FRANKFURT - Lufthansa steht unter Kostendruck. In der laufenden Tarifrunde für das Bodenpersonal wird der Konzern mit einer "Kernforderung" konfrontiert - Verdi will sechs Prozent Gehaltsplus durchsetzen. Nach einem ersten Treffen wird klar: Lufthansa und Verdi liegen weit auseinander.
Mindestens 250 Euro mehr pro Monat: "Verdi ist mit einer Kernforderung von sechs Prozent mehr Gehalt monatlich in die Tarifrunde gegangen", teilte Verdi nach einem ersten Treffen mit Lufthansa-Vertretern mit. Lufthansa hält der Forderung laut Verdi eine "Nullrunde für die nächsten drei Jahre" entgegen.
"Wir erwarten durchaus schwierige Verhandlungen", sagte Verdi-Verhandlungsführer Marvin Reschinsky bereits vor der ersten Verhandlungsrunde.
Die letzte Tarifschlacht mit dem Boden ist Lufthansa in unguter Erinnerung: Anfang 2024 holte Verdi zum Streik aus, Kompromisslinien zog erst ein Schlichter ein. Nach Verdi-Angaben steht die nächste Verhandlungsrunde mit Lufthansa ab 19. Januar 2026 im Kalender.
Lufthansa plant StellenabbauLufthansa will in der Verwaltung sparen, 4.000 Stellen stehen auf der Kippe. Fluggesellschaften der Lufthansa-Gruppe sollen organisatorisch enger zusammengefasst werden.
Verdi verhandelt mit Lufthansa auf Konzernebene über einen neuen Vergütungstarifvertrag für die rund 20.000 Bodenbeschäftigten in mehr als 20 Konzerngesellschaften. Am 11. und 12. Februar wird weiterverhandelt.
© aero.de | Abb.: Lufthansa | 04.02.2026 06:26
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Beitrag vom 08.02.2026 - 18:09 Uhr
Sehr schön ausgedrückt. Das ist mir wohl bekannt. Vielleicht sollten die systemrelevanten Mitarbeiter einfach mal den Löffel hinwerfen und sich umorientieren, wie viele Menschen in der Gastro. Dann schauen wir mal wie CS und der Bund die Systemrelevanz einer Airline dann lösen. Wichtig und unverzichtbar, aber schlecht bazahlt passt für mich nicht zusammen.
Dann können die LH-Piloten damit ja nicht gemeint sein, oder sehen Sie diese als "schlecht bezahlt" an? Oder denken Sie da an das Kabinen- und Bodenpersonal?
Es geht im Artikel doch um den 'Boden', oder vertritt Verdi neuerdings auch das ,Cockpit'?
Oh, da habe ich wohl bei obiger Einlassung etwas falsch verstanden und gedacht, sie hätte sich auf alle systemrelevanten Mitarbeiter bezogen. Mea maxima culpa!
Beitrag vom 08.02.2026 - 15:59 Uhr
Allerdings beschreibt Begriff „systemrelevant“ nicht die Höhe der Entlohnung, sondern die Bedeutung einer Tätigkeit für das Funktionieren des Gemeinwesens. Daraus folgt weder automatisch eine angemessene Bezahlung noch deren Gegenteil. Die Frage der Vergütung ist Ergebnis von Tarifverhandlungen, Haushaltsentscheidungen und politischen Prioritäten – nicht eines bloßen Etiketts.
Sehr schön ausgedrückt. Das ist mir wohl bekannt. Vielleicht sollten die systemrelevanten Mitarbeiter einfach mal den Löffel hinwerfen und sich umorientieren, wie viele Menschen in der Gastro. Dann schauen wir mal wie CS und der Bund die Systemrelevanz einer Airline dann lösen. Wichtig und unverzichtbar, aber schlecht bazahlt passt für mich nicht zusammen.
Dann können die LH-Piloten damit ja nicht gemeint sein, oder sehen Sie diese als "schlecht bezahlt" an? Oder denken Sie da an das Kabinen- und Bodenpersonal?
Es geht im Artikel doch um den 'Boden', oder vertritt Verdi neuerdings auch das ,Cockpit'?
Ihr Angriff auf Politiker als angebliche „Steuergeldschmarotzer“ greift zu kurz. Die Altersversorgung von Abgeordneten ist gesetzlich geregelt, transparent einsehbar und unterscheidet sich strukturell von der gesetzlichen Rentenversicherung, da Abgeordnete während ihrer Mandatszeit keine Rentenansprüche aus dieser erwerben. Kritik an der Ausgestaltung dieser Regelungen ist legitim, sollte aber sachlich erfolgen und nicht, wie hier geschehen, personalisiert oder moralisch zugespitzt werden.>
Auch schön ausgedrückt, sehe ich im Inhalt aber leider nicht so. Dem deutschen Rentner wird nach 45 Jahren erklärt, er müsse den Gürtel enger schnallen, man hoffe ein Rentenniveau von 48% aufrecht erhalten zu können. Dann bekommt der Durchschnittsrenter 1600€, während der Bundestagler sich mit knapp 1200€ nach bereits einer Legislaturperiode am Steuergeld bedienen darf. Darüber haben seine Vorfahren selbst entschieden und er darf über Steigerungen regelmäßig abstimmen und macht das auch. Das ist dann dorch ein wenig mehr Entschädigung als dieser als Lehrer, Sozialarbeiter oder sonst etwas in vier Jahren in seinem ursprünglichen Beruf hätte an Rentenpunkten und deren Wert erzielen können. Hat nicht zuletzt noch ein ehemaliger Minister die Höhe ebenfalls als unanständig angesehen? Sorry, das ist für mich, was es ist und wie ich es bezeichne.
Der Vergleich mit der gesetzlichen Rente ist zwar beliebt, aber sachlich unsauber. Abgeordnete erwerben während ihres Mandats keine Rentenansprüche, deshalb ist ihre Altersversorgung anders geregelt. Das ist systembedingt, kein persönliches Privileg.
Über Höhe und Ausgestaltung kann man streiten – pauschal von „Bedienen am Steuergeld“ zu sprechen ersetzt diese Debatte aber nicht, sondern emotionalisiert sie.
Schließlich ist der Vergleich mit Rentnerinnen und Rentnern zwar emotional verständlich, aber analytisch ungenau: Probleme in der Renten- und Lohnpolitik lassen sich nicht lösen, indem unterschiedliche Gruppen gegeneinander ausgespielt werden. Notwendig ist vielmehr eine sachliche Debatte über faire Bezahlung, nachhaltige Finanzierung und politische Verantwortung – jenseits wiederkehrender Schuldzuweisungen.>
Es geht hier nicht um gegenseitiges ausspielen. Es geht darum, dass die, die sich selbst aus Steuergeldern versorgen und in die Kassen greifen, denen, die deren Gehälter und Pensionen bezahlen, und selbst für Verbesserungen streiken müssen, dieses nicht mehr zugestehen wollen. Kleiner Unterschied im Zusammenhang. Zuletzt erklären Sie vielleicht auch noch Herrn Spohr, die Sache der Sinnhaftigkeit mit dem gegenseitigen ausspielen unterschiedlicher Gruppen in seiner LH Group. Da klopft er sich bei Ihrer These aber mächtig auf die Schenkel. Für Ihn ist das Basiswissen der Unternehmensführung.
Es geht in der Tat nicht um „Ausspielen“, sondern um Fakten: Abgeordnete beziehen ihre Versorgung aus einem eigenen System – nicht aus der gesetzlichen Rente. Wer daraus ein „in die Kassen greifen“ macht, moralisiert bewusst, statt zu argumentieren.
Und Unternehmensführung als Vergleich? Schön, aber irrelevant: Im Staat gelten andere Regeln als in einer Firma.
Beitrag vom 08.02.2026 - 10:01 Uhr
Allerdings beschreibt Begriff „systemrelevant“ nicht die Höhe der Entlohnung, sondern die Bedeutung einer Tätigkeit für das Funktionieren des Gemeinwesens. Daraus folgt weder automatisch eine angemessene Bezahlung noch deren Gegenteil. Die Frage der Vergütung ist Ergebnis von Tarifverhandlungen, Haushaltsentscheidungen und politischen Prioritäten – nicht eines bloßen Etiketts.
Sehr schön ausgedrückt. Das ist mir wohl bekannt. Vielleicht sollten die systemrelevanten Mitarbeiter einfach mal den Löffel hinwerfen und sich umorientieren, wie viele Menschen in der Gastro. Dann schauen wir mal wie CS und der Bund die Systemrelevanz einer Airline dann lösen. Wichtig und unverzichtbar, aber schlecht bazahlt passt für mich nicht zusammen.
Dann können die LH-Piloten damit ja nicht gemeint sein, oder sehen Sie diese als "schlecht bezahlt" an? Oder denken Sie da an das Kabinen- und Bodenpersonal?
Ihr Angriff auf Politiker als angebliche „Steuergeldschmarotzer“ greift zu kurz. Die Altersversorgung von Abgeordneten ist gesetzlich geregelt, transparent einsehbar und unterscheidet sich strukturell von der gesetzlichen Rentenversicherung, da Abgeordnete während ihrer Mandatszeit keine Rentenansprüche aus dieser erwerben. Kritik an der Ausgestaltung dieser Regelungen ist legitim, sollte aber sachlich erfolgen und nicht, wie hier geschehen, personalisiert oder moralisch zugespitzt werden.>
Auch schön ausgedrückt, sehe ich im Inhalt aber leider nicht so. Dem deutschen Rentner wird nach 45 Jahren erklärt, er müsse den Gürtel enger schnallen, man hoffe ein Rentenniveau von 48% aufrecht erhalten zu können. Dann bekommt der Durchschnittsrenter 1600€, während der Bundestagler sich mit knapp 1200€ nach bereits einer Legislaturperiode am Steuergeld bedienen darf. Darüber haben seine Vorfahren selbst entschieden und er darf über Steigerungen regelmäßig abstimmen und macht das auch. Das ist dann dorch ein wenig mehr Entschädigung als dieser als Lehrer, Sozialarbeiter oder sonst etwas in vier Jahren in seinem ursprünglichen Beruf hätte an Rentenpunkten und deren Wert erzielen können. Hat nicht zuletzt noch ein ehemaliger Minister die Höhe ebenfalls als unanständig angesehen? Sorry, das ist für mich, was es ist und wie ich es bezeichne.
Der Vergleich mit der gesetzlichen Rente ist zwar beliebt, aber sachlich unsauber. Abgeordnete erwerben während ihres Mandats keine Rentenansprüche, deshalb ist ihre Altersversorgung anders geregelt. Das ist systembedingt, kein persönliches Privileg.
Über Höhe und Ausgestaltung kann man streiten – pauschal von „Bedienen am Steuergeld“ zu sprechen ersetzt diese Debatte aber nicht, sondern emotionalisiert sie.
Schließlich ist der Vergleich mit Rentnerinnen und Rentnern zwar emotional verständlich, aber analytisch ungenau: Probleme in der Renten- und Lohnpolitik lassen sich nicht lösen, indem unterschiedliche Gruppen gegeneinander ausgespielt werden. Notwendig ist vielmehr eine sachliche Debatte über faire Bezahlung, nachhaltige Finanzierung und politische Verantwortung – jenseits wiederkehrender Schuldzuweisungen.>
Es geht hier nicht um gegenseitiges ausspielen. Es geht darum, dass die, die sich selbst aus Steuergeldern versorgen und in die Kassen greifen, denen, die deren Gehälter und Pensionen bezahlen, und selbst für Verbesserungen streiken müssen, dieses nicht mehr zugestehen wollen. Kleiner Unterschied im Zusammenhang. Zuletzt erklären Sie vielleicht auch noch Herrn Spohr, die Sache der Sinnhaftigkeit mit dem gegenseitigen ausspielen unterschiedlicher Gruppen in seiner LH Group. Da klopft er sich bei Ihrer These aber mächtig auf die Schenkel. Für Ihn ist das Basiswissen der Unternehmensführung.
Es geht in der Tat nicht um „Ausspielen“, sondern um Fakten: Abgeordnete beziehen ihre Versorgung aus einem eigenen System – nicht aus der gesetzlichen Rente. Wer daraus ein „in die Kassen greifen“ macht, moralisiert bewusst, statt zu argumentieren.
Und Unternehmensführung als Vergleich? Schön, aber irrelevant: Im Staat gelten andere Regeln als in einer Firma.
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Sehr schön ausgedrückt. Das ist mir wohl bekannt. Vielleicht sollten die systemrelevanten Mitarbeiter einfach mal den Löffel hinwerfen und sich umorientieren, wie viele Menschen in der Gastro. Dann schauen wir mal wie CS und der Bund die Systemrelevanz einer Airline dann lösen. Wichtig und unverzichtbar, aber schlecht bazahlt passt für mich nicht zusammen.
Dann können die LH-Piloten damit ja nicht gemeint sein, oder sehen Sie diese als "schlecht bezahlt" an? Oder denken Sie da an das Kabinen- und Bodenpersonal?
Es geht im Artikel doch um den 'Boden', oder vertritt Verdi neuerdings auch das ,Cockpit'?
Oh, da habe ich wohl bei obiger Einlassung etwas falsch verstanden und gedacht, sie hätte sich auf alle systemrelevanten Mitarbeiter bezogen. Mea maxima culpa!
Allerdings beschreibt Begriff „systemrelevant“ nicht die Höhe der Entlohnung, sondern die Bedeutung einer Tätigkeit für das Funktionieren des Gemeinwesens. Daraus folgt weder automatisch eine angemessene Bezahlung noch deren Gegenteil. Die Frage der Vergütung ist Ergebnis von Tarifverhandlungen, Haushaltsentscheidungen und politischen Prioritäten – nicht eines bloßen Etiketts.
Sehr schön ausgedrückt. Das ist mir wohl bekannt. Vielleicht sollten die systemrelevanten Mitarbeiter einfach mal den Löffel hinwerfen und sich umorientieren, wie viele Menschen in der Gastro. Dann schauen wir mal wie CS und der Bund die Systemrelevanz einer Airline dann lösen. Wichtig und unverzichtbar, aber schlecht bazahlt passt für mich nicht zusammen.
Dann können die LH-Piloten damit ja nicht gemeint sein, oder sehen Sie diese als "schlecht bezahlt" an? Oder denken Sie da an das Kabinen- und Bodenpersonal?
Es geht im Artikel doch um den 'Boden', oder vertritt Verdi neuerdings auch das ,Cockpit'?
Ihr Angriff auf Politiker als angebliche „Steuergeldschmarotzer“ greift zu kurz. Die Altersversorgung von Abgeordneten ist gesetzlich geregelt, transparent einsehbar und unterscheidet sich strukturell von der gesetzlichen Rentenversicherung, da Abgeordnete während ihrer Mandatszeit keine Rentenansprüche aus dieser erwerben. Kritik an der Ausgestaltung dieser Regelungen ist legitim, sollte aber sachlich erfolgen und nicht, wie hier geschehen, personalisiert oder moralisch zugespitzt werden.>
Auch schön ausgedrückt, sehe ich im Inhalt aber leider nicht so. Dem deutschen Rentner wird nach 45 Jahren erklärt, er müsse den Gürtel enger schnallen, man hoffe ein Rentenniveau von 48% aufrecht erhalten zu können. Dann bekommt der Durchschnittsrenter 1600€, während der Bundestagler sich mit knapp 1200€ nach bereits einer Legislaturperiode am Steuergeld bedienen darf. Darüber haben seine Vorfahren selbst entschieden und er darf über Steigerungen regelmäßig abstimmen und macht das auch. Das ist dann dorch ein wenig mehr Entschädigung als dieser als Lehrer, Sozialarbeiter oder sonst etwas in vier Jahren in seinem ursprünglichen Beruf hätte an Rentenpunkten und deren Wert erzielen können. Hat nicht zuletzt noch ein ehemaliger Minister die Höhe ebenfalls als unanständig angesehen? Sorry, das ist für mich, was es ist und wie ich es bezeichne.
Der Vergleich mit der gesetzlichen Rente ist zwar beliebt, aber sachlich unsauber. Abgeordnete erwerben während ihres Mandats keine Rentenansprüche, deshalb ist ihre Altersversorgung anders geregelt. Das ist systembedingt, kein persönliches Privileg.
Über Höhe und Ausgestaltung kann man streiten – pauschal von „Bedienen am Steuergeld“ zu sprechen ersetzt diese Debatte aber nicht, sondern emotionalisiert sie.
Schließlich ist der Vergleich mit Rentnerinnen und Rentnern zwar emotional verständlich, aber analytisch ungenau: Probleme in der Renten- und Lohnpolitik lassen sich nicht lösen, indem unterschiedliche Gruppen gegeneinander ausgespielt werden. Notwendig ist vielmehr eine sachliche Debatte über faire Bezahlung, nachhaltige Finanzierung und politische Verantwortung – jenseits wiederkehrender Schuldzuweisungen.>
Es geht hier nicht um gegenseitiges ausspielen. Es geht darum, dass die, die sich selbst aus Steuergeldern versorgen und in die Kassen greifen, denen, die deren Gehälter und Pensionen bezahlen, und selbst für Verbesserungen streiken müssen, dieses nicht mehr zugestehen wollen. Kleiner Unterschied im Zusammenhang. Zuletzt erklären Sie vielleicht auch noch Herrn Spohr, die Sache der Sinnhaftigkeit mit dem gegenseitigen ausspielen unterschiedlicher Gruppen in seiner LH Group. Da klopft er sich bei Ihrer These aber mächtig auf die Schenkel. Für Ihn ist das Basiswissen der Unternehmensführung.
Es geht in der Tat nicht um „Ausspielen“, sondern um Fakten: Abgeordnete beziehen ihre Versorgung aus einem eigenen System – nicht aus der gesetzlichen Rente. Wer daraus ein „in die Kassen greifen“ macht, moralisiert bewusst, statt zu argumentieren.
Und Unternehmensführung als Vergleich? Schön, aber irrelevant: Im Staat gelten andere Regeln als in einer Firma.
Allerdings beschreibt Begriff „systemrelevant“ nicht die Höhe der Entlohnung, sondern die Bedeutung einer Tätigkeit für das Funktionieren des Gemeinwesens. Daraus folgt weder automatisch eine angemessene Bezahlung noch deren Gegenteil. Die Frage der Vergütung ist Ergebnis von Tarifverhandlungen, Haushaltsentscheidungen und politischen Prioritäten – nicht eines bloßen Etiketts.
Sehr schön ausgedrückt. Das ist mir wohl bekannt. Vielleicht sollten die systemrelevanten Mitarbeiter einfach mal den Löffel hinwerfen und sich umorientieren, wie viele Menschen in der Gastro. Dann schauen wir mal wie CS und der Bund die Systemrelevanz einer Airline dann lösen. Wichtig und unverzichtbar, aber schlecht bazahlt passt für mich nicht zusammen.
Dann können die LH-Piloten damit ja nicht gemeint sein, oder sehen Sie diese als "schlecht bezahlt" an? Oder denken Sie da an das Kabinen- und Bodenpersonal?
Ihr Angriff auf Politiker als angebliche „Steuergeldschmarotzer“ greift zu kurz. Die Altersversorgung von Abgeordneten ist gesetzlich geregelt, transparent einsehbar und unterscheidet sich strukturell von der gesetzlichen Rentenversicherung, da Abgeordnete während ihrer Mandatszeit keine Rentenansprüche aus dieser erwerben. Kritik an der Ausgestaltung dieser Regelungen ist legitim, sollte aber sachlich erfolgen und nicht, wie hier geschehen, personalisiert oder moralisch zugespitzt werden.>
Auch schön ausgedrückt, sehe ich im Inhalt aber leider nicht so. Dem deutschen Rentner wird nach 45 Jahren erklärt, er müsse den Gürtel enger schnallen, man hoffe ein Rentenniveau von 48% aufrecht erhalten zu können. Dann bekommt der Durchschnittsrenter 1600€, während der Bundestagler sich mit knapp 1200€ nach bereits einer Legislaturperiode am Steuergeld bedienen darf. Darüber haben seine Vorfahren selbst entschieden und er darf über Steigerungen regelmäßig abstimmen und macht das auch. Das ist dann dorch ein wenig mehr Entschädigung als dieser als Lehrer, Sozialarbeiter oder sonst etwas in vier Jahren in seinem ursprünglichen Beruf hätte an Rentenpunkten und deren Wert erzielen können. Hat nicht zuletzt noch ein ehemaliger Minister die Höhe ebenfalls als unanständig angesehen? Sorry, das ist für mich, was es ist und wie ich es bezeichne.
Der Vergleich mit der gesetzlichen Rente ist zwar beliebt, aber sachlich unsauber. Abgeordnete erwerben während ihres Mandats keine Rentenansprüche, deshalb ist ihre Altersversorgung anders geregelt. Das ist systembedingt, kein persönliches Privileg.
Über Höhe und Ausgestaltung kann man streiten – pauschal von „Bedienen am Steuergeld“ zu sprechen ersetzt diese Debatte aber nicht, sondern emotionalisiert sie.
Schließlich ist der Vergleich mit Rentnerinnen und Rentnern zwar emotional verständlich, aber analytisch ungenau: Probleme in der Renten- und Lohnpolitik lassen sich nicht lösen, indem unterschiedliche Gruppen gegeneinander ausgespielt werden. Notwendig ist vielmehr eine sachliche Debatte über faire Bezahlung, nachhaltige Finanzierung und politische Verantwortung – jenseits wiederkehrender Schuldzuweisungen.>
Es geht hier nicht um gegenseitiges ausspielen. Es geht darum, dass die, die sich selbst aus Steuergeldern versorgen und in die Kassen greifen, denen, die deren Gehälter und Pensionen bezahlen, und selbst für Verbesserungen streiken müssen, dieses nicht mehr zugestehen wollen. Kleiner Unterschied im Zusammenhang. Zuletzt erklären Sie vielleicht auch noch Herrn Spohr, die Sache der Sinnhaftigkeit mit dem gegenseitigen ausspielen unterschiedlicher Gruppen in seiner LH Group. Da klopft er sich bei Ihrer These aber mächtig auf die Schenkel. Für Ihn ist das Basiswissen der Unternehmensführung.
Es geht in der Tat nicht um „Ausspielen“, sondern um Fakten: Abgeordnete beziehen ihre Versorgung aus einem eigenen System – nicht aus der gesetzlichen Rente. Wer daraus ein „in die Kassen greifen“ macht, moralisiert bewusst, statt zu argumentieren.
Und Unternehmensführung als Vergleich? Schön, aber irrelevant: Im Staat gelten andere Regeln als in einer Firma.