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Baden-Württemberg buhlt um Emirates-Flüge

Emirates Airbus A350-900
Emirates Airbus A350-900, © Airbus

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STUTTGART - Emirates will mehr Deutschland - gibt die Bundesregierung nach? Und falls ja - wer bekommt den Zuschlag? Berlin pocht auf Vorrang für den BER als möglichen fünften Emirates-Zielflughafen in Deutschland. Warum Stuttgart auch auf einen Emirates-Anschluss nach Dubai hofft.

Baden-Württembergs Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU) will die arabische Fluggesellschaft Emirates nach Stuttgart holen.

Das geht aus einem Schreiben der Ministerin an Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) hervor, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Darin bat sie ihn um Unterstützung, der in Dubai ansässigen Fluggesellschaft Verkehrsrechte am Stuttgarter Flughafen zu erteilen.

"Die Golfregion und allen voran die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) gewinnen für die baden-württembergischen Unternehmen außenwirtschaftlich immer mehr an Bedeutung", schrieb Hoffmeister-Kraut.

Aus diesem Grund benötige Baden-Württemberg eine bessere Anbindung zu den Drehkreuzen der Golfregion. Diese würde einen spürbaren Impuls geben.

Aktuell fliegt die Lufthansa-Tochter Eurowings von Stuttgart nach Dubai. Nächste Abflugpunkte von Emirates sind München und Zürich, die Emirates-Schwester Flydubai unterhält zudem Flüge vom EuroAirport Basel-Mulhouse nach Dubai.

Die Präsenz von Emirates in Deutschland ist durch ein Luftverkehrsabkommen geregelt, die Airline darf vier Ziele ansteuern. Aktuell fliegt Emirates Frankfurt, München, Düsseldorf und Hamburg an. Sie will aber ihre Aktivitäten in Deutschland ausweiten. Bisher lehnte der Bund eine entsprechende Erweiterung des Abkommens ab.

Nach Medieninformationen laufen hierzu aktuell aber Verhandlungen. Unter den Bundesländern ist nun ein Gerangel entstanden, welcher Standort in Zukunft zum Zuge kommen könnte - dann auch Berlin hofft auf Emirates und einen BER-Anschluss an deren Interkontdrehkreuz Dubai.

Die Flughafen-Lobby ADV, derzeit unter Vorsitz von BER-Chefin Aletta von Massenbach, hatte sich Ende Dezember 2025 für "neue beziehungsweise erweiterte Luftverkehrsabkommen mit Drittstaaten" ausgesprochen - und ging damit auf Konfrontationskurs zu Lufthansa, dem Hauptnutzer der deutschen Flughafeninfrastruktur.

Transitströme über Golf-Drehkreuze trocknen das Asiennetz von Lufthansa seit Jahren Strecke um Strecke aus. Ein erweiterter Marktzugang für Emirates ist für den Konzern ein rotes Tuch.
© aero.de, dpa | Abb.: Emirates | 15.01.2026 09:10

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Beitrag vom 18.01.2026 - 10:15 Uhr
Wenn der Deutsche Michel wieder einmal so gutmütig (um nicht zu sagen „dumm“) ist, NOCH mehr arabische Marktmacht im eigenen Land zuzulassen, dann kann man der korrupten, naiven Politik in DE wirklich nicht mehr helfen… Die Grundlage für hoch-qualifizierte Jobs und Industrien wird ausverkauft. Bravo!

Die kurzsichtige Denkweise der ADV‘ler ist schockierend. Was will man von Berlin schon Schlaueres erwarten…?
Selten in einem Forenbeitrag Dümmeres gelesen, woher beziehen Sie nur ihr wirtschaftliches Unwissen?
Beitrag vom 17.01.2026 - 14:25 Uhr
Die kurzsichtige Denkweise der ADV‘ler ist schockierend.

Na gut, dann greife ich diesen Satz jetzt auch noch auf:
Wo ist Ihr Problem? Der ADV setzt sich für die Interessen seiner Mitglieder ein - und aus Sich eines Flughafens ist jedes volle Flugzeug und jede neue Gesellschaft ein Gewinn. An Gebühren, also an Umsatz. Mittelbar erhöht ein neuer Anbieter am Platz natürlich auch den Vernetzungsgrad eines Flughafens, was ja auch positiv ist, wenn es auch nur vergleichsweise wenige Arbeitsplätze sichert.

Aber was daran ist "kurzsichtig"?
Man sollte dem ADV (genauso wie demn BDL) jetzt nicht unterstellen, gesamtwirtschaftlich optimale Lösungen anzustreben. Jeder Interessenverband vertritt die (notgedrungen egoistischen) Interessen seiner Verbandsmitglieder. Nicht mehr aber auch nicht weniger.
Beim Thema Billigflieger sind als Beispiel die Interessen der Flughäfen ja auch idR denen der ortsansässigen deutschen Airlines exakt entgegengesetzt.

Dieser Beitrag wurde am 17.01.2026 14:28 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 17.01.2026 - 12:08 Uhr
@Pensionär

Die kurzsichtige Denkweise der ADV‘ler ist schockierend. Was will man von Berlin schon Schlaueres erwarten…?

Haben Sie die Überschrift:

"Baden - Württemberg buhlt um Emirates- Flüge"

bzw. den Text

"Baden-Württembergs Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU) will die arabische Fluggesellschaft Emirates nach Stuttgart holen."

nicht gelesen bzw. verstanden?


Haben Sie den Text gelesen und nicht nur die Übedrschrift?:

"Die Flughafen-Lobby ADV, derzeit unter Vorsitz von BER-Chefin Aletta von Massenbach, hatte sich Ende Dezember 2025 für "neue beziehungsweise erweiterte Luftverkehrsabkommen mit Drittstaaten" ausgesprochen - und ging damit auf Konfrontationskurs zu Lufthansa, dem Hauptnutzer der deutschen Flughafeninfrastruktur."

Und weiter oben:

"Unter den Bundesländern ist nun ein Gerangel entstanden, welcher Standort in Zukunft zum Zuge kommen könnte - dann auch Berlin hofft auf Emirates und einen BER-Anschluss an deren Interkontdrehkreuz Dubai."

Bleiben Sie nun bei der Kritik?

Ja denn das was Sie anführen ist bereits bekannt und wurde in einem Artikel hier beschrieben und ausführlich diskutiert (selbstverständlich mit dem üblichen Berlin- Bashing ;)).

Im Artikel geht es jedoch um die Aktivitäten aus/ in BW/ STR.

Was man sicher diskutieren könnte, weil quasi eine Neuigkeit:
das sich BER und STR um den (eventuellen) 5.Airport für EK schon jetzt streiten', obwohl das ja von den Entscheidern wohl noch nicht einmal diskutiert wird.


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