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Die Folgen des Iran-Kriegs verhageln der US-Flugbranche das Geschäft. Gewinnerwartungen der großen Flugkonzerne United, Delta und American Airlines für 2026 sind obsolet, nachdem sich der Kerosinpreis seit Jahresbeginn auch in den USA mehr als verdoppelt hat.
Anbieter mit dünnerer Finanzdecke tragen das Problem in die Politik.
Nach Informationen des "Wall Street Journal" haben mehrere US-Günstigfluganbieter, darunter Frontier Airlines und Avelo, vergangene Woche bei einem Treffen mit US-Verkehrsminister Sean Duffy Alarm geschlagen - und Staatshilfen und Steuererleichterungen im Umfang von 2,5 Milliarden US-Dollar, besichert durch Aktienoptionen, angeregt.
Die Summe entspreche den erwarteten Mehrkosten beim Kerosineinkauf. Weder die genannten Airlines noch das Weiße Haus haben den Bericht gegenüber US-Medien bisher kommentiert.
Allein Spirit Airlines hatte vergangene Woche "sehr weit fortgeschrittene Gespräche" mit der US-Regierung über ein mögliches Hilfspaket bestätigt - die Airline steckt aktuell in einem Chapter-11-Insolvenzverfahren und benötigt nach Medieninformationen kurzfristig bis zu 500 Millionen US-Dollar. Im Gegenzug könnte die US-Regierung mit bis zu 90 Prozent bei Spirit Airlines einsteigen.
Die global gestiegenen Treibstoffkosten treffen Flugesellschaften unterschiedlich hart. In Europa greift bei den größten Fluganbietern Lufthansa und Ryanair ein verhältnismäßig dichtes Netz aus Preisabsicherungen, in den USA hatten die meisten Fluggesellschaften zuletzt auf das sogenannte "Fuel Hedging" verzichtet.
US-Airlines reagieren auf hohe Kerosinpreise
United-Airlines-Chef Scott Kirby rechnet inzwischen "länger" mit hohen Kerosinpreisen durch den Iran-Krieg - und will Ticketpreise um 15 bis 20 Prozent anheben. Delta gibt vorerst keine Prognose für den weiteren Jahresverlauf ab, American Airlines schließt in einer aktuellen Gewinnwarnung auch einen Verlust nicht aus.
In der Reihe hinter den Großkonzernen hat sich bisher nur JetBlue Airways aus eigener Kraft Luft verschafft - die Airline nimmt Kredite über 500 Millionen US-Dollar auf und hinterlegt dafür 22 Airbus-Flugzeuge als Sicherheit.
© aero.de | Abb.: Denver Airport | 27.04.2026 10:35







Kommentare (1) Zur Startseite
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Sollen die sich das Geld von denen holen die Dividenden bekommen haben.