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Beitrag vom 23.08.2026 - 14:50 Uhr
Wer um alles in der Welt würde Roland Koch als "Schlichter" einsetzen wollen? Seine politische Rolle in der hessischen Politik war eigentlich immer gegenteilig, auf Konfrontation ausgerichtet.
Schlichter werden bei solchen Verfahren ist meist mit etlichen Hundertausend honoriert. Ist doch nett, wie gern sich zwei EX MPs, rechts und ultralinks gemeinsam an den Fleischtöpfen bedienen dürfen. Qualifikation ist Nebensache, Hauptsache die Löffel sind groß genug.
So sorry, aber Ihre Aussagen halte ich für unsinnig.
Gerade (führende) Politiker müssen/ mussten in Ihren Ämtern/ Funktionen sehr oft Kompromisse aushandeln. Insbesondere Ramelow hat das in den 4 Jahren mit seiner Minderheitsregierung in Thüringen gut hinbekommen.
Insbesondere hat Roland Koch hinbekommen, im Rahmen der
CDU Spendenaffäre in Hessen seine eigenen Interessen zu vertreten, und Verschleierung statt der öffentlich versprochenen "brutalstmöglichen Aufklärung" der Affäre zu betreiben.
Während der Affäre sagte Roland Koch, er wolle die Spenden-Affäre „brutalstmöglich“ aufklären; später stellte sich heraus, dass Koch wohl selbst an der Tarnung der fraglichen Gelder als „Darlehen“ beteiligt war. Koch musste daher die sogenannte „Sternsingerlüge“[9] einräumen: Er hatte Journalisten trotz mehrfacher Nachfrage die Rückdatierung eines Kreditvertrags über 2 Millionen DM verschwiegen, der Geldflüsse in der Parteibuchhaltung rechtfertigen sollte.
Ein Verhalten (Wortbruch im ganz großen Maßstab) das sich beim Ausbau Fraports wiederholen sollte.
Ein ganzes Jahrzehnt lang wurde der Ausbau in der Region von der hessischen Landesregierung unter Koch politisch mit dem Argument durchgedrückt: "Ausbau nur mit Nachtflugverbot".
Bis ihm dann 2007 der Prozess wohl unumkehrbar erschien, er die Maske fallen ließ und und mit dem extrem zynischen "Argument", um das Nachtflugverbot 'rechtssicher' zu machen, sei jetzt plötzlich doch die Zulassung mind. 17 geplanter Nachtflüge nötig.
https://www.spiegel.de/wirtschaft/frankfurter-drehkreuz-wut-ueber-flughafenausbau-luegen-vorwurf-gegen-koch-a-524076.html
Viele Beobachter gingen und gehen davon aus, dass dieses Vorgehen nicht spontan erfolgte, sondern dass dies bewusst mit Lufthansa und Fraport als Strategie zur Ruhigstellung der Bevölkerung während der Einspruchsphase der Planfeststellung ohne tatsächliche Konsequenz für den späteren Betrieb genauso geplant war.
Dieser Wortbruch mit 10 Jahren Anlauf musste dann letztendlich tatsächlich vor Gericht gestoppt werden, das ihm verbot, die Betriebsgenehmigung in dieser Weise zu ändern.
Nach dieser persönlichen Niederlage 2010 hat er politisch hingeschmissen und ist nach Abschluss des Ausbaus in die Wirtschaft gegangen, zufällig zu einer Firma, die sehr stark am Ausbau beteiligt war.
Das lief aber nicht wirklich optimal für die Firmen, die er dann geleitet hat.
https://de.wikipedia.org/wiki/Roland_Koch#R%C3%BCckzug_aus_der_Politik_und_Wechsel_in_die_Wirtschaft
Auch die Auswahl halte ich für klug: Koch eher auf AG Seite, Ramelow dagegen wohl mehr für die AN. Wird interessant.
Schlichter sind ja keine Anwälte, die für ihren Mandanten die Gegenseite über den Tisch ziehen sollen, sondern sie benötigen für die Ausübung dieser Rolle das Vertrauen beider Seiten. Diese Möglichkeit sehe ich bei Herrn Ramelow aufgrund seiner persönlichen Integrität durchaus gegeben. Bei Herrn Koch sehe ich für die Lufthansa keinen Grund ihm nicht zu trauen, wüsste aber nicht, womit er sich Vertrauen der Gegenseite verdient haben sollte.
Ich werte die Berufung von Herrn Koch als Schlichter daher als klares Statement der Lufthansa. Sie lehnt eine Schlichtung ab und besetzt die Position so, um ein Scheitern der Schlichtung herbei zu führen.
Danke für diesen sehr interessanten und umfassenden Blickwinkel.
Bin gespannt was bei der Schlichtung rauskommt, oder eben auch nicht.
Beitrag vom 23.08.2026 - 12:34 Uhr
Wer um alles in der Welt würde Roland Koch als "Schlichter" einsetzen wollen? Seine politische Rolle in der hessischen Politik war eigentlich immer gegenteilig, auf Konfrontation ausgerichtet.
Schlichter werden bei solchen Verfahren ist meist mit etlichen Hundertausend honoriert. Ist doch nett, wie gern sich zwei EX MPs, rechts und ultralinks gemeinsam an den Fleischtöpfen bedienen dürfen. Qualifikation ist Nebensache, Hauptsache die Löffel sind groß genug.
So sorry, aber Ihre Aussagen halte ich für unsinnig.
Gerade (führende) Politiker müssen/ mussten in Ihren Ämtern/ Funktionen sehr oft Kompromisse aushandeln. Insbesondere Ramelow hat das in den 4 Jahren mit seiner Minderheitsregierung in Thüringen gut hinbekommen.
Insbesondere hat Roland Koch hinbekommen, im Rahmen der
CDU Spendenaffäre in Hessen seine eigenen Interessen zu vertreten, und Verschleierung statt der öffentlich versprochenen "brutalstmöglichen Aufklärung" der Affäre zu betreiben.
Während der Affäre sagte Roland Koch, er wolle die Spenden-Affäre „brutalstmöglich“ aufklären; später stellte sich heraus, dass Koch wohl selbst an der Tarnung der fraglichen Gelder als „Darlehen“ beteiligt war. Koch musste daher die sogenannte „Sternsingerlüge“[9] einräumen: Er hatte Journalisten trotz mehrfacher Nachfrage die Rückdatierung eines Kreditvertrags über 2 Millionen DM verschwiegen, der Geldflüsse in der Parteibuchhaltung rechtfertigen sollte.
Ein Verhalten (Wortbruch im ganz großen Maßstab) das sich beim Ausbau Fraports wiederholen sollte.
Ein ganzes Jahrzehnt lang wurde der Ausbau in der Region von der hessischen Landesregierung unter Koch politisch mit dem Argument durchgedrückt: "Ausbau nur mit Nachtflugverbot".
Bis ihm dann 2007 der Prozess wohl unumkehrbar erschien, er die Maske fallen ließ und und mit dem extrem zynischen "Argument", um das Nachtflugverbot 'rechtssicher' zu machen, sei jetzt plötzlich doch die Zulassung mind. 17 geplanter Nachtflüge nötig.
https://www.spiegel.de/wirtschaft/frankfurter-drehkreuz-wut-ueber-flughafenausbau-luegen-vorwurf-gegen-koch-a-524076.html
Viele Beobachter gingen und gehen davon aus, dass dieses Vorgehen nicht spontan erfolgte, sondern dass dies bewusst mit Lufthansa und Fraport als Strategie zur Ruhigstellung der Bevölkerung während der Einspruchsphase der Planfeststellung ohne tatsächliche Konsequenz für den späteren Betrieb genauso geplant war.
Dieser Wortbruch mit 10 Jahren Anlauf musste dann letztendlich tatsächlich vor Gericht gestoppt werden, das ihm verbot, die Betriebsgenehmigung in dieser Weise zu ändern.
Nach dieser persönlichen Niederlage 2010 hat er politisch hingeschmissen und ist nach Abschluss des Ausbaus in die Wirtschaft gegangen, zufällig zu einer Firma, die sehr stark am Ausbau beteiligt war.
Das lief aber nicht wirklich optimal für die Firmen, die er dann geleitet hat.
https://de.wikipedia.org/wiki/Roland_Koch#R%C3%BCckzug_aus_der_Politik_und_Wechsel_in_die_Wirtschaft
Auch die Auswahl halte ich für klug: Koch eher auf AG Seite, Ramelow dagegen wohl mehr für die AN. Wird interessant.
Schlichter sind ja keine Anwälte, die für ihren Mandanten die Gegenseite über den Tisch ziehen sollen, sondern sie benötigen für die Ausübung dieser Rolle das Vertrauen beider Seiten. Diese Möglichkeit sehe ich bei Herrn Ramelow aufgrund seiner persönlichen Integrität durchaus gegeben. Bei Herrn Koch sehe ich für die Lufthansa keinen Grund ihm nicht zu trauen, wüsste aber nicht, womit er sich Vertrauen der Gegenseite verdient haben sollte.
Ich werte die Berufung von Herrn Koch als Schlichter daher als klares Statement der Lufthansa. Sie lehnt eine Schlichtung ab und besetzt die Position so, um ein Scheitern der Schlichtung herbei zu führen.
Dieser Beitrag wurde am 23.08.2026 13:07 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 23.08.2026 - 08:06 Uhr
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Schlichter werden bei solchen Verfahren ist meist mit etlichen Hundertausend honoriert. Ist doch nett, wie gern sich zwei EX MPs, rechts und ultralinks gemeinsam an den Fleischtöpfen bedienen dürfen. Qualifikation ist Nebensache, Hauptsache die Löffel sind groß genug.
So sorry, aber Ihre Aussagen halte ich für unsinnig.
Gerade (führende) Politiker müssen/ mussten in Ihren Ämtern/ Funktionen sehr oft Kompromisse aushandeln. Insbesondere Ramelow hat das in den 4 Jahren mit seiner Minderheitsregierung in Thüringen gut hinbekommen.
Insbesondere hat Roland Koch hinbekommen, im Rahmen der
Während der Affäre sagte Roland Koch, er wolle die Spenden-Affäre „brutalstmöglich“ aufklären; später stellte sich heraus, dass Koch wohl selbst an der Tarnung der fraglichen Gelder als „Darlehen“ beteiligt war. Koch musste daher die sogenannte „Sternsingerlüge“[9] einräumen: Er hatte Journalisten trotz mehrfacher Nachfrage die Rückdatierung eines Kreditvertrags über 2 Millionen DM verschwiegen, der Geldflüsse in der Parteibuchhaltung rechtfertigen sollte.
Ein Verhalten (Wortbruch im ganz großen Maßstab) das sich beim Ausbau Fraports wiederholen sollte.
Ein ganzes Jahrzehnt lang wurde der Ausbau in der Region von der hessischen Landesregierung unter Koch politisch mit dem Argument durchgedrückt: "Ausbau nur mit Nachtflugverbot".
Bis ihm dann 2007 der Prozess wohl unumkehrbar erschien, er die Maske fallen ließ und und mit dem extrem zynischen "Argument", um das Nachtflugverbot 'rechtssicher' zu machen, sei jetzt plötzlich doch die Zulassung mind. 17 geplanter Nachtflüge nötig.
Viele Beobachter gingen und gehen davon aus, dass dieses Vorgehen nicht spontan erfolgte, sondern dass dies bewusst mit Lufthansa und Fraport als Strategie zur Ruhigstellung der Bevölkerung während der Einspruchsphase der Planfeststellung ohne tatsächliche Konsequenz für den späteren Betrieb genauso geplant war.
Dieser Wortbruch mit 10 Jahren Anlauf musste dann letztendlich tatsächlich vor Gericht gestoppt werden, das ihm verbot, die Betriebsgenehmigung in dieser Weise zu ändern.
Nach dieser persönlichen Niederlage 2010 hat er politisch hingeschmissen und ist nach Abschluss des Ausbaus in die Wirtschaft gegangen, zufällig zu einer Firma, die sehr stark am Ausbau beteiligt war.
Das lief aber nicht wirklich optimal für die Firmen, die er dann geleitet hat.
Auch die Auswahl halte ich für klug: Koch eher auf AG Seite, Ramelow dagegen wohl mehr für die AN. Wird interessant.
Schlichter sind ja keine Anwälte, die für ihren Mandanten die Gegenseite über den Tisch ziehen sollen, sondern sie benötigen für die Ausübung dieser Rolle das Vertrauen beider Seiten. Diese Möglichkeit sehe ich bei Herrn Ramelow aufgrund seiner persönlichen Integrität durchaus gegeben. Bei Herrn Koch sehe ich für die Lufthansa keinen Grund ihm nicht zu trauen, wüsste aber nicht, womit er sich Vertrauen der Gegenseite verdient haben sollte.
Ich werte die Berufung von Herrn Koch als Schlichter daher als klares Statement der Lufthansa. Sie lehnt eine Schlichtung ab und besetzt die Position so, um ein Scheitern der Schlichtung herbei zu führen.
Danke für diesen sehr interessanten und umfassenden Blickwinkel.
Bin gespannt was bei der Schlichtung rauskommt, oder eben auch nicht.
Schlichter werden bei solchen Verfahren ist meist mit etlichen Hundertausend honoriert. Ist doch nett, wie gern sich zwei EX MPs, rechts und ultralinks gemeinsam an den Fleischtöpfen bedienen dürfen. Qualifikation ist Nebensache, Hauptsache die Löffel sind groß genug.
So sorry, aber Ihre Aussagen halte ich für unsinnig.
Gerade (führende) Politiker müssen/ mussten in Ihren Ämtern/ Funktionen sehr oft Kompromisse aushandeln. Insbesondere Ramelow hat das in den 4 Jahren mit seiner Minderheitsregierung in Thüringen gut hinbekommen.
Insbesondere hat Roland Koch hinbekommen, im Rahmen der
Während der Affäre sagte Roland Koch, er wolle die Spenden-Affäre „brutalstmöglich“ aufklären; später stellte sich heraus, dass Koch wohl selbst an der Tarnung der fraglichen Gelder als „Darlehen“ beteiligt war. Koch musste daher die sogenannte „Sternsingerlüge“[9] einräumen: Er hatte Journalisten trotz mehrfacher Nachfrage die Rückdatierung eines Kreditvertrags über 2 Millionen DM verschwiegen, der Geldflüsse in der Parteibuchhaltung rechtfertigen sollte.
Ein Verhalten (Wortbruch im ganz großen Maßstab) das sich beim Ausbau Fraports wiederholen sollte.
Ein ganzes Jahrzehnt lang wurde der Ausbau in der Region von der hessischen Landesregierung unter Koch politisch mit dem Argument durchgedrückt: "Ausbau nur mit Nachtflugverbot".
Bis ihm dann 2007 der Prozess wohl unumkehrbar erschien, er die Maske fallen ließ und und mit dem extrem zynischen "Argument", um das Nachtflugverbot 'rechtssicher' zu machen, sei jetzt plötzlich doch die Zulassung mind. 17 geplanter Nachtflüge nötig.
Viele Beobachter gingen und gehen davon aus, dass dieses Vorgehen nicht spontan erfolgte, sondern dass dies bewusst mit Lufthansa und Fraport als Strategie zur Ruhigstellung der Bevölkerung während der Einspruchsphase der Planfeststellung ohne tatsächliche Konsequenz für den späteren Betrieb genauso geplant war.
Dieser Wortbruch mit 10 Jahren Anlauf musste dann letztendlich tatsächlich vor Gericht gestoppt werden, das ihm verbot, die Betriebsgenehmigung in dieser Weise zu ändern.
Nach dieser persönlichen Niederlage 2010 hat er politisch hingeschmissen und ist nach Abschluss des Ausbaus in die Wirtschaft gegangen, zufällig zu einer Firma, die sehr stark am Ausbau beteiligt war.
Das lief aber nicht wirklich optimal für die Firmen, die er dann geleitet hat.
Auch die Auswahl halte ich für klug: Koch eher auf AG Seite, Ramelow dagegen wohl mehr für die AN. Wird interessant.
Schlichter sind ja keine Anwälte, die für ihren Mandanten die Gegenseite über den Tisch ziehen sollen, sondern sie benötigen für die Ausübung dieser Rolle das Vertrauen beider Seiten. Diese Möglichkeit sehe ich bei Herrn Ramelow aufgrund seiner persönlichen Integrität durchaus gegeben. Bei Herrn Koch sehe ich für die Lufthansa keinen Grund ihm nicht zu trauen, wüsste aber nicht, womit er sich Vertrauen der Gegenseite verdient haben sollte.
Ich werte die Berufung von Herrn Koch als Schlichter daher als klares Statement der Lufthansa. Sie lehnt eine Schlichtung ab und besetzt die Position so, um ein Scheitern der Schlichtung herbei zu führen.
Dieser Beitrag wurde am 23.08.2026 13:07 Uhr bearbeitet.
Schlichter werden bei solchen Verfahren ist meist mit etlichen Hundertausend honoriert. Ist doch nett, wie gern sich zwei EX MPs, rechts und ultralinks gemeinsam an den Fleischtöpfen bedienen dürfen. Qualifikation ist Nebensache, Hauptsache die Löffel sind groß genug.
So sorry, aber Ihre Aussagen halte ich für unsinnig.
Gerade (führende) Politiker müssen/ mussten in Ihren Ämtern/ Funktionen sehr oft Kompromisse aushandeln. Insbesondere Ramelow hat das in den 4 Jahren mit seiner Minderheitsregierung in Thüringen gut hinbekommen.
Und den Hinweis auf die 'Fleischtöpfe' halte ich für Verunglimpfung (schließlich wurden sie gefragt/gebeten und haben sich nicht selbst berufen!).
Auch die Auswahl halte ich für klug: Koch eher auf AG Seite, Ramelow dagegen wohl mehr für die AN. Wird interessant.