Verwandte Themen
13 Etagen, knapp 3.000 Stellplätze - und ein Palettenlager für Spezialfracht und kühlpflichtige Sendungen: Lufthansa Cargo arbeitet am Drehkreuz Frankfurt seit Monatsanfang mit modernster Infrastruktur.
Das Hochregallager im "LCCevo" leistet mehr als 300 Ein- und Auslagerungen pro Stunde - und verdoppelt damit die Kapazität des Standorts. Kein Frachtstück soll im Regelfall länger als 24 Stunden im "LCCevo" auf die Weiterbeförderung warten.
Vorerst fährt Lufthansa Cargo in Frankfurt einen Parallelbetrieb - das seit 1982 verwendete Lager geht erst vom Netz, sobald das Hochregallager stabil hochgelaufen ist.
"Nach den ersten Betriebstagen ziehen wir eine positive Zwischenbilanz", sagte ein Lufthansa-Cargo-Sprecher aero.de am Donnerstag. Mit der Inbetriebnahme (...) Anfang Juli sind die neuen Systeme erfolgreich in den Echtbetrieb gestartet und werden derzeit wie geplant schrittweise in den Regelbetrieb überführt."
In den ersten Betriebstagen konnten laut Lufthansa Cargo bereits "rund 90 Prozent der Exportsendungen" direkt über das MLP-System eingelagert werden. In der "Anlaufphase" werden laut Lufthansa Cargo aktuell noch "einzelne Sensor-, Software- und Prozesseinstellungen" feinjustiert.
"Auch die Anfang Juli gestartete Belly-/AKH-Container-Abfertigung im neuen Hallenbereich entwickelt sich planmäßig", so der Sprecher. "Insgesamt bestätigen die ersten Betriebstage, dass die neuen Materialfluss- und Lagersysteme zuverlässig arbeiten und von den Mitarbeitenden sehr gut angenommen werden."
Lufthansa Cargo investiert 600 Millionen Euro am Frankfurter Flughafen. "Wir erwarten im Vollbetrieb Produktivitätsgewinne von 25 bis 30 Prozent", hatte Lufthansa-Cargo-Chef Ashwin Bhat vor der Inbetriebnahme der "DVZ" in einem Interview gesagt. "Das alte Lufthansa Cargo Center (LCC) läuft inzwischen seit 1982 ununterbrochen, ohne jemals grundlegend modernisiert worden zu sein."
Lufthansa Cargo schwingt die Abrissbirne
Lufthansa Cargo hatte mit dem Großprojekt "LCCevo" lange gehadert - und schließlich eine Umsetzung in drei Bauschnitten beschlossen: Alpha, Bravo und Charlie.
"Mit der Inbetriebnahme von Alpha ist der erste und zugleich wichtigste Bauabschnitt des Projekts LCCevo erfolgreich abgeschlossen", sagte der Sprecher aero.de. "In den kommenden Bauphasen Bravo und Charlie wird die Modernisierung des Lufthansa Cargo Hubs in Frankfurt schrittweise fortgesetzt."
Für "Bravo" steckt Lufthansa Cargo ein Baufenster von 2027 bis 2029 ab, in dem unter anderem das bisherige Lager und südliche Gebäudeteile abgerissen werden. So entsteht Platz für neue Hallenflächen und Büros. In der Endphase "Charlie" will Lufthansa Cargo nördliche Gebäudeteile und -technik sanieren.
"LCCevo" wir "Lufthansa Cargo Campus"
"Im Fokus stehen dabei die Erneuerung weiterer Lager- und Umschlagbereiche sowie die schrittweise Integration zusätzlicher automatisierter Systeme in den laufenden Betrieb und eine Fortführung der neuen zentralen Materialflussachse", so Lufthansa Cargo. Das "LCCevo" firmiert nun als "Lufthansa Cargo Campus".
Luftfracht ist ein stabiles Wachstumsfeld. Am Lufthansa-Cargo-Drehkreuz Frankfurt rechnet Betreiber Fraport bis 2040 mit mindestens 50 Prozent mehr Cargoumschlag als im bisherigen Spitzenjahr 2021. Lufthansa Cargo fertigt in Frankfurt rund jede zweite Tonne Luftfracht ab.
© aero.de | Abb.: Lufthansa Cargo | 09.07.2026 11:53







Kommentare (0) Zur Startseite
Um einen Kommentar schreiben zu können, müssen Sie sich bei aero.de registrieren oder einloggen.