bloomberg" am Rande der Paris Air Show im Juni 2025.
Nun ist Airbus offenbar einen Schritt weiter. Insider berichten "Reuters" über eine diskrete Verkaufskampagne, in der Airbus "in den nächsten Wochen" Vorverträge mit Leasinggesellschaften und interessierten Airlines einfädeln will.
Offiziell könnte Airbus einer A220-500 mit etwas zeitlichem Versatz und ersten Kunden auf der Luftfahrtmesse im britischen Farnborough im Sommer grünes Licht geben.
A220-500 oder A221
Eine A220-500 soll laut Airbus-Kreisen die gleichen Triebwerke und Tragflächen erhalten wie das Basismodell A220-100 und die A220-300. Das zusätzliche Gewicht würde Reichweite kosten - Flüge von Küste zu Küste in den USA wären in diesem Fall nicht möglich.
Von der Idee einer technisch komplexeren aber reichweitenstarken "A221" mit leistungsgesteigerten Triebwerken soll Airbus zwischenzeitlich wieder abgerückt sein.
Eine A220-500 hat unter Betreibern viele Fürsprecher. Air France als möglicher Erstkunde. Airbus-Chef Guillaume Faury hatte schwarze Zahlen im Einstiegsprogramm aber zur Vorbedingung einer erweiterten A220-Serie gemacht.
Mit höheren Stückzahlen will Airbus die A220 aus der Verlustzone hieven - und zeitgleich das über Jahre ausverkaufte A320neo-Programm entlasten. In seiner Bestellerserie will Airbus Produktionskapazitäten vor allem mit den margenstarken Topmodellen A321neo, A321LR und A321XLR auslasten.
Airbus hatte das bis dato glücklose CSeries-Programm 2018 von Bombardier übernommen und in A220 umbenannt. Die Provinz Québec blieb als Mitaktionär mit 25 Prozent an der A220 beteiligt und schoss 2022 und 2024 rund 800 Millionen Kanadische Dollar, rund 490 Millionen Euro, nach.
Break-Even bei 14 Flugzeugen pro Monat
Das Geld sollte bis 2030 zurückfließen. Danach sieht es aktuell aber nicht aus - Québec hatte auf seine Programmbeteiligung 2025 400 Millionen Kanadische Dollar abgeschrieben.
Laut Faury liegt der Break-Even für die A220 bei 14 Flugzeugen pro Monat. Die Marke sollte eigentlich 2026 fallen, im November 2025 hatte Airbus das Hochlaufziel für 2026 aber auf 12 Flugzeuge zurückgeschraubt.
© aero.de | Abb.: Airbus | 30.01.2026 11:22







Kommentare (5) Zur Startseite
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PW GTF Advantage™
Wahrscheinlich nur die Verbesserungen im einstelligen Prozentbereich welche sowieso kommen werden.
Für einen nur unwesentlich schwereren Flieger werden die wohl ausreichen damit er sich noch ähnlich genug verhält.
Ich weiss auch nichts 100%iges, aber nachdem Airbus im "Notfall" auch eine A320 anbieten könnte, macht eigentlich nur die Entscheidung einer billigeren Standard-Verlängerung ohne irgendwelchen Upgrades oder Extras Sinn.
Wozu einen zusätzlichen Aufwand für ein Segment betreiben, in das der A320 schon gut passt?
Beim A321XLR gab es auch viele Gerüchte mit neuen Flügeln etc. pp. Aber am Ende war es dann doch eine der einfacheren und billigeren Lösungen.
Der A225 bleibt somit weniger komplex und unteschiedlich bei der Fertigung und Zulassung, damit kann Airbus die Flieger dann auch günstiger am Markt anbieten. Das dürfte wichtiger als ein paar Seemeilen Reichweite sein.