Airbus-Erfolg in den USA
Älter als 7 Tage

Atlas Air wird auf einen Schlag größter A350F-Kunde

Airbus A350F
A350F, © Airbus

Verwandte Themen

TOULOUSE - Airbus steigt im dritten Quartal 2026 mit der A350F in die Flugerprobung ein - neun Monate später will der Hersteller die Auslieferungen aufnehmen. Kommerziell macht das Programm einen großen Satz nach vorn - Airbus hat 20 A350F auf einen Schlag an einen Kunden aus den USA verkauft.

747, 767, 777: Atlas Air setzt in ihrer 86 Flugzeuge starken Frachterflotte ausschließlich auf Boeing-Produkte. Bis jetzt.

Wie Airbus am Montag mitteilte, hat der US-Luftfrachtspezialist - als erster US-Kunde - 20 A350F in Auftrag gegeben und damit die bisher größte Einzelbestellung für das Programm getätigt. Die Auslieferungen sollen 2029 einsetzen und 2034 abschlossen werden. Über Optionen kann Atlas Air den Auftrag noch auf 40 A350F ausbauen.

Lars Wagner, Vorstand der Airbus Verkehrsflugzeugsparte, bezeichnete den Auftrag als "großen Moment" für das neue Airbus-Frachterprogramm, das direkt mit der Boeing 777-8F konkurriert.

Bei den Eckdaten liegen A350F und 777-8F nahe beieinander - beim Auftragseingang konnte sich Airbus 2025, trotz eines überraschenden Rückziehers des Erstkunden ALC, ein Stück vom US-Konkurreten absetzen: Airbus wies für die A350F vor dem Atlas-Air-Auftrag 82 Festaufträge aus, Boeing hat 59 777-8F verkauft.

Der Auftragseingang setze sich "in einem gesunden Verhältnis" aus Fluggesellschaften und Leasingfirmen zusammen und sei auch "regional ausgewogen", sagte A350F-Marketingchef Crawford Hamilton im November 2025 bei einem Medienupdate zum neuen Frachterprogramm.

CMA CGM ist als A350F-Erstbetreiber nominiert. Der französische Logstikkonzern kann im zweiten Quartal 2027 mit ersten Flugzeugen rechnen.

Airbus schickt A350F noch 2026 in die Flugerprobung

Der erste Prototyp MSN700 wird aktuell in Toulouse fertig. Das Flugzeug nimmt im dritten Quartal 2026 die Flugerprobung auf - und wird drei Viertel des auf rund 400 Flugstunden veranschlagten Zulassungsprogramms mit Schwerpunkt auf die Flugeigenschaften übernehmen. Mit der MSN701 hält Airbus noch eine zweite A350F für Funktionstests vor.

Airbus will trotz einer Verzögerung mit der A350F mindestens ein Jahr eher im Markt sein als die 777-8F. Mit 111 Tonnen Nutzlast und 8.700 Kilometer Nonstop-Reichweite trifft die A350F laut Airbus die Anforderungen globaler Frachtairlines. Fahrwerke und Trent XWB-97 Triebwerk holt sich die A350F aus dem Baukasten der A350-1000.
© aero.de | Abb.: Airbus | 16.03.2026 17:22

Um einen Kommentar schreiben zu können, müssen Sie sich bei aero.de registrieren oder einloggen.

Beitrag vom 19.03.2026 - 12:34 Uhr
Das wird variabel sein, da die A350F in der A350 FAL mitläuft, zumindest ist bislang nichts von neuen Montagelinien berichtet worden. Und dann wird die in den normalen Produktionszahlen mit einfließen (Ramp Up auf 12 Einheiten/Monat).

 https://www.aircraft.airbus.com/en/newsroom/web-story/2024-11-a350-final-assembly-line-gets-ready-for-the-freighter
Beitrag vom 19.03.2026 - 11:58 Uhr
Gibt es eigentlich eine Zahl wie viele A350F Airbus produzieren will?

Soviel man verkauft bekommt, je um so besser.
50 soll nach einigen aussagen hier der Break-even-Point sein.

Sorry, falsch formuliert. Ich meinte wie viele pro Jahr.
Beitrag vom 18.03.2026 - 21:14 Uhr
Gibt es eigentlich eine Zahl wie viele A350F Airbus produzieren will?

Soviel man verkauft bekommt, je um so besser.
50 soll nach einigen aussagen hier der Break-even-Point sein.


Stellenmarkt

Schlagzeilen

aero.uk

schiene.de

Meistgelesene Artikel

Community

Thema: Pilotenausbildung

FLUGREVUE 03/2026

Shop

Es gibt neue
Nachrichten bei aero.de

Startseite neu laden