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Airbus nennt weder Zeitpunkt noch Betreiber - ein Zwischenfall auf einem A320-Flug soll andere Crews aber für Gefahren durch "nicht-zertifiziertes Equipment an Cockpitfenstern" sensibilisieren.
In einer A320 setzt die Scheibenheizung das rechte Cockpitseitenfenster im Flug unter hohe Temperatur - ein Warnsystem löst aus, die Piloten unterbrechen den Stromkreislauf. Im Anflug auf den Zielflughafen zieht sich auf 1.000 Fuß die innere Acrylschicht des Fensters zusammen, die äußere Struktur bleibt intakt.
Airbus lässt das Fenster nach dem Vorfall vom Hersteller überprüfen. Experten stoßen auf die Fehlerquelle - ein defekter Sensor trieb die Scheibenheizung hoch. Das spätere Materialversagen hatte aber noch einen weiteren Grund: Die Piloten hatten eine nicht-zugelassene Sonnenblende vor das Fenster geklemmt.
Dadurch sei zwischen Fenster und Blende "Stauhitze" entstanden - das Fenster konnte die hohe Temperatur nicht ins Cockpit ableiten. Die Baumarkt-Blende zeigte nach der Landung ebenfalls einen sichtbaren Hitzeschaden.
Ähnlicher Effekt durch Saugnapfhalterungen
Airbus warnt in diesem Zusammenhang nicht nur vor Sonnenblenden, sondern vor jeglichen nicht-zugelassener Gadgets im Cockpit - und explizit vor Saugnapfhalterungen, mit denen sich etwa Kameras am Fenster befestigen lassen.
Auch hiermit sei es bereits zu Fällen "lokaler Überhitzung" und "Blasenbildung" in der inneren Scheibenschicht gekommen. Ferner bestehe die Gefahr, dass sich die Saugnäpfe im Flug lösen - und befestigtes Gerät auf Bedienfelder fällt.
© aero.de | Abb.: Airbus | 16.07.2026 06:16








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