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Lufthansa will 2027 weitere Interkontflugzeuge bestellen

Lufthansa Airbus A350-900 in München
Lufthansa Airbus A350-900 in München, © Lufthansa

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FRANKFURT - Lufthansa strebt nach einem Medienbericht weitere Investitionen in die Interkontflotte an - der Konzern will 2027 im Topsegment aufstocken und entweder zusätzliche Airbus A350-1000 oder Boeing 777-9 nachordern. Die Kurzstrecke bleibt das Sorgenkind. Hier zeichnen sich weitere Einschnitte ab.

Zehn Airbus A350-900, zehn Boeing 787-9: Lufthansa hat erst vor wenigen Wochen 20 Flugzeuge für die Interkontflotte nachbestellt. Die Maschinen sollen ab 2032 älteres Gerät ersetzen.

2027 will Lufthansa will eine Kategorie höher zuschlagen. Der Konzern plane eine Bestellung weiterer Airbus A350-1000 oder Boeing 777-9, machte Lufthansa-Chef Carsten Spohr nach "SZ"-Informationen auf einer Mitarbeiterveranstaltung die Pläne publik.

Lufthansa erwartet die erste A350-1000 Richtung Herbst 2026, die erste 777-9 im ersten Quartal 2027. Der Konzern hat 15 A350-1000 und 20 777-9 fest bestellt, hält in beiden Programmen aber noch Optionspakete. Über die Rechte kann Lufthansa 25 A350-1000 und 24 777-9 nachordern.

Die A350-1000 spielt in der Lufthansa-Flottenplanung als möglicher A380-Nachfolger in München und 777-300ER-Nachfolger bei Swiss in Zürich eine Schlüsselrolle.

In München hat Lufthansa mit dem Flughafenbetreiber gerade eine Erweiterung des T2-Joint-Ventures vereinbart - ein Anbau am Satellitenterminal, der sogenannte T-Stiel, soll die Terminalkapazität um zehn Millionen Fluggäste pro Jahr erhöhen. Lufthansa will mehr Interkont- und Umsteigeverkehr über München aussteuern.

Zu viele Verluststrecken im Europanetz

Im europäischen Zubringernetz von Lufthansa zeichnen sich nach dem Sofort-Aus von Cityline im April 2026 weitere Einschnitte ab. "Wir haben immer noch zu viele Strecken, die Verluste bringen", Spohr laut "SZ" auf der Veranstaltung. Lufthansa will demnach noch rechnerisch bis zu 15 weitere Flugzeuge aus dem Programm nehmen.

Lufthansa-Konzernvorstand Dieter Vranckx stülpt Lufthansa gerade eine neue Verkehrssteuerung über die sechs Konzerndrehkreuze über. Die könnte bis 2028 weitere Kurzstrecken kosten.

Der Konzern werde Kapazitäten dort abbauen, wo dies "wirtschaftlich geboten" ist, starke Regionen aber weiter mit mindestens einem Drehkreuz vernetzen, sagte der Manager dem "Handelsblatt".

Besonders bei der Kernmarke Lufthansa Classic wird die Strategie sichtbar - Lufthansa beklagt hier zu hohe Arbeitskosten und prüft eine stärkere Ausrichtung der Kerngesellschaft auf das Langstreckengeschäft.
© aero.de | Abb.: Lufthansa | 29.06.2026 16:00

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Beitrag vom 30.06.2026 - 10:42 Uhr
Da man bei LH mit München wesentlich zufriedener und am Terminal2 beteiligt ist und auch insgesamt niedrigere Kosten gegenüber Frankfurt hat, liegend die Chancen ganz gut beim A35k.
"Die Kosten pro Passagiere seien dort (München) rund zehn Euro geringer, daher habe Lufthansa einen Anreiz, weiter stark auf München zu setzen." so Spohr

Am Ende wird die Kernmarke mit Sicherheit nur noch die Langstrecke bedienen."Lufthansa City" und Eurowings werden den Europa-Verkehr und Zubringer zu den Drehkreuzen Frankfurt und München leisten.


Dieser Beitrag wurde am 30.06.2026 10:45 Uhr bearbeitet.


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