Das Wissen, das die Ukraine über den Einsatz von Drohnen- und Drohnenabwehrsystemen erworben habe, sei wahrhaft einzigartig, sagte sie. Europa verfüge hingegen über enorme technologische und industrielle Kapazitäten und habe sichere und geschützte Produktionsstandorte, die zur Ausweitung der Fertigung beitragen könnten.
"Die Ereignisse hier und in anderen Teilen der Welt haben uns gezeigt, wie wichtig es für unsere Sicherheit ist, einsatzerprobte Drohnensysteme schnell und in großer Stückzahl bereitstellen zu können", sagte sie mit Blick auf die Kriege in der Ukraine und im Iran. Ziel des "Drohnen-Deals" sei es, die nötigen Impulse zu geben, um Investitionen und Produktion entscheidend zu steigern.
Von der Leyen kündigte zudem an, dass die EU aus ihrem 90 Milliarden Euro schweren Finanzhilfepaket für die Ukraine eine weitere Milliarde Euro für die Beschaffung von Drohnen ausgezahlt habe. Diese Milliarde kommt zu den 3,9 Milliarden Euro hinzu, die bereits im Juni für diesen Zweck überwiesen wurden. Eine weitere zweistellige Milliardensumme für die Finanzierung von weiteren Drohnen, Marschflugkörpern und Kampfjets soll noch folgen.
Neben der EU-Kommissionspräsidentin trafen auch mehrere Staats- und Regierungschefs aus Südosteuropa in Kiew zu einem Gipfel ein. Es gehe darum, das politische Zusammenspiel und die Kooperation im Sicherheits- und Verteidigungsbereich zu stärken, teilte der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha auf der Plattform X mit.
Ukrainer beschießen russische Tanker im Schwarzen Meer
Die ukrainischen Drohnentruppen haben derweil nach eigenen Angaben mit dem Beschuss russischer Tanker im Schwarzen Meer begonnen. "Die ersten 20 Tanker im Schwarzen Meer wurden in der Nacht zum 15. Juli erledigt", schrieb der Chef der ukrainischen Drohnentruppen, Robert Browdi, in seinem Telegramkanal. Die Drohnen hätten 17 Öltanker, 2 Gastanker und 1 Schleppschiff getroffen.
Die Angaben waren zunächst nicht unabhängig zu prüfen. Zuvor berichteten die Ukrainer, im Asowschen Meer aktiv gewesen zu sein. Nach Angaben Browdis wurden im Asowschen Meer insgesamt 116 Schiffe attackiert. Damit sei "die erste Runde des Seekriegs beendet", schrieb er.
Nun gehe es darum, im Schwarzen Meer mindestens genauso viele russische Tanker zur Strecke zu bringen. Seiner Darstellung nach konzentriert sich die Ukraine dabei auf Schiffe der russischen Schattenflotte, die Moskau zur Umgehung westlicher Sanktionen nutzt. Das Asowsche Meer ist ein Randmeer des Schwarzen Meeres, verbunden mit diesem durch die Meerenge von Kertsch.
© dpa-AFX, aero.de | Abb.: DIVIDS | 16.07.2026 06:48







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