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Lufthansa und Air France-KLM machen TAP Air Portugal unter sich aus. Beide Konzerne haben vergangene Woche - zunächst unbindende - Beteiligungsangebote abgegeben, während sich IAG zurückzog.
Das Geschäftsjahr 2025 hat TAP Air Portugal laut einer Mitteilung vom Donnerstag mit 4,1 Millionen Euro Nettoergebnis abgeschlossen. Der Gewinn brach damit zwar um 92 Prozent ein, Grund dafür sei aber ein Steuereffekt, ordnete TAP die Zahlen ein. Zeitgleich legte TAP bei Passagieren um 3,4 Prozent auf 16,7 Millionen Reisende zu.
Portugal will die 2020 wiederverstaatlichte TAP Air Portugal teilweise wieder in private Hände geben: 44,9 Prozent sollen an einen strategischen Investor aus der Airlineecke gehen, fünf Prozent an das TAP-Personal. Der Staat will vorerst mit 50,1 Prozent weiter eine Aktienmehrheit an der Airline zurückbehalten.
Das zur Privatisierung ausgeschriebene Anteilspaket wird von Analysten mit bis zu 700 Millionen Euro bewertet. TAP gehört wie Lufthansa der Star Alliance an, gilt mit einem attraktiven Südamerika-Flugplan aber auch als kompatibel zu Air France-KLM.
Lufthansa plant atlantisches Drehkreuz
Lissabon könne im Lufthansa-Konzern zum atlantischen Drehkreuz vor allem nach Südamerika ausgebaut werden, hatte Lufthansa-Chef Carsten Spohr erklärt. Ziel der Übernahme sei es, "die globale Anbindung Portugals zu stärken, die portugiesische Identität von TAP zu bewahren und das Wachstum der Airline nachhaltig zu sichern".
Eine Entscheidung im Verfahren könnte im zweiten Halbjahr fallen. Spätestens bis Anfang Mai will die staatliche Beteiligungsgesellschaft "Parpublica" Gebote und Konzepte von Lufthansa und Air France-KLM auswerten - anschließend haben die Konzern 90 Tage Zeit, bindende Gebote in Lissabon zu hinterlegen.
© aero.de, dpa | Abb.: Airbus | 09.04.2026 08:59







Kommentare (1) Zur Startseite
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"die globale Anbindung Portugals zu stärken, die portugiesische Identität von TAP zu bewahren und das Wachstum der Airline nachhaltig zu sichern".
klingt im Kontext der Entwicklung bei LH im Heimatland DE seit mehr als 10 Jahren, schon irgendwie schräg... .