"Tropfen auf den heißen Stein"
Älter als 7 Tage

Airlines reicht Senkung der Ticketsteuer nicht aus

Ryanair am BER
Ryanair am BER, © FBB, Günter Wicker

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BERLIN - "Tropfen auf den heißen Stein": Die vom Bundestag beschlossene Absenkung der deutschen Ticketsteuer geht der Luftverkehrsbranche nicht weit genug. Vertreter von Verbänden und Airlines kritisieren zu niedrige Absenkungsbeträge - und fordern weitere Entlastungen des Flugverkehrs.

Der neue Eurowings-Chef Max Kownatzki bezeichnete die Korrektur als "Tropfen auf den heißen Stein".

Er sagte laut Mitteilung: "Die Industrie benötigt deutlich wirksamere Maßnahmen, wenn der Druck auf Kosten und Ticketpreise nachlassen soll - etwa substanzielle Entlastungen bei der Luftverkehrsteuer sowie bei Luftsicherheits- und Flugsicherungsgebühren." Hierzu sind weitere Maßnahmen im Koalitionsvertrag zwischen Union und SPD angekündigt.

Ryanair: Deutscher Markt ist "kaputt"

Es bestehe kein ernsthafter Wille, den "kaputten" deutschen Luftverkehrsmarkt zu reformieren, erklärte der Chef des Billigfliegers Ryanair, Eddie Wilson, nach der Entscheidung. Deutschland werde zu teuer für Wachstum, weshalb man Flugzeuge in andere Länder verlege.

Wilson lockte: "Ryanair könnte das Passagieraufkommen in Deutschland auf 34 Millionen Passagiere pro Jahr verdoppeln und Tausende neue Arbeitsplätze schaffen, allerdings nur, wenn die Bundesregierung endlich tiefgreifende Kostenreformen umsetzt."

Der Airline-Verband BDF kritisierte Details des Gesetzes. So seien die Sätze nicht wie versprochen vollständig auf das Niveau vom Mai 2024 abgesenkt worden. Die damals tatsächlich gezahlten Steuersätze waren niedriger ausgefallen, weil das Finanzministerium Einnahmen aus dem Emissionshandel angerechnet hatte. Dieser 2024 abgeschaffte Anpassungsmechanismus sei leider nicht wieder in das Gesetz zurückgeholt worden, klagt der Verband.

Steuer zeitweise ganz aussetzen?

Der Präsident des Bundesverbands der deutschen Luftverkehrswirtschaft, Jens Bischof, schlägt eine zeitweise vollständige Aussetzung der Ticketsteuer vor, um die Airlines angesichts der wegen des Iran-Kriegs stark gestiegenen Kerosinkosten zu stützen. Der begrüßenswerten Absenkung der Steuer müssten weitere Schritte folgen.

Die Belastung pro Fluggast sinke aber nur um 2,50 Euro, wo eigentlich 15 Euro benötigt würden, um den Luftverkehrsstandort wieder wettbewerbsfähig zu machen.

Der Bundestag hatte am Donnerstag beschlossen, die Ticketsteuer bei Abflügen aus Deutschland ab Juli zu senken. Mit der Gesetzesänderung sinkt die Abgabe je nach Strecke um einen Betrag zwischen 2,50 Euro und 11,40 Euro pro Flug. Damit wird ein Großteil der letzten Erhöhung zurückgenommen.

Im Gesetzentwurf wird für das laufende Jahr ein Einnahmen-Minus von 185 Millionen Euro errechnet. Bis 2030 steigt der jährliche Fehlbetrag auf 355 Millionen Euro.
© dpa-AFX, aero.de | Abb.: Eurowings | 22.05.2026 10:33

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Beitrag vom 25.05.2026 - 14:23 Uhr
Eigentlich ist es ganz einfach. Alle Belastungen die in Form von Abgaben und Steuern spezifisch für den Luftfahrtsektor gelten müssen ersatzlos gestrichen werden. Der Staat muss sich radikal aus der Fläche zurückziehen und sich auf seine Kernaufgaben konzentrieren. Mehr nicht. Ist wie mit der „Luftsteuer“ aka CO2-Steuer. Der Staat nimmt den Unternehmen Gelder weg, die sie anderswo nicht mehr investieren können. Die Unternehmen wissen besser, wie sie ihr Geld investieren, um daraus eine größere Wertschöpfung und damit auch mehr Steuereinnahmen zu generieren.
Schon mal überlegt, woher die Mittel stammen. mit denen Flughäfen an die Infrastruktur angebunden werden? Und woher die Mittel stammen, mit denen die Unternehmen an die Infrastruktur angebunden werden? Oder woher die Mittel für Straßenbau und Schienenverkehr? Oder gar für die die Straße vor der eigenen Haustür? Also: alles hohles Geschwätz, was Sie so absondern.
Beitrag vom 24.05.2026 - 09:35 Uhr
Eine Branche, die wenig Innovation liefert aber zuverlässig Geld verdient, fordert mehr Rendite.
Beitrag vom 22.05.2026 - 19:17 Uhr
Eigentlich ist es ganz einfach. Alle Belastungen die in Form von Abgaben und Steuern spezifisch für den Luftfahrtsektor gelten müssen ersatzlos gestrichen werden. Der Staat muss sich radikal aus der Fläche zurückziehen und sich auf seine Kernaufgaben konzentrieren. Mehr nicht.

Finde ich auch. Wozu braucht der Staat Abgaben und Steuern spezifisch für eine Branche? Weg mit der Sektsteuer, belastet nur die Hersteller. Weg mit der Mineralölsteuer, belastet nur Big Oil. Und genaugenommen weg mit der Einkommensteuer, belastet doch nur die Branche der Dummen. Und das sind nur die paar Steuern, Abgaben gibt es noch mehr. Wozu noch Abgaben zahlen für Stromleitungen, der Blitz kommt doch eh über die Luft.



Der Staat nimmt den Unternehmen Gelder weg, die sie anderswo nicht mehr investieren können.

Dafür investiert er aber anderswo, wo die Unternehmen es nicht können, wollen oder tun. Es soll ja sogar vorkommen, dass er sich an Flughäfen und Fluglinien beteiligt, um deren maroden Zustand aufzufangen.



Die Unternehmen wissen besser, wie sie ihr Geld investieren, um daraus eine größere Wertschöpfung und damit auch mehr Steuereinnahmen zu generieren.

Da lacht des Managers Herz, schliesst das lokale Werk und baut in Ungarn, Rumänien oder gleich in China neu auf. Mit freundlicher Unterstützung durch den deutschen Steuerzahler.


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