Peter Gerber
Älter als 7 Tage

Condor-Chef sieht weiteres Potenzial im Luftfrachtgeschäft

Condor Airbus A330-900
Condor Airbus A330-900, © Condor

Verwandte Themen

FRANKFURT - Condor sucht einen Investor für die Zeit nach Attestor. Condor-Chef Peter Gerber wirbt auch mit dem Frachtgeschäft: Netzwerk und A330-Flotte geben Condor im umkämpften Luftfrachtmarkt Entwicklungsspielraum. 

Luftfracht wird für Condor zu einem wichtigeren Standbein. "Die Condor kommt aus einer Phase, in der sie Cargo nicht mal orthografisch fehlerfrei schreiben konnte", sagte Condor-Chef Peter Gerber dem "Handelsblatt" in einem Interview.

Der Manager war vor dem Wechsel zu Condor viele Jahre Vorstandschef bei Lufthansa Cargo - und sieht bei Condor die Voraussetzungen für mehr Luftfrachtgeschäft erfüllt.

Mit der A330-900 verfügt Condor laut Gerber über ein "fantastisches Frachtflugzeug", zudem umfasse das Streckennetz mit Zielen in Nordamerika oder Asien inzwischen "mehr Destinationen mit hohem Frachtpotenzial und ist deutlich stärker auf ganzjährige Verbindungen ausgerichtet".

Condor sucht einen neuen Eigner. Gerber hatte zuletzt auch Golfairlines als mögliche Investoren genannt. "Wir sind für alle Investorengruppen attraktiv", schloss Gerber im "Handelsblatt" auch einen Weiterverkauf an einen anderen Finanzinvestor nicht aus. Nach Medieninformationen könnte Condor zunächst aber vollständig vom aktuellen Mehrheitseigner Attestor übernommen werden.

Attestor hält 51 Prozent der Anteile, der Finanzinvestor hat 450 Millionen Euro bei Condor angelegt. Das Land Hessen und der Bund blieben über die Treuhandgesellschaft "SG Luftfahrt" mit 49 Prozent Firmenanteil im Hintergrund - die Beteiligung sicherte staatliche Rettungspakete ab.

Der Staat hatte Condor 2019 nach der Pleite des früheren Eigners Thomas Cook zunächst mit 380 Millionen Euro KfW-Kredit gestützt, der Bund und Hessen stellten hierfür Bürgschaften. Nach Ausbruch der Covid-19-Pandemie erweiterte der Staat seinen Schutzschirm für Condor auf insgesamt 550 Millionen Euro.

Effektiv hat Condor 321,2 Millionen Euro Staatshilfen gezogen - die EU-Kommission hatte 2025 nach einer Prüfung die Rechtmäßigkeit der Hilfen bestätigt.

Eine letzte noch offene Tranche aus einem KfW-Kredit - 175 Millionen Euro - konnte Condor dieses Jahr vorzeitig tilgen. "Condor hat alle Verbindlichkeiten bedient", sagte Gerber im April 2026.
© aero.de | Abb.: Condor | 03.08.2026 17:07

Um einen Kommentar schreiben zu können, müssen Sie sich bei aero.de registrieren oder einloggen.

Beitrag vom 07.08.2026 - 14:42 Uhr
Das ist genauso, wie dass sobal dirgendwas zum BDL der Umwelt kommt, kann man die Uhr danach stellen, dass Sie, @F11 und @EricM mit denselben Beiträgen kommen.
Da geht - was mich betrifft - Ihre Uhr inzwischen heftig nach. Seit geraumer Zeit habe ich aufgegeben, mich in diesem Forum eingehend zu Fragen des Umwelt- und Klimaschutz zu äußern. Nur noch soviel dazu: Die Mehrheit lernt nicht durch Einsicht, sondern durch Schmerz. Und ignoriert sogar diesen: über 10.000 Hitzetote sprechen aber ihre eigene Sprache, die anhaltenden Hitzewellen auch, vom wirtschaftlichen Schaden ganz zu schweigen. Und das alles wird mit Verweis auf fehlinterpretierte BILD Meldungen aus den 50er Jahren immer noch abgetan und ignoriert. Es macht einfach keinen Sinn, auf die Vernunft zu setzen oder zu hoffen.
10.000? Verdächtig runder Wert. Auf was bezieht der sich?

 https://www.tagesschau.de/inland/gesellschaft/hitze-sterbefaelle-100.html

Fake- News?
Bedeutet was? Schon wieder auf Krawall gebürstet? Der Link hätte gereicht, danke dafür. Ich habe gefragt, weil das RKI aktuell eine signifikant höhere Zahl meldet.

Nein überhaupt nicht. Hatte mich nur gewundert das Sie, als sehr gut informierter Forist (das meine ich genauso wie es dasteht), diese Zahl, die seit ein paar Tagen in allen Medien diskutiert wird, nicht kannten.

Alles gut.
Beitrag vom 07.08.2026 - 11:55 Uhr
Das ist genauso, wie dass sobal dirgendwas zum BDL der Umwelt kommt, kann man die Uhr danach stellen, dass Sie, @F11 und @EricM mit denselben Beiträgen kommen.
Da geht - was mich betrifft - Ihre Uhr inzwischen heftig nach. Seit geraumer Zeit habe ich aufgegeben, mich in diesem Forum eingehend zu Fragen des Umwelt- und Klimaschutz zu äußern. Nur noch soviel dazu: Die Mehrheit lernt nicht durch Einsicht, sondern durch Schmerz. Und ignoriert sogar diesen: über 10.000 Hitzetote sprechen aber ihre eigene Sprache, die anhaltenden Hitzewellen auch, vom wirtschaftlichen Schaden ganz zu schweigen. Und das alles wird mit Verweis auf fehlinterpretierte BILD Meldungen aus den 50er Jahren immer noch abgetan und ignoriert. Es macht einfach keinen Sinn, auf die Vernunft zu setzen oder zu hoffen.

Solche Werte selektiv zu nutzen, wenn sie gerade passen, ist aber gefährlich. Ja, dieses Jahr gibt es deutlich mehr Hitzetote als vorher und auch als beim vorherigen peak Wert aus dem Jahr 2018. Aber auch nach 2018 ging es runter und gerad enach 2019 massiv. Von 2022 bis 2025 war es ein konstanter Rückgang. Dann immer mit diesem Wert zu argumentieren, wenn es gerade passt, weil hoch, spielt am Ende der anderen Diskussionspartei in die Hände. Spätestens wenn der Wert nächstes Jahr wieder fällt, weil wieder ein kühleres Jahr kommt, heißt es dann wieder "ist ja gar nicht so schlimm", "von wegen es wird immer schlimmer", "das sind Einzelfälle, die hat es schon immer gegeben".

Sich also auf die Maximalwerte zu fokussieren und damit zu argumentieren, ist in meinen Augen nicht Zielführend; zumindest bei Werten, die solch starken Schwankungen unterliegen.
Dann nennen Sie doch einfach mal die Fakten, die man angesichts der offensichtlichen und weltweiten Klimawandelfolgen in den Fokus rücken sollte. Wie auch immer: die Menschen werden an den Folgen schmerzhaft lernen. (Und nein: die Welt wird deswegen nicht untergehen)

Es geht nicht um die Fakten, sondern darum wie Sie sie nutzen. Wir müssen schlauer werden dabei. Zu sagen: "Schau her, wir haben >10.000 Tote dieses Jahr." führt am Ende nur dazu, dass diese Zahl gegen einen verwendet wird, wenn es nächstes Jahr dann wieder nur 3.000 Tote sind. "Wo ist da der Klimawandel von dem alle sprechen? Das ist Panikmache anhand von einzelnen Werten, die man sich passend rausgepickt hat." Und das ist das gefährliche.

Da müssen wir einfach besser werden, das wollte ich damit ausdrücken. DAs ist genauso, wie dass ich hoffe, dass die große Mehrheit irgendwann mal versteht, dass dieses ganze Brandmauer gerede genau das Gegenteil von dem bringt, was damit erreicht werden sollte. Aber die Hoffnung hab ich mittlerweile fast aufgegeben, ist es doch das einzige, was einstige Große Parteien noch Medienwirksam in den Ring schmeißen können.

Aber die Diskussion führt ier jetzt zu weit vom Thema weg.
Beitrag vom 07.08.2026 - 11:37 Uhr
Das ist genauso, wie dass sobal dirgendwas zum BDL der Umwelt kommt, kann man die Uhr danach stellen, dass Sie, @F11 und @EricM mit denselben Beiträgen kommen.
Da geht - was mich betrifft - Ihre Uhr inzwischen heftig nach. Seit geraumer Zeit habe ich aufgegeben, mich in diesem Forum eingehend zu Fragen des Umwelt- und Klimaschutz zu äußern. Nur noch soviel dazu: Die Mehrheit lernt nicht durch Einsicht, sondern durch Schmerz. Und ignoriert sogar diesen: über 10.000 Hitzetote sprechen aber ihre eigene Sprache, die anhaltenden Hitzewellen auch, vom wirtschaftlichen Schaden ganz zu schweigen. Und das alles wird mit Verweis auf fehlinterpretierte BILD Meldungen aus den 50er Jahren immer noch abgetan und ignoriert. Es macht einfach keinen Sinn, auf die Vernunft zu setzen oder zu hoffen.

Solche Werte selektiv zu nutzen, wenn sie gerade passen, ist aber gefährlich. Ja, dieses Jahr gibt es deutlich mehr Hitzetote als vorher und auch als beim vorherigen peak Wert aus dem Jahr 2018. Aber auch nach 2018 ging es runter und gerad enach 2019 massiv. Von 2022 bis 2025 war es ein konstanter Rückgang. Dann immer mit diesem Wert zu argumentieren, wenn es gerade passt, weil hoch, spielt am Ende der anderen Diskussionspartei in die Hände. Spätestens wenn der Wert nächstes Jahr wieder fällt, weil wieder ein kühleres Jahr kommt, heißt es dann wieder "ist ja gar nicht so schlimm", "von wegen es wird immer schlimmer", "das sind Einzelfälle, die hat es schon immer gegeben".

Sich also auf die Maximalwerte zu fokussieren und damit zu argumentieren, ist in meinen Augen nicht Zielführend; zumindest bei Werten, die solch starken Schwankungen unterliegen.
Dann nennen Sie doch einfach mal die Fakten, die man angesichts der offensichtlichen und weltweiten Klimawandelfolgen in den Fokus rücken sollte. Wie auch immer: die Menschen werden an den Folgen schmerzhaft lernen. (Und nein: die Welt wird deswegen nicht untergehen)

Dieser Beitrag wurde am 07.08.2026 11:39 Uhr bearbeitet.


Stellenmarkt

Schlagzeilen

aero.uk

schiene.de

Meistgelesene Artikel

Community

Thema: Pilotenausbildung

FLUGREVUE 07/2026

Shop

Es gibt neue
Nachrichten bei aero.de

Startseite neu laden