Gefälschte Zertifikate
Älter als 7 Tage

Behörde lässt A220-Pylone überprüfen

Airbus A220-300
Airbus A220-300, © Airbus

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OTTAWA - Transport Canada erlässt eine Lufttüchtigkeitsanweisung für die Airbus-Modelle A220-100 und A220-300. Bestimmte Verbindungselemente der Triebwerkspylone wurden möglicherweise aus einer nicht zugelassenen Titanlegierung gefertigt - und mit gefälschten Materialnachweisen geliefert.

Pylone verstreben Tragflächen mit Triebwerken. Die extrem stabile Aufhängung hält das Triebwerk auch unter Vollast sicher in Position.

An der Materialintegrität bestimmter A220-Pylone bestehen Zweifel. 

Nach Angaben der kanadischen Luftfahrtbehörde Transport Canada wurden Materialzertifikate hinter bestimmten Chargen gefälscht, wodurch die Werkstoffqualität von zwei Titanelementen der Pylonstruktur nicht zweifelsfrei nachgewiesen werden kann.

Eine minderwertige Legierung, so die Sorge der Behörde, könnte die Stabilität der Teile beeinträchtigen - und auf Dauer Strukturschäden nach sich ziehen.

Entlang einer aktuellen Lufttüchtigkeitsanweisung (PDF) müssen Betreiber jetzt prüfen, ob in A220-Pylonen Bauteile mit den identifizierten Seriennummern eingebaut sind. Diese Komponenten müssen vor Erreichen festgelegter Betriebsgrenzen - 8.500 Flugzyklen oder 17.000 Flugstunden - ersetzt werden.
© aero.de | Abb.: Airbus | 24.06.2026 06:16


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