EU-EES
Gestern, 08:35 Uhr

Flughäfen beklagen lange Wartezeiten an der Grenzkontrolle

EU EES am Flughafen Nürnberg
EU EES am Flughafen Nürnberg, © Flughafen Nürnberg

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FRANKFURT - Bis zu zwei Stunden Schlange stehen für die Ein- oder Ausreise: Warum das neue EU-Grenzkontrollsystem an deutschen Flughäfen für Frust sorgt und was die ADV-Präsidentin jetzt fordert.

Der deutsche Flughafenverband ADV hat überlange Wartezeiten an den Grenzkontrollen beklagt. Die Abfertigungszeiten für Reisende aus Drittstaaten seien mit Einführung des neuen europäischen Entry/Exit-System (EES) deutlich angestiegen, sagte die ADV-Präsidentin und Berliner Flughafenchefin Aletta von Massenbach der Deutschen Presse-Agentur.

Es komme vielfach zu "unzumutbar langen Wartezeiten", die an einzelnen Standorten bereits bis zu zwei Stunden betragen hätten.

Mit dem EES werden seit Oktober 2025 die Grenzkontrollen in Europa schrittweise modernisiert. Bürger aus dem Nicht-Schengen-Raum müssen vor jedem Grenzübertritt biometrische Merkmale (Fingerabdruck, Foto) und Passdaten abgeben, was im Vorlauf über Selbstbedienungs-Kioske laufen soll und länger dauert als das bisherige Verfahren. Das System soll der Terror- und Kriminalitätsabwehr dienen.

Schon in den ersten Monaten wurden laut EU-Kommission Tausende Einreisen verweigert und Hunderte Verdächtige identifiziert. Deutsche und weitere Reisende aus dem Schengenraum sind nicht betroffen.

Bundespolizei soll flexibler handeln

"Die größten Engpässe entstehen durch die zeitaufwendige biometrische Erfassung beim erstmaligen Grenzübertritt sowie durch das Fehlen einer digitalen Voraberfassung der Passagierdaten", sagte die ADV-Präsidentin. Die Flughäfen erwarteten von Bundesinnenministerium und der Bundespolizei, dass die bestehenden Flexibilitätsmöglichkeiten konsequent genutzt würden.

Nach EU-Vorgaben darf die biometrische Erfassung zeitweise ausgesetzt werden, wenn sich unzumutbar lange Warteschlangen bilden.

Digitale Lösungen wie die Vorbereitungs-App müssten mit höchster Priorität vorangetrieben werden. Laut EU steht die Smartphone-Anwendung, mit der sich Reisende auf die Kontrolle vorbereiten können, bereits zur Verfügung. Sie sei bislang aber nur von Schweden und Portugal übernommen worden.
© dpa, aero.de | Abb.: Flughafen Nürnberg | 04.07.2026 08:35

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Beitrag vom 04.07.2026 - 23:18 Uhr
[Loriot]Ach![/Loriot]
Kaum macht die EU, was die konservativen Kontroll-Freaks in der EVP zusammen mit den Rechten fordern und führt eine Erkennungsdienstliche Behandlung inklusive biometrischer Merkmale aller bösen Ausländer bei Einreise ein, damit auch ja keiner illegal Asyl beantragt, schon hat diese Entscheidung negative Konsequenzen?
Für alle?

Das konnte ja nun wirklich keiner ahnen.

Dieser Beitrag wurde am 04.07.2026 23:19 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 04.07.2026 - 18:16 Uhr
Vielleicht hat man sich wg. der WM auf 0,8 Minute pro Pax geeinigt.
Vor 2 oder 3 Jahren musste ich in FRA von LH international nach LH national.... Am Scanner waren 2 Personen, die sich nur etwas durch die Gepäckstücke stören liessen. LH-MA kannten das "Problem" an dieser Stelle. Sie waren davon ebenfalls betroffen. Es gab keine Lösung.
Beitrag vom 04.07.2026 - 11:01 Uhr
Das ist unfassbar, was sich da teils abspielt. Bin demletzt mal wieder von FRA abgeflogen. Die Leute standen in B noch bis in die hinterste Ecke der Handgepäckskontrolle gedrängt und es war auch für Deutsche Staatsbürger fast kein durchkommen mehr bis zur automatischen Ausreise, das sind ja mehr als 100m zu gehen.

Auf dem Rückweg hat’s dann dem Fass den Boden ausgeschlagen. Eine Schlange mit mehrfachen Windungen von B bis nach C rüber. Da die automatischen Scanner zusätzlich ausgefallen waren, durfte ich mich da mit anstellen. Die Schlange war mehr als einen halben Kilometer lang. Und vorne waren 4 Schalter mit Grenzbeamten besetzt. Erst nachdem man mehr Beamte angekarrt hatte ging es etwas schneller. Wartezeit für mich 1,5 Stunden.


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