Kritik an Lufthansa-Aus
Älter als 7 Tage

"Bremen-Frankfurt ist keine Luxusverbindung"

Lufthansa Airbus A320
Lufthansa Airbus A320, © Lufthansa

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BREMEN - Der Norden verliert eine wichtige Zubringerverbindung. Die Entscheidung der Lufthansa, die Flugverbindung zwischen Bremen und Frankfurt zum 1. Juli einzustellen, stößt in Bremen auf immer größere Kritik. Die Handelskammer Bremen reagierte "mit völligem Unverständnis" auf die Ankündigung.

Die Kammer habe sich daher direkt an Lufthansa-Chef Carsten Spohr gewandt und fordere ihn auf, "diese Entscheidung zu revidieren", sagte Handelskammer-Präses André Grobien.

"Bremen verliert damit seinen wichtigsten Zugang zum weltweiten Lufthansa-Netz", so Grobien laut Mitteilung. "Für eine der außenhandelsorientiertesten Regionen Deutschlands ist das ein schwerer Schlag."

Die Flüge seien regelmäßig gut ausgelastet, so Grobien weiter. "Vor diesem Hintergrund können wir die Entscheidung der Lufthansa nicht nachvollziehen."

Auch der Wirtschaftsrat der CDU zeigte sich besorgt. "Die Verbindung Bremen-Frankfurt ist keine Luxusverbindung, sondern eine essenzielle Lebensader für Wirtschaft, Wissenschaft und internationale Erreichbarkeit unserer Region", sagte Jörg Müller-Arnecke, Landesvorsitzender des Wirtschaftsrats Bremen, laut Mitteilung.

Den Senat forderte er auf, sich klar zum Erhalt der internationalen Erreichbarkeit Bremens zu bekennen. Gemeinsam mit Lufthansa, dem Flughafen und dem Bund müsse der Senat alle Möglichkeiten zum Erhalt der Verbindung auszuschöpfen. Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten brauche Bremen bessere Anbindungen und keine zusätzlichen Standortnachteile.

CDU fordert bessere Rahmenbedingungen für Airlines

Ähnlich äußerte sich auch die hafen- und wissenschaftspolitische Sprecherin der CDU-Bürgerschaftsfraktion, Susanne Grobien. "Die Anbindung an das internationale Drehkreuz Frankfurt ist für unsere Unternehmen essenziell", sagte sie laut Mitteilung. Rund 30.000 Arbeitsplätze, eine Bruttowertschöpfung von rund 2,3 Milliarden Euro und ein Steueraufkommen von knapp 600 Millionen Euro hingen direkt oder indirekt vom Flughafen ab, so die CDU-Politikerin.

"Der Senat muss jetzt alles daransetzen, dass die Lufthansa ihre Entscheidung noch einmal revidiert", forderte Grobien. "Der Senat Bovenschulte muss endlich dafür sorgen, dass der Flughafen für Airlines wirtschaftlich attraktiv bleibt. Dafür braucht es bessere Rahmenbedingungen, mehr Anreize für Fluggesellschaften und eine klare Strategie zur Sicherung des Standorts."

Bovenschulte: "Schwerer Schlag für Bremen"

Zuvor hatte bereits der Senat die Entscheidung der Lufthansa scharf kritisiert. Der Schritt sei "ein schwerer Schlag für Bremen und den ganzen Nordwesten", sagte Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD) am Sonntag laut Mitteilung. Der Senat werde deshalb alles dafür tun, dass die Entscheidung noch einmal überdacht wird.

Die Lufthansa hatte am Wochenende angekündigt, die Flugverbindung zwischen Bremen und Frankfurt am Main zum 1. Juli einzustellen. Die Entscheidung sei Teil einer Anpassung des Streckennetzes an "Nachfrage, Wirtschaftlichkeit und operative Rahmenbedingungen", hieß es. Bislang gibt es laut Flughafen bis zu fünf Flüge täglich von Bremen nach Frankfurt.
© dpa-AFX, aero.de | Abb.: Lufthansa | 11.05.2026 14:15

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Beitrag vom 15.05.2026 - 08:30 Uhr
Immerwieder erschreckend wie Amateure versuchen Profis deren Geschäft zu erklären bzw. diese für blöd und ahnungslos zu erklären ...

Sie sprechen mir aus der Seele. Lassen Sie mich Ihre Worte mit denjenigen eines großen Wahl-Bremers widergeben. Otto Rehagel hätte gesagt "Man kann doch nicht alten Kutschen versuchen das Peitscheknallen beizubringen".
Beitrag vom 14.05.2026 - 18:30 Uhr
Man gibt am Schalter den Pass ab und schon kommen alle genutzten Flugziele/Sitze etc.auf den Drucker...
Und das soll am LH-Schalter nach dem Ausdruck verloren gehen?
Wer steigt in FRA/MUC aus, sammelt sein Gepäck ein und stellt sich dort in eine Schlange zwecks Weiterflug? Das passiert doch recht selten.
Beitrag vom 14.05.2026 - 17:49 Uhr
Immerwieder erschreckend wie Amateure versuchen Profis deren Geschäft zu erklären bzw. diese für blöd und ahnungslos zu erklären ...


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