Peter Gerber
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Condor-Chef offen für Verkauf an Airline vom Golf

Neue Condor-Zentrale
Neue Condor-Zentrale, © Condor

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FRANKFURT - Condor ist auf der Suche nach neuen Eigentümern. Ihr Chef kann sich auch einen Verkauf an Airlines vom Golf vorstellen. Zuletzt hatte Condor eine Allianz mit einer Fluggesellschaft ausgebaut.

Der staatlich gestützte Ferienflieger Condor schließt bei der Suche nach einem neuen Eigentümer auch Interessenten aus der Golfregion nicht aus. "Natürlich muss man kein Prophet sein, um zu sagen, dass sich Condor wahrscheinlich an einem größeren Konglomerat andocken wird", sagte Condor-Chef Peter Gerber dem Magazin "Stern".

Da Marktführer Lufthansa aus wettbewerbsrechtlichen Gründen als Käufer ausscheide, nannte Gerber als mögliche Kandidaten unter anderem Airlines wie Emirates, Etihad oder Qatar Airways.

"Das sind ebenfalls starke Anbieter, die sich nach den Erfahrungen mit den USA im Irankrieg vielleicht weniger abhängig vom Heimatmarkt machen wollen und auch offen für Partner aus anderen Regionen sein könnten", so Gerber. Auch Turkish Airlines sei ein Anbieter, der in Europa wachsen wolle.

Condor unterhält bereits Partnerschaften mit Emirates und Etihad Airways. Mit Etihad Airways baut Condor ein Verkehrsbündnis gerade aus.

In Frankfurt siedelt Condor 2027 ins neue Terminal 3 über, das auch von allen drei Golfairlines genutzt wird. Turkish Airlines gilt ebenfalls als T3-Kandidatin.

Condor erzielt Ergebnisplus

Condor musste in der Corona-Krise mit einem staatlichen Kredit in Millionenhöhe gestützt werden und befindet sich seitdem zu 49 Prozent in staatlicher Hand. Der Staat will diesen Anteil wieder veräußern. Weitere 51 Prozent gehören dem britischen Finanzinvestor Attestor, der 2021 bei Condor eingestiegen war.

Vor Steuern ‌und ?Zinsen konnte Condor ihr Betriebsergebnis im vergangenen Geschäftsrjahr bei 2,35 Milliarden Euro Umsatz auf 151 Millionen Euro ausbauen. Mit einer auf 70 Flugzeuge gewachsenen Flotte steigerte sich die Fluggesellschaften um 13 Prozent auf 9,6 ?Millionen Fluggäste.
© dpa-AFX, aero.de | Abb.: Condor | 05.07.2026 06:20

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Beitrag vom 06.07.2026 - 11:55 Uhr
Dieser Artikel ist erschreckend schlecht geschrieben.Es wird suggeriert, als ob Condor komplett verkauft werden soll. Dabei handelt es sich nur um den staatlichen Anteil von 49%.
Wie kommen sie denn darauf? Attestor will gerne das ganze Paket Marabu/Condor loswerden. Deren Business Case ist abgeschlossen. Da die Investoren scheinbar nicht Schlange stehen, müssen die das akzeptieren, was der nächste Investor will. Zwischen 1 und 100% könnte das alles sein. Oder sie bleiben auf der Airline sitzen und müssen sie weiterbetreiben. Damit ist aber zu wenig zu verdienen.

Woher wissen Sie:
"Attestor will gerne das ganze Paket Marabu/Condor loswerden. Deren Business Case ist abgeschlossen."
das so genau?

Vielleicht ist das ja auch ein Szenario:
Attestor übernimmt komplett und behält die Nerven, betreibt Condor weiter, macht sie (noch) attraktiver - anstatt 'panisch' zu verkaufen!?

Ich weiß das würde einigen hier (und dem LHG Management) nicht so wirklich gefallen. Aber in Bezug auf Wettbewerb im Flugverkehr in und aus Deutschland wäre (z.B. auch aus Verbrauchersicht) doch eine größere deutsche Airline schon wünschenswert. Nicht das dann noch jemand auf die Idee käme z.B. EK mehr Landerechte in Deutschland einzuräumen - wegen Wettbewerb... ;) .

In diesem Kontext:
vielleicht auch erstmal die nächsten Zahlen von Condor abwarten?
Beitrag vom 06.07.2026 - 10:14 Uhr
In jedem der 4 genannten Szenarien (Quatar, Emirates, Etihad, Turkish) wird Condor zu einem Zubringerdienst für die Interkontverbindungen der Muttergesellschaft. Das wäre zumindest für die Vielfalt und die Belegschaft eher schade.

Die Tendenz, dass man von deutschen Airports erstmal zu einem Hub nach Westen oder Nahosten fliegt, wäre damit erneut verstärkt.
Beitrag vom 06.07.2026 - 09:27 Uhr
Nicht ganz ... Bestimmte Vermögenswerte wie Landerechte sind dann erst mal weg und können neu vergeben werden. Landen damit also nicht automatisch bei einer LH sondern könnten auch von der Konkurrenz beansprucht werden. So gesehen gibt es da schon einen Unterschied.


Ja das ist schon richtig - es ist nicht alles verkehrt daran, über eine Insolvenz die Vermögenswerte aufzuteilen. Alles hat mehrere Seiten.


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