FRANKFURT - Lufthansa nimmt eine komplette Airline aus dem Programm. Jetzt steht ein überarbeiteter Flugplan. Die Streichung der bislang von Lufthansa Cityline angebotenen Flüge wird das Angebot der Lufthansa Group im Sommer effektiv um ein Prozent der angebotenen Sitzkilometer reduzieren. Das ist nicht alles.
"Insgesamt werden bis Oktober 20.000 Kurzstreckenflüge aus dem Programm genommen, was circa 40.000 Tonnen Kerosin entspricht, dessen Preis sich seit Beginn des Irankriegs verdoppelt hat", teilte Lufthansa am Dienstag mit.
Die Flugplananpassungen senken laut Lufthansa die Anzahl "unwirtschaftlicher Kurzstreckenflüge" im System - kosten aber kaum Konnektivität zu Langstrecken.
Denn zeitgleich will Lufthansa die sechs Interkontdrehkreuze im Konzern effizienter auslasten - und Flugangebote stärker integrieren. Passagiere aus einigen Einzugsmärkten verlieren auf bestimmten Langstrecken zwar Auswahl, über welchen Lufthansa-Hub - und mit welcher Lufthansa-Airline - sie reisen. Anbindung bleibt aber erhalten.
Als Architekt der optimierten Hubsteuerung innerhalb der Gruppe gilt Lufthansa-Konzernvorstand Dieter Vranckx.
"Die geplante Konsolidierung des Europanetzes erfolgt über die sechs Drehkreuze der Lufthansa Group in Frankfurt, München, Zürich, Wien, Brüssel und Rom", so Lufthansa. "Nach diesem Prinzip wurden gestern die ersten 120 täglichen Flugstreichungen mit Wirkung bis Ende Mai umgesetzt und die betroffenen Fluggäste informiert."
Lufthansa nennt Beispiele. "Mit der Streichung von Strecken aus Frankfurt nach Bydgoszcz und Rzeszow (Polen) sowie nach Stavanger (Norwegen) entfallen zumindest vorübergehend drei Ziele aus dem aktuellen Flugplan", so Lufthansa. Zehn Verbindungen werden innerhalb der Gruppe über andere Hubs aufgefangen, darunter Stuttgart, Trondheim, Danzig und Breslau.
Während Frankfurt und München Flüge verlieren, will Lufthansa das Angebot auf bestehenden Strecken in Zürich, Wien und Brüssel ausweiten.
Lufthansa hatte den Flugbetrieb von Cityline am Samstag eingestellt und die zuletzt 27 operativen Flugzeuge der Regionaltochter, darunter drei Airbus A321 Frachter, vorerst stillgelegt. Zumindest die A321F und einige A319 dürfte Lufthansa aber wieder reaktivieren, heißt es aus dem Konzernumfeld. Das Cityline-Flugpersonal wurde auf Widerruf freigestellt.
Lufthansa: "Stabile Treibstoffversorgung"Für die im Sommerflugplan vorgesehenen Flüge erwartet Lufthansa "eine weitgehende stabile Treibstoffversorgung". Dazu arbeitet Lufthansa an Maßnahmen zur physischen Versorgung mit Kerosin sowie zur Preissicherung.
© aero.de | Abb.: Lufthansa | 21.04.2026 17:41
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Beitrag vom 22.04.2026 - 17:34 Uhr
Klar, jetzt wird das Wehklagen wieder groß! Wenn man genau hinschaut betrifft es 1% der Flüge, die LH anbietet. Weiß man jetzt schon, bei wie vielen innerdeutschen Flügen lediglich Frequenzen ausgedünnt werden? Ab MUC trifft das voraussichtlich die Verbindungen nach Köln, Düsseldorf und Berlin, die weniger oft bedient werden. Auch NUE- FRA soll ausgedünnt werden. Das ist der aktuelle Stand innerdeutsch. Und viele der innerdeutschen Verbindungen vor allem nach FRA sind durchaus auch mit der Bahn zu ersetzen. Ist ein Verlust von Bequemlichkeit, da bei Umsteigeverbindungen das Gepäck nicht durchgecheckt werden kann. Oh weh, damit kommen viele dann nicht klar. Na ja, aber erst mal laut klagen und schimpfen! Deutschland halt.
Es sind nicht 1% der Flüge, sondern 1% der angebotenen Sitzplatzkilometer. Ein kleiner, aber feiner Unterschied...
Ja, stimmt. 20.000 gestrichene Flüge entsprechen ca. 4% aller Flüge. Ändert nichts daran, dass die meisten Verbindungen "nur" ausgedünnt werden, somit die Auslastung der einzelnen Flüge steigen wird.
Beitrag vom 22.04.2026 - 14:56 Uhr
Wesentlich interessantere Fragen wäre diese:
- Wieviel Geld hat es gekostet, z.B. eine Germanwings, aufzubauen und wieder einzustellen?
Sagen Sie es uns!
- Hat man damit wirklich die Kosten im Vergleich zu einer Ops bei der Passage im Rahmen eines sozialen Friedens reduziert?
Sagen Sie es uns!
- Wäre es möglich gewesen dies mit den Tarifpartnern zu erreichen?
Nein, deswegen kam es ja auch zu dem Konstrukt bei Germanwings, bei dem die VC erreicht hat, dass KTV-Piloten bei Germanwings fliegen. Das war nicht die Idee des Managements.
- Macht es in diesem Zusammenhang Sinn erhebliche sehr teure Mehrfachstrukturen (u.a. wegen gesetzlicher Auflagen) in der Verwaltung bei all den „billigeren“ Töchtern, welche gegeneinander arbeiten anstatt Synergien zu heben, zu etablieren?
Dann sagen Sie doch mal wie hoch diese 'erhebliche sehr teuren Mehrfachstrukturen' sind?
Sie sind relativ neu hier, aber das Thema wurde schon dutzende Male hier durchdiskutiert, aber außer Geschwurbel kam nie eine Größenordung heraus, über die man diskutieren könnte.
Und anders gefragt: Was glauben Sie wie hoch der Druck auf das Management wäre, wenn alle Piloten bzw. Flugbegleiter in einem Unternehmen mit Ihren jeweiligen Gewerkschaften in den Verhandlunge wäre? Da man als Unternehmen der Willkür der Gewerkschaft vollkommen ausgeliefert. Und hier soll keiner glauben, dass beispielsweise die Forderungen zur Altersabsicherung seitens der Piloten geringer wäre, wenn es nur ein AOC gäbe. Dann wollen einfach nur noch mehr Piloten was abbekommen.
Realistische Antworten auf diese Fragen, können nur wenige innerhalb des Konzernvorstands geben, da man, durch geschickt gestaltete Verrechnungseinheiten für Leistungen innerhalb eines so komplexen Konzerns, fast jede Tochter defizitär rechnen kann.
Nein, das kann sie eben nicht. Sie kann nicht nach Belieben von links nach rechts und von oben nach unten manipulieren. Dafür gibt es Wirtschaftsprüfer, Finanzbehörden (Betriebsprüfungen), und letztendlich auch einen Aufsichtsrat.
Wie sagte mir ein weiser Wirtschaftsprüfer mal so schön:
„Eine Bilanz eines Konzerns, ist wie eine schöne Frau.
Sie hat viele Gesichter, aber jeder glaubt sie zu kennen.
Nur wenige kennen sie wirklich“
Dann war kein 'weiser' Wirtschaftsprüfer, sondern vielleicht ein 'dummer'.
Beitrag vom 22.04.2026 - 14:32 Uhr
"Wo gehobelt wird, fallen Spähne!"
Ggf. verliert LH Kunden...
Falls es zu viele Kunden werden, hat CS einen Fehler gemacht.
Und es sollte ein leichtes sein, dies herauszufinden!
Im Aufsichtsrat der Lufthansa sitzen
- Sara Grubisic (Purser und Mitglied des Vorstands der Gewerkschaft UFO e.V.)
- Arne Christian Karstens (Erster Offizier, Arbeitnehmervertreter)
Es ist deren Aufgabe, Entscheidungen des Vorstandes zu hinterfragen und auch personelle Konsequenzen bei Fehlverhalten zu fordern.
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Es sind nicht 1% der Flüge, sondern 1% der angebotenen Sitzplatzkilometer. Ein kleiner, aber feiner Unterschied...
Ja, stimmt. 20.000 gestrichene Flüge entsprechen ca. 4% aller Flüge. Ändert nichts daran, dass die meisten Verbindungen "nur" ausgedünnt werden, somit die Auslastung der einzelnen Flüge steigen wird.
- Wieviel Geld hat es gekostet, z.B. eine Germanwings, aufzubauen und wieder einzustellen?
Sagen Sie es uns!
- Hat man damit wirklich die Kosten im Vergleich zu einer Ops bei der Passage im Rahmen eines sozialen Friedens reduziert?
Sagen Sie es uns!
- Wäre es möglich gewesen dies mit den Tarifpartnern zu erreichen?
Nein, deswegen kam es ja auch zu dem Konstrukt bei Germanwings, bei dem die VC erreicht hat, dass KTV-Piloten bei Germanwings fliegen. Das war nicht die Idee des Managements.
- Macht es in diesem Zusammenhang Sinn erhebliche sehr teure Mehrfachstrukturen (u.a. wegen gesetzlicher Auflagen) in der Verwaltung bei all den „billigeren“ Töchtern, welche gegeneinander arbeiten anstatt Synergien zu heben, zu etablieren?
Dann sagen Sie doch mal wie hoch diese 'erhebliche sehr teuren Mehrfachstrukturen' sind?
Sie sind relativ neu hier, aber das Thema wurde schon dutzende Male hier durchdiskutiert, aber außer Geschwurbel kam nie eine Größenordung heraus, über die man diskutieren könnte.
Und anders gefragt: Was glauben Sie wie hoch der Druck auf das Management wäre, wenn alle Piloten bzw. Flugbegleiter in einem Unternehmen mit Ihren jeweiligen Gewerkschaften in den Verhandlunge wäre? Da man als Unternehmen der Willkür der Gewerkschaft vollkommen ausgeliefert. Und hier soll keiner glauben, dass beispielsweise die Forderungen zur Altersabsicherung seitens der Piloten geringer wäre, wenn es nur ein AOC gäbe. Dann wollen einfach nur noch mehr Piloten was abbekommen.
Realistische Antworten auf diese Fragen, können nur wenige innerhalb des Konzernvorstands geben, da man, durch geschickt gestaltete Verrechnungseinheiten für Leistungen innerhalb eines so komplexen Konzerns, fast jede Tochter defizitär rechnen kann.
Nein, das kann sie eben nicht. Sie kann nicht nach Belieben von links nach rechts und von oben nach unten manipulieren. Dafür gibt es Wirtschaftsprüfer, Finanzbehörden (Betriebsprüfungen), und letztendlich auch einen Aufsichtsrat.
Wie sagte mir ein weiser Wirtschaftsprüfer mal so schön:
„Eine Bilanz eines Konzerns, ist wie eine schöne Frau.
Sie hat viele Gesichter, aber jeder glaubt sie zu kennen.
Nur wenige kennen sie wirklich“
Dann war kein 'weiser' Wirtschaftsprüfer, sondern vielleicht ein 'dummer'.
Ggf. verliert LH Kunden...
Falls es zu viele Kunden werden, hat CS einen Fehler gemacht.
Und es sollte ein leichtes sein, dies herauszufinden!
Im Aufsichtsrat der Lufthansa sitzen
- Sara Grubisic (Purser und Mitglied des Vorstands der Gewerkschaft UFO e.V.)
- Arne Christian Karstens (Erster Offizier, Arbeitnehmervertreter)
Es ist deren Aufgabe, Entscheidungen des Vorstandes zu hinterfragen und auch personelle Konsequenzen bei Fehlverhalten zu fordern.