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Boeing reicht die 737 MAX 7 und 737 MAX 10 nach. Die Arbeitspakete zur Zulassung der 737 MAX 7 seien weitgehend "abgeschlossen", sagte Boeing-Programmmanager Chris Payne vor Medienvertretern.
Laut Kreisen könnte Boeing noch vor dem Monatsende die Zulassungsurkunde der FAA für die 737 MAX 7 erhalten. Das Einstiegsmodell wird mit 3.800 Meilen Einsatzradius die reichweitenstärkste 737 MAX, bedient mit 135 bis 160 Passagieren aber eher eine Marktnische.
Kommerziell wichtiger ist für Boeing die 737 MAX 10. Hier sei die Flugerprobung nach 2.060 Flugstunden und 972 Flügen "zu 98 Prozent" abgeschlossen, sagte Payne.
Boeing musste für die Nachzügler das System zur Triebwerksenteisung überarbeiten - an 737 MAX 8 und 737 MAX 9 darf die Triebwerksenteisung in trockener Umgebung nicht länger als fünf Minuten laufen. Sonst drohen Überhitzungsschäden am Verbundmaterial, im schlimmsten Fall kann sich dadurch die Einlasslippe lösen.
Neue Warnung bei AoA-Fehlern
Die gefundene Lösung soll Airlines auch als Nachrüstkit zur Verfügung gestellt werden, kündigte Boeing an. Der Hersteller hat für die 737 MAX zudem ein neues Warnsystem entwickelt, das Piloten direkt auf eine Fehlfunktion der Anstellwinkelsensoren hinweist.
Die visuelle Warnung "AoA fault" soll laut Boeing bis zu fünf Warnmeldungen im PFD und den Stick-Shaker-Alarm ersetzen - und Piloten damit Fehlersuche und -behebung erleichtern. Bei den tödlichen Abstürzen von zwei Boeing 737 MAX 8 hatte die seither entschärfte Trimmautomatik MCAS fehlerhafte AoA-Daten verarbeitet.
Die Zulassungsverfahren für die 737 MAX 7 und 737 MAX 10 hatten sich nach den beiden Abstürzen sowie der verschärften regulatorischen Kontrolle zusätzlich verzögert. Weitere Rückschläge folgten nach dem Zwischenfall mit einer Alaska-Airlines-Maschine Anfang 2024, der zu einer intensiveren Aufsicht der FAA über Boeing führte.
© aero.de | 17.07.2026 10:57







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