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Vor 4 Tagen

Trump stellt Spirit Airlines Staatshilfen in Aussicht

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Spirit Airlines, © Spirit Airlines

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WASHINGTON - "Sehr weit fortgeschrittene Gespräche": Spirit Airlines rechnet mit umfangreichen Staatshilfen. Nach Medieninformationen stellt Washington ein Gesamtpaket über 500 Millionen US-Dollar für den angeschlagenen US-Günstigflieger zusammen - und erhält im Gegenzug die Option auf 90 Prozent der Anteile.

Die US-Regierung hält Spirit Airlines am Leben. Marshall Huebner, der Spirit Airlines als Insolvenzanwalt vertritt, bestätigte laut "Bloomberg" "sehr weit fortschrittene Gespräche" über ein Rettungspaket.

Nach Quellen der Nachrichtenagentur will die US-Regierung die Fluggesellschaft mit rund 500 Millionen US-Dollar stützen - gegen Zugriff auf 90 Prozent der Anteile am Unternehmen.

Spirit Airlines beschäftigt rund 14.000 Mitarbeiter. "Ich würde diese Arbeitsplätze gerne retten", signalisierte US-Präsident Donald Trump jetzt grundsätzliche Bereitschaft für Staatshilfen. "Sobald die Ölpreise wieder sinken, werden wir (Spirit) mit Gewinn verkaufen."

Spirit Airlines durchläuft derzeit das zweite Insolvenzverfahren seit 2024. 

Ein zu Jahresbeginn eng mit Gläubigern abgestimmter Sanierungsplan - "Project Soar" - öffnete für Spirit Airlines einen schmalen Pfad aus der aktuellen Chapter-11-Insolvenz. Bis dritten Quartal 2026 sollte die Flotte auf 76 bis 80 Flugzeuge der Airbus A320ceo-Serie verkleinert werden, um Finanzverbindlichkeiten abzubauen.

Nur ging der Sanierungsplan von Treibstoffpreisen aus, die nach Ausbruch des Iran-Kriegs nicht mehr galten: 2,24 US-Dollar pro Gallone für 2026 und 2,14 US-Dollar für 2026. In den USA tankten Airlines die Gallone Jet-A zu Jahresbeginn für unter 2,00 US-Dollar, der Iran-Krieg hat den Preis im April in Bereiche um 5,00 US-Dollar getrieben.

Die US-Investmentbank Morgan Stanley hatte hochgerechnet, dass Spirit Airlines für 2026 nicht eingeplante Mehrkosten in Höhe von 360 Millionen US-Dollar drohen, wenn der Kerosinpreis auf dem aktuellen Niveau verharrt.

Die US-Regierung hatte zwar die Luftfahrt-Industrie in Krisenzeiten etwa nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 oder in der Corona-Pandemie gestützt - ein Eingreifen zugunsten eines einzelnen Unternehmens wäre aber eine ungewöhnliche Aktion.
© aero.de, dpa | Abb.: Airbus | 24.04.2026 08:21


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