SEATTLE - An 30 Boeing 777-9 aus der Vorserienproduktion stehen aufwendige Nachrüstungen an. Eine Maschine hat Boeing jetzt zerlegt.
Die Boeing 777-9 beginnt ihr Airlineleben 2027 mit rund sieben Jahren Verspätung. Boeing hatte aber schon 2019 und 2020 einige 777-9 gebaut - und muss die Flugzeuge auf den aktuellen Serien- und Zulassungsstandard umbauen.
Im Konzern sei inzwischen ein Team mit der sogenannten "Change Incorporation", den technischen Modifikationen dieser Flugzeuge, befasst, sagte Boeing-Chef Kelly Ortberg im April 2026 vor Investoren. Konkret seien "rund 30 Flugzeuge" betroffen, "die den Change-Incorporation-Prozess über mehrere Jahre durchlaufen werden".
Vor der Auslieferung werden an bereits gebauten 777-9 alle Modifikationen eingepflegt, die sich im Zuge des Zulassungsverfahrens und aus zwischenzeitlichen Produkt- und Prozessentwicklungen ergeben haben. "Das ist ein Großprojekt", sagte Ortberg.
Wie
"The Air Current" meldet, hat Boeing die aufwändige Change Incorporation an einer 777-9 vorab verworfen - und das Flugzeug still und leise im Sommer 2025 wieder demontiert. Konkret soll es sich um die WH007 handeln - die siebte gebaute 777-9 aus dem Produktionsjahr 2019, die für den Großabnehmer Emirates vorgesehen war.
© aero.de | 20.07.2026 09:52
Um einen Kommentar schreiben zu können, müssen Sie sich bei aero.de
registrieren oder
einloggen.
Beitrag vom 21.07.2026 - 14:41 Uhr
Wer kauft ein Auto das beim Hersteller schon 6 Jahre steht und das technisch erst auf einen aktuellen Stand umgerüstet werden muss? Beim Auto wird das nur mit erheblichen Nachlässen funktionieren aber Kunden lassen sich dann sicherlich dafür finden.
Bei einem Flugzeug kauft aber nicht ein Endkunde sondern eine Airline. Ob Passagiere das als Makel sehen?
Wenn Emirates schon mal ausfällt wer sind dann die Kandidaten? Nicht nur der erhebliche Umbauaufwand sonden auch horrende Nachlässe werden die Folge sein. Wer damals die Entscheidung für die Produktion von 30 Fliegern traf hat einen Milliardenschaden zu verantworten.
Beitrag vom 21.07.2026 - 13:29 Uhr
Clark hat doch Klartext gesprochen. Emirates wird keine der vorproduzierten Maschinen abnehmen.
Beitrag vom 20.07.2026 - 13:38 Uhr
Stellt sich die Frage, welcher Unterschied zwischen der S/N 007 und den weiteren geparkten 29 besteht?
Der Unterschied muss eklatant sein, daß dieses A/C verschrottet wird.
Oder ist es ein Anzeichen dafür, daß Boeing die anderen Flieger, nach und nach, in ihre Bilanzen „einpflegt“ (abschreibt)?
Kommentare (3) Zur Startseite
Um einen Kommentar schreiben zu können, müssen Sie sich bei aero.de registrieren oder einloggen.
Bei einem Flugzeug kauft aber nicht ein Endkunde sondern eine Airline. Ob Passagiere das als Makel sehen?
Wenn Emirates schon mal ausfällt wer sind dann die Kandidaten? Nicht nur der erhebliche Umbauaufwand sonden auch horrende Nachlässe werden die Folge sein. Wer damals die Entscheidung für die Produktion von 30 Fliegern traf hat einen Milliardenschaden zu verantworten.
Der Unterschied muss eklatant sein, daß dieses A/C verschrottet wird.
Oder ist es ein Anzeichen dafür, daß Boeing die anderen Flieger, nach und nach, in ihre Bilanzen „einpflegt“ (abschreibt)?