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Lufthansa strickt nach einem Streikaufruf der Vereinigung Cockpit für Piloten bei Lufthansa, Lufthansa Cargo und Cityline für 12. und 13. März 2026 den Flugplan um.
Im "Sonderflugplan" kann Lufthansa am Donnerstag und Freitag nach eigenen Angaben "mehr als 50 Prozent des ursprünglich geplanten Flugprogramms" abbilden, teilte Lufthansa am Mittwoch mit. "Bei Langstreckenverbindungen liegt der Anteil sogar bei 60 Prozent."
Mehrere Flüge über die Drehkreuze Frankfurt und München konnte Lufthansa an andere Airlines aus dem Konzern delegieren. Zudem will Lufthansa größere Flugzeuge einsetzen, um mehr Passagiere pro Flug befördern zu können.
"Für Lufthansa hat es höchste Priorität, möglichst viele Reisende trotz des Streikaufrufs der Vereinigung Cockpit an ihr Ziel zu bringen", sagte der für den Hub Frankfurt zuständige Lufthansa-Manager Francesco Sciortino. "Ich möchte mich deshalb ausdrücklich bei den vielen Pilotinnen und Piloten bedanken, die sich freiwillig bei uns gemeldet haben und am Donnerstag und Freitag im Einsatz sein werden."
Lufthansa Cargo werde trotz des Streikaufrufs für Donnerstag und Freitag sogar mehr als 80 Prozent ihres Frachtflugprogramms fliegen, hieß es aus der Lufthansa-Zentrale.
Die Vereinigung Cockpit hatte angekündigt, Flüge in den Nahen Osten aufgrund der aktuellen geopolitischen Lage vom Streikaufruf auszunehmen. Das betrifft laut Lufthansa im Streikzeitraum allerdings nur einen Flug von Frankfurt nach Riad, der für den morgigen Donnerstag geplant ist.
"Lufthansa City Airlines wird alle für Donnerstag und Freitag geplanten Flüge abheben lassen", so Lufthansa weiter. "Lufthansa CityLine, die am Donnerstag ebenfalls von der Vereinigung Cockpit bestreikt werden soll, wird nach aktuellem Stand bereits am Freitag wieder ihr nahezu komplettes Flugprogramm anbieten können."
Cockpit: 300 Flugausfälle pro Streiktag
Auch die Vereinigung Cockpit rechnet beim zweitägigen Lufthansa-Streik mit weniger Flugausfällen als bei der ersten Streikwelle um höhere Arbeitgeberzahlungen zu Betriebsrenten im Februar. Rund 300 Flüge pro Tag werden voraussichtlich ausfallen, sagt VC-Präsident Andreas Pinheiro in einer Video-Botschaft an die Beschäftigten.
Bei der ersten, auf einen Tag beschränkten Streikwelle am 12. Februar waren rund 800 Flüge und damit mehr als das Doppelte ausgefallen.
Die Situation an diesem Donnerstag und Freitag sei eine andere, erklärte der VC-Präsident. So stünde in dieser Woche mehr Personal zur Verfügung und die Kabinengewerkschaft Ufo beteilige sich dieses Mal nicht. Das sei für die VC aber "okay". Man erwarte ein verhandlungsfähiges Angebot.
© aero.de, dpa | Abb.: Lufthansa | 11.03.2026 15:10







Kommentare (11) Zur Startseite
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Wo denn das?
Im Artikel.
„ Zuvor hatte bereits die streikende Gewerkschaft Vereinigung Cockpit eingeräumt, dass der Streik diesmal kleiner ausfällt als bei der ersten Welle vor einem Monat. Gewerkschaftschef Andreas Pinheiro erwartet rund 300 Flugausfälle pro Tag. Das sei für die angestrebte Auswirkung völlig ausreichend.“
Beim letzten Mal fielen 800 Flüge aus.
Bei Aero lese ich was von 70%... und letztesmal waren es vermutlich nicht mehr als 140%...
Ah, OK.
Allerdings ist "meldet ... dass" etwas anderes als das "xxx erwartet" aus dem Artikel vom Vortag.
Echt jetzt?
Ich hatte es so verstanden, als würden Sie sich auf aktuelle Zahlen von heute Vormittag beziehen.
Um 9:20 war das auch noch aktuell, das Update auf das Sie sich beziehen kam 12:30.
Wo denn das?
Im Artikel.
„ Zuvor hatte bereits die streikende Gewerkschaft Vereinigung Cockpit eingeräumt, dass der Streik diesmal kleiner ausfällt als bei der ersten Welle vor einem Monat. Gewerkschaftschef Andreas Pinheiro erwartet rund 300 Flugausfälle pro Tag. Das sei für die angestrebte Auswirkung völlig ausreichend.“
Beim letzten Mal fielen 800 Flüge aus.
Bei Aero lese ich was von 70%... und letztesmal waren es vermutlich nicht mehr als 140%...
Ah, OK.
Allerdings ist "meldet ... dass" etwas anderes als das "xxx erwartet" aus dem Artikel vom Vortag. Ich hatte es so verstanden, als würden Sie siche auf aktuelle Zahlen von heute Vormittag beziehen.