FRANKFURT - Den deutschen Sonderweg bei E-Kerosin hatte die Bundesregierung Ende 2025 gestoppt - eine Unterquote für nachhaltigen Treibstoff holt Fluggesellschaften auf EU-Ebene aber spätestens 2030 wieder ein. Lufthansa hält auch das für nicht machbar. Der Konzern hadert mit der Quote.
Seit 2025 müssen Fluggesellschaften in der EU nachhaltigen Treibstoff beitanken, nicht nur dessen Quoten steigen sukzessive an.
Ab 2030 gilt eine Unterquote für strombasierte Kraftstoffe (PtL) von 1,2 Prozent, die bis 2050 auf 35 Prozent anwachsen soll.
Lufthansa zweifelt an ausreichender Verfügbarkeit. "Diese Quote wird wegen mangelnder Verfügbarkeit nicht erfüllbar sein", teilte Lufthansa mit. "Strombasierte Kraftstoffe werden bislang noch nicht in industriellen Mengen produziert."
Eigentlich sollten Fluggesellschaften in Deutschland schon in diesem Jahr 0,5 Prozent E-Kerosin vertanken. Die Bundesregierung hatte das Inkrafttreten des Sonderwegs im Dezember 2025 aber gestoppt.
"In ganz Europa gibt es keine PtL-Fabrik, die industriell relevante Mengen produziert", kritisiert Lufthansa. "Bereits begonnene Projekte wurden sogar auf Eis gelegt. Damit droht die Quote für EU-Airlines Strafzahlungen in Milliardenhöhe auszulösen - ohne Nutzen für den Klimaschutz. Die EU-Kommission muss die Quote daher solange verschieben, bis ausreichende PtL-Mengen wirtschaftlich verfügbar sind."
© aero.de | Abb.: A. Mohl | 22.05.2026 06:43
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Beitrag vom 23.05.2026 - 21:25 Uhr
Ich kann einfach nicth verstehen, warum die Forschung bzgl. elektrischer Flugzeuge nicht weitergeht. Chinesische Batteriehersteller vermarkten aktiv Batterien mit 500Wh/kg.
So sollten sich wenigstens Zubringer bereits mit Maschinen für bis zu 80 Pax umsetzen lassen.
Triebwerk mit 50% Wirkungsgrad holt aus einem kg Kerosin 5.000Wh, also Faktor 10 zu der o.g. Batterie Leistung. Damit kann man auch einen 80Paxe Zubringer nicht wirtschaftlich betreiben. Auch die Chinesen können keine Wunder vollbringen und wohlwissend bestellen sie derzeit Mengen von A und B Fliegern.
Bei Jet-Triebwerken ja, bei Turboprops geht die Kraft auf die Welle und dann zum Propeller.
Wenn ich 2*3.000KW auf die Welle bringe, kann ich da schon etwas reißen, ein Elektromotor mit mehr viel Drehmoment, kann da schon einiges liefern.
Unsere Industrie ist für innerdeutsch (500 nm, 80 Paxe) einfach zu stumpf in die Vorleistung zu gehen.
Das Ergebnis wird man in einer geringen Verfügbarkeit an Kerosin sehen. Denn mit jeder strebenden Tankstelle, stirbt auch ein Stück Raffinerie und damit auch ein Stück Versorgung an Kerosin.
Aktuell arbeitet keiner an einer Antriebswende, wir werden sehen, ob der platte Schrei nach E-Fuels etwas bringen wird. Ich denke nicht, die Airline Industrie schafft tut sich auf der Kurzstrecke selbst weh.
Wenn die Verkaufszahlen an E-Autos und Wärmepumpen weiter anziehen, wird der Focus auf dieser Industrie höher werden, jammern wird hier nicht helfen.
Beitrag vom 23.05.2026 - 08:45 Uhr
Ist es nicht so das der Anbieter eines Produktes (hier Flüge) selbst dafür sorgen muss das sein Produkt den gesetzlichen Bestimmungen (hier: aus Klimatechnischen Notwendigkeiten) entspricht?
Ja, selbstverständlich. Ähnlich wie beim GEG kann man aber gesetzlichen Bestimmungen verändern.
Beitrag vom 22.05.2026 - 21:10 Uhr
Ich kann einfach nicth verstehen, warum die Forschung bzgl. elektrischer Flugzeuge nicht weitergeht. Chinesische Batteriehersteller vermarkten aktiv Batterien mit 500Wh/kg.
So sollten sich wenigstens Zubringer bereits mit Maschinen für bis zu 80 Pax umsetzen lassen.
Triebwerk mit 50% Wirkungsgrad holt aus einem kg Kerosin 5.000Wh, also Faktor 10 zu der o.g. Batterie Leistung. Damit kann man auch einen 80Paxe Zubringer nicht wirtschaftlich betreiben. Auch die Chinesen können keine Wunder vollbringen und wohlwissend bestellen sie derzeit Mengen von A und B Fliegern.
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So sollten sich wenigstens Zubringer bereits mit Maschinen für bis zu 80 Pax umsetzen lassen.
Triebwerk mit 50% Wirkungsgrad holt aus einem kg Kerosin 5.000Wh, also Faktor 10 zu der o.g. Batterie Leistung. Damit kann man auch einen 80Paxe Zubringer nicht wirtschaftlich betreiben. Auch die Chinesen können keine Wunder vollbringen und wohlwissend bestellen sie derzeit Mengen von A und B Fliegern.
Bei Jet-Triebwerken ja, bei Turboprops geht die Kraft auf die Welle und dann zum Propeller.
Wenn ich 2*3.000KW auf die Welle bringe, kann ich da schon etwas reißen, ein Elektromotor mit mehr viel Drehmoment, kann da schon einiges liefern.
Unsere Industrie ist für innerdeutsch (500 nm, 80 Paxe) einfach zu stumpf in die Vorleistung zu gehen.
Das Ergebnis wird man in einer geringen Verfügbarkeit an Kerosin sehen. Denn mit jeder strebenden Tankstelle, stirbt auch ein Stück Raffinerie und damit auch ein Stück Versorgung an Kerosin.
Aktuell arbeitet keiner an einer Antriebswende, wir werden sehen, ob der platte Schrei nach E-Fuels etwas bringen wird. Ich denke nicht, die Airline Industrie schafft tut sich auf der Kurzstrecke selbst weh.
Wenn die Verkaufszahlen an E-Autos und Wärmepumpen weiter anziehen, wird der Focus auf dieser Industrie höher werden, jammern wird hier nicht helfen.
Ja, selbstverständlich. Ähnlich wie beim GEG kann man aber gesetzlichen Bestimmungen verändern.
So sollten sich wenigstens Zubringer bereits mit Maschinen für bis zu 80 Pax umsetzen lassen.
Triebwerk mit 50% Wirkungsgrad holt aus einem kg Kerosin 5.000Wh, also Faktor 10 zu der o.g. Batterie Leistung. Damit kann man auch einen 80Paxe Zubringer nicht wirtschaftlich betreiben. Auch die Chinesen können keine Wunder vollbringen und wohlwissend bestellen sie derzeit Mengen von A und B Fliegern.