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Lufthansa, Germanwings, Intersky, Germania, Lauda, VLM, Sun Air: Der Flughafen Friedrichshafen hat in den letzten Jahren viele Airlines kommen und gehen sehen - und war eine ganze Zeit von innerdeutschen Zielen abgeschnitten.
Bis jetzt. Seit vergangener Woche vernetzt Air Uniqon die Bodenseeregion wieder mit Berlin, Hamburg und Düsseldorf.
"Diese Flüge sind ein starkes Signal für die Zukunftsfähigkeit unserer Region", sagte Claus-Dieter Wehr, Geschäftsführer des Flughafens Friedrichshafen. Berlin, Hamburg und Düsseldorf sind jetzt wieder in weniger als 90 Flugminuten erreichbar - für die Wirtschaft vor Ort ist diese Konnektivität wichtig.
"Wir befinden uns hier in einer der bedeutendsten Industrie- und Hightech-Region - nicht nur in Deutschland, sondern auch in Europa und weltweit", sagte Dr. Sönke Voss, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer Bodensee-Oberschwaben.
Der stetige Rückbau geschäftsreiserelevanter Flugstrecken traf die industriestarke Region ins Mark - 2024 zog Lufthansa aus wirtschaftlichen Gründen die Verbindung an das Interkontdrehkreuz Frankfurt aus Friedrichshafen ab.
Die letzte Linie Friedrichshafen-Berlin riss bereits vor zehn Jahren ab. Hamburg und Düsseldorf waren seit 2020 beziehungsweise 2019 nicht mehr mit einer direkten Fluglinie mit dem Bodensee verbunden. "Die neue Verbindung schließt eine wichtige Lücke im innerdeutschen Streckennetz", sagte BER-Chefin Aletta von Massenbach.
Air Uniqon arbeitet als virtuelle Airline mit Sitz in Rüthnick, Brandenburg, und unterhält ein Kundenzentrum in Welzow. Den Flugbetrieb stellt Avanti Air aus Siegen mit einer Bombardier Q400, der D-AASH. Der 78-Sitzer soll auf den innerdeutschen Linien mindestens 70 Prozent Auslastung erzielen.
"Wichtige Direktverbindungen"
Über ein Treuhandmodell unterstützt die Wirtschaft der Bodenseeregion Air Uniqon beim Start mit Anschubkrediten.
"Wir von Air Uniqon freuen uns, die Bodenseeregion nach langer Zeit wieder an die wichtigen Ballungszentren Deutschlands anzubinden", sagte Air-Uniqon-Geschäftsführer Fabian Rosenberg. "Dank der Zusammenarbeit mit Unternehmen aus der Region konnten diese wichtigen Direktverbindungen geschaffen werden."
Berlin und Düsseldorf stehen jeweils viermal pro Woche auf dem Flugplan, Hamburg wird dreimal wöchentlich angeflogen.
Der Flughafen Friedrichshafen musste im letzten abgeschlossenen Geschäftsjahr 2024 bei nur noch 227.000 Passagieren einen Verlust von 4,1 Millionen Euro hinnehmen. Im letzten Vorkrisenjahr 2019 hatte der Flughafen noch 490.000 Passagiere gezählt, jedoch ebenfall mit Rückgängen zu kämpfen.
© aero.de | Abb.: Flughafen Düsseldorf | 20.01.2026 09:24







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