Lufthansa wird 100
Älter als 7 Tage

Warme Worte vom Kanzler, Proteste vom Flugpersonal

Lufthansa Boeing 787-9
Lufthansa Boeing 787-9, © Lufthansa

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FRANKFURT - Die heftigste Streikwelle seit Jahren trübt den Festakt der Lufthansa zu ihrem Jubiläum mit Kanzler Friedrich Merz. Während die Fluggesellschaft den Start des ersten Linienflugs unter der Kranichmarke vor gut 100 Jahren feiert, eskaliert der Tarifstreit mit Piloten und Flugbegleitern.

Einen nur wenige Stunden zuvor vorgeschlagenen Schlichtungsversuch erklärte die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) für gescheitert, die nächsten Streiks am Donnerstag und Freitag stehen kurz bevor.

Beim Festakt zu "100 Jahre Lufthansa" im neuen Besucherzentrum "Hangar One" sagte Kanzler Merz, die Airline gehöre zur Geschichte der Bundesrepublik. Die strategisch wichtige Lufthansa habe das Bild von Deutschland stärker geprägt als jedes andere Unternehmen.

Die Bundesregierung setze sich dafür ein, dass Deutschland ein wichtiger Luftverkehrsstandort bleibe, versprach Merz. "Weniger fliegen ist keine Option für den Wirtschaftsstandort Deutschland." Dazu brauche man nachhaltige klimaschonende Technologien, aber auch niedrige Kosten und eine höhere Wettbewerbsfähigkeit. Er dankte Lufthansa-Chef Carsten Spohr dafür, dass sich das Unternehmen erstmals vollständig zu seiner Rolle im Nationalsozialismus bekannt habe.

Kranich als Botschafter für Deutschland

Spohr sagte, der Kranich fliege seit 100 Jahren als "Botschafter für unser Land". Hightech und Beschäftigte mit Leidenschaft für das Fliegen zögen sich durch die gesamte Geschichte der Lufthansa, bilanzierte der Manager vor ausgestellten ikonischen Flugzeugen, Crews in historischen Uniformen und Hunderten geladenen Gästen.

Verkehrsminister Patrick Schnieder sagte vorab, das Unternehmen habe regelmäßig fundamentale Umbrüche erlebt und sich stets neu erfunden. "Ich bin mir sicher: Bei Innovation und neuen Technologien wird die Lufthansa auch in den nächsten 100 Jahren Maßstäbe setzen."

Doch die warmen Worte können die Wut der Beschäftigten nicht besänftigen: Draußen protestierten sie nach einem Aufruf der Kabinengewerkschaft Ufo und der Pilotengewerkschaft VC, um ein Zeichen gegen die "Politik der harten Hand" der größten deutschen Airline zu setzen.

Ein Streik folgt auf den anderen

Die Lufthansa und ihre Passagiere werden derzeit von Streiks in Serie erschüttert, am Mittwoch gab es bereits die fünfte Streikwelle von Piloten und Flugbegleitern. Erneut blieben am Frankfurter Flughafen viele Jets am Boden.

Dieses Mal hat die Gewerkschaft Ufo die Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter aufgerufen, die Arbeit für zwei Tage bis einschließlich Donnerstag niederzulegen. Sie lösen damit nahtlos die Piloten ab, die zuvor für zwei Tage den Flugverkehr der Lufthansa weitgehend lahmgelegt und die Reisepläne Zehntausender Passagiere durchkreuzt hatten.

Und es kommt noch dicker: Am Donnerstag und Freitag wollen die Piloten erneut die Arbeit niederlegen. Fünf Tage Streiks in Folge bei der Lufthansa - das gab es lange nicht mehr.

Aufsichtratschef Karl-Ludwig Kley kritisierte die streikenden Gewerkschaften: "Selbstbezogenheit ersetzt Sozialpartnerschaft." Er forderte Merz auf, das deutsche Streikrecht zu reformieren. Nach aktuellem Streikrecht und Praxis seien die Arbeitgeber zum Zuschauen verurteilt. Waffengleichheit gehöre der Vergangenheit an.

In dem festgefahrenen Tarifkonflikt geht es um die im Manteltarifvertrag geregelten Arbeitsbedingungen für die rund 20.000 Flugbegleiter und einen Sozialplan bei der Regionalgesellschaft Lufthansa Cityline, die vor der Schließung steht. Die VC wiederum kämpft für höhere Betriebsrenten. Der am Dienstagabend von der Pilotengewerkschaft vorgeschlagene Schlichtungsversuch schlug zunächst fehl.

Schlichtungsversuch vorerst gescheitert

Die Lufthansa strebe "offenbar kein faires Schlichtungsverfahren" zur Befriedung der Tarifkonflikte an, kritisierte VC. Sie habe umfassende Forderungen zur Bedingung gemacht. Die Lufthansa erklärte, dass das Ziel einer Schlichtung ausschließlich die Befriedung sämtlicher Konflikte sein könne. Dies sei mit der VC nicht zu machen gewesen. Die Airline kündigte aber an, nochmals auf die Gewerkschaft zugehen zu wollen.

Die Pilotengewerkschaft schloss weitere Streiks bereits nicht aus: "Wer ein solches Angebot ausschlägt und darüber hinaus auch keinerlei verhandlungsfähige Angebote macht, nimmt zumindest in Kauf, dass sich Tarifauseinandersetzungen weiter zuspitzen, anstatt aktiv an einer Deeskalation mitzuwirken", sagte VC-Präsident Andreas Pinheiro.
© dpa, aero.de | Abb.: Lufthansa | 15.04.2026 17:13

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Beitrag vom 16.04.2026 - 23:30 Uhr
> > Ach, ich vergaß: die betroffenen Kunden hätten ja bei der Buchung schon einen Plan B und Plan C haben sollen. Wie auch immer, gleich wird es auch hier wieder losgehen, dass Piloten und ihr Gefolge diese schamlose Verhalten in höchsten Tönen loben und als alternativlos gegenüber dem bösen, unbelehrbaren Management darstellen. Bravo VC, ist der Ruf erst ruiniert streikt es sich ungeniert.>
>
> Leider war es LH, die der VC in den letzten Verhandlungen genau daraus einen Strick gedreht hat. Jetzt möchte Spohr genau das, was er damals juristisch verfolgen wollte. Ob die VC ein weiteres mal in die Honigfalle tritt ist fraglich. Der VC Präsi ist neben seinem Pilotenjob auch promovierter Jurist und wird das wohl ausreichend beurteilen können. Die Lösung des bestehenden Konflktes im offenen TV wurde angeboten, LH hat bisher abgelehnt. Und das nix mit ständig anderen offenen Verträgen zu tun, sondern damit, dass man sich so Zugeständnisse nicht über andere TV's bezahlen lassen kann.
Ach wissen Sie, es ist einfach unendlich ermüdend, Immer die gleichen Schuldzuweisungen zu hören. VC hat sich mit ihrer Strategie verrannt, wie es Marcel Gröls im Spiegel klar analysiert.


Schon lustig. Man erklärt ihnen ganz klar, warum man das nicht tun kann. Man war deshalb schon vor Gericht und sie sehen darin keine Kompromissbereitschaft? Man könnte grad meinen sie verrennen sich ebenfalls in ihrer Wahrnehmung der Tatsachen. Wie blöd wäre man denn, auf diese Falle reinzufallen.

Sie verlangen Kompromissbereitschaft der Piloten?? Die gab es mit der PPV und man wurde maßlos enttäuscht und der Kompromiss wurde ja letztendlich auch gekündigt und zwar vom Management.

Sie wurden nicht nur ein Mal enttäuscht sondern 2 mal oder mehr wurden vor Gericht gezogen und sie verlangen, dass man das einfach nochmal so macht. Wow. Sind sie naiv
Na klar, jeder der die Dinge anders sieht als Sie und VC, ist naiv. Lesen Sie doch einfach mal nach,was Marcel Gröls als ehemaliger Tarifbeauftragter von VC zum Thema zu gesagt hat. Leider ist der Link zu SPON hinter der Bezahlschranke.
Aber wsl. rechnen Sie ihm dann auch zu den "Naiven" ... Was einfacher ist, als sich mit den Argumenten auseinander zu setzen.

Zu Herrn Gröls Analyse bzw. seinem heutigen Background, aus dem diese entstandt, hat Ihnen doch in dem anderen Thread schon @Heinzi geantwortet.

Ich bin immer wieder erstaunt wie Sie als Nichtinsider zu so einer einseitigen Sicht kommen und sich zum Kritikaster der GW aufschwingen!?

Btw. Eigentlich müssten Sie doch, wenn man sich Ihre früheren Beiträge zum Thema Klimabelastung durch Flugverkehr in Erinnerung ruft, über die Streiks und die dadurch nicht in die Luft gebratenen Tausende Tonnen CO2 freuen. Oder haben Sie da jetzt auch die Seite gewechselt (so wie bei ME3 Flügen nach BER).
Ist klar: Sie wissen als ehemaliger Insider Bescheid. Oder Sie glauben nur der Gewerkschaftsseite. Beides spricht für ein sehr einseitiges Weltbild, getreu dem Motto „ die Gewerkschaft ( oder war es die Partei) hat immer Recht“. Und Sie sind ja wahrscheinlich auch Insider, was die betriebswirtschaftlichen Daten der gesamten LHG und den einzelnen Airlines betrifft. Warum nur glauben gerade Sie ausschließlich den Aussagen des fliegenden Personals und seiner Vertretern. Und was haben ganz allgemein Aussagen zum Umweltschutz mit den aktuellen Ereignissen bei LH und City Lines zu tun?

a. Ich habe nie irgendwo behauptet ein 'Insider' zu sein. Ganz im Gegenteil.
b. Ich habe, ganz im Gegensatz zu Ihnen, mich nie klar für eine Seite ausgesprochen. Wobei ich nicht verleugnen möchte das meine Sympathien hier eher auf der Seite der MA und der sie vertretenden Gewerkschaften liegt.
c. Es ist schon erstaunlich, wie schnell und fundamental Sie Ihre Meinung wechseln. Da darf man doch mal nachfragen, oder?

Bin schon gespannt auf Ihren nächsten move.
Beitrag vom 16.04.2026 - 21:00 Uhr
> Ach, ich vergaß: die betroffenen Kunden hätten ja bei der Buchung schon einen Plan B und Plan C haben sollen. Wie auch immer, gleich wird es auch hier wieder losgehen, dass Piloten und ihr Gefolge diese schamlose Verhalten in höchsten Tönen loben und als alternativlos gegenüber dem bösen, unbelehrbaren Management darstellen. Bravo VC, ist der Ruf erst ruiniert streikt es sich ungeniert.>

Leider war es LH, die der VC in den letzten Verhandlungen genau daraus einen Strick gedreht hat. Jetzt möchte Spohr genau das, was er damals juristisch verfolgen wollte. Ob die VC ein weiteres mal in die Honigfalle tritt ist fraglich. Der VC Präsi ist neben seinem Pilotenjob auch promovierter Jurist und wird das wohl ausreichend beurteilen können. Die Lösung des bestehenden Konflktes im offenen TV wurde angeboten, LH hat bisher abgelehnt. Und das nix mit ständig anderen offenen Verträgen zu tun, sondern damit, dass man sich so Zugeständnisse nicht über andere TV's bezahlen lassen kann.
Ach wissen Sie, es ist einfach unendlich ermüdend, Immer die gleichen Schuldzuweisungen zu hören. VC hat sich mit ihrer Strategie verrannt, wie es Marcel Gröls im Spiegel klar analysiert.


Schon lustig. Man erklärt ihnen ganz klar, warum man das nicht tun kann. Man war deshalb schon vor Gericht und sie sehen darin keine Kompromissbereitschaft? Man könnte grad meinen sie verrennen sich ebenfalls in ihrer Wahrnehmung der Tatsachen. Wie blöd wäre man denn, auf diese Falle reinzufallen.

Sie verlangen Kompromissbereitschaft der Piloten?? Die gab es mit der PPV und man wurde maßlos enttäuscht und der Kompromiss wurde ja letztendlich auch gekündigt und zwar vom Management.

Sie wurden nicht nur ein Mal enttäuscht sondern 2 mal oder mehr wurden vor Gericht gezogen und sie verlangen, dass man das einfach nochmal so macht. Wow. Sind sie naiv
Na klar, jeder der die Dinge anders sieht als Sie und VC, ist naiv. Lesen Sie doch einfach mal nach,was Marcel Gröls als ehemaliger Tarifbeauftragter von VC zum Thema zu gesagt hat. Leider ist der Link zu SPON hinter der Bezahlschranke.
Aber wsl. rechnen Sie ihm dann auch zu den "Naiven" ... Was einfacher ist, als sich mit den Argumenten auseinander zu setzen.

Zu Herrn Gröls Analyse bzw. seinem heutigen Background, aus dem diese entstandt, hat Ihnen doch in dem anderen Thread schon @Heinzi geantwortet.

Ich bin immer wieder erstaunt wie Sie als Nichtinsider zu so einer einseitigen Sicht kommen und sich zum Kritikaster der GW aufschwingen!?

Btw. Eigentlich müssten Sie doch, wenn man sich Ihre früheren Beiträge zum Thema Klimabelastung durch Flugverkehr in Erinnerung ruft, über die Streiks und die dadurch nicht in die Luft gebratenen Tausende Tonnen CO2 freuen. Oder haben Sie da jetzt auch die Seite gewechselt (so wie bei ME3 Flügen nach BER).
Ist klar: Sie wissen als ehemaliger Insider Bescheid. Oder Sie glauben nur der Gewerkschaftsseite. Beides spricht für ein sehr einseitiges Weltbild, getreu dem Motto „ die Gewerkschaft ( oder war es die Partei) hat immer Recht“. Und Sie sind ja wahrscheinlich auch Insider, was die betriebswirtschaftlichen Daten der gesamten LHG und den einzelnen Airlines betrifft. Warum nur glauben gerade Sie ausschließlich den Aussagen des fliegenden Personals und seiner Vertretern. Und was haben ganz allgemein Aussagen zum Umweltschutz mit den aktuellen Ereignissen bei LH und City Lines zu tun?
Beitrag vom 16.04.2026 - 18:48 Uhr

Btw. Eigentlich müssten Sie doch, wenn man sich Ihre früheren Beiträge zum Thema Klimabelastung durch Flugverkehr in Erinnerung ruft, über die Streiks und die dadurch nicht in die Luft gebratenen Tausende Tonnen CO2 freuen. Oder haben Sie da jetzt auch die Seite gewechselt (so wie bei ME3 Flügen nach BER).

OMG, bitte hier nicht wieder das CO2 Thema aufwärmen. Machen Sie das bitte über private Nachrichten oder öffnen Sie eine eigene Gruppe zu diesem Thema.


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