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Wer wird nächster Chef von Lufthansa Technik?

Lufthansa Technik
Lufthansa Technik, © Lufthansa Technik

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HAMBURG - Lufthansa Technik steht 2027 vor einem Generationenwechsel. Die Suche nach einem Nachfolger für Vorstandschef Sören Stark läuft bereits. Nach Informationen des "Handelsblatt" tendiert Lufthansa - wie in der Vergangenheit - zu einer internen Besetzung. Ein Kandidat gilt als besonders aussichtsreich.

Sören Stark gehört seit 2019 dem Lufthansa-Technik-Vorstand an, seit 2022 fungiert der Manager als Vorstandschef der ertragstarken MRO-Sparte. Anfang 2027 dürfte Stark altersbedingt ausscheiden - Lufthansa sucht bereits einen Nachfolger.

Wie das "Handelsblatt" berichtet, fällt dabei immer häufiger ein Name: Harald Gloy. Der 54 Jahre alte Ingenieur ist seit 1999 im Unternehmen und seit 2022 unter Stark Betriebsvorstand von Lufthansa Technik, kennt Lufthansa Technik also im Detail.

Eine Gloy-Lösung würde eine Linie bei Lufthansa Technik fortsetzen: Lufthansa Technik hat ihren Chefposten auch in der Vergangenheit stets mit internen Kandidaten besetzt.

Nach "Handelsblatt"-Informationen ist Gloy der Favorit von Lufthansa-Konzernchef Carsten Spohr und Konzernvorständin Grazia Vittadini. Der neue Aufsichtsratschef Johannes Teyssen habe hingegen angeregt, eine externe Besetzung zumindest in Betracht zu ziehen.

Zuletzt hatten mehrere Topmanager der europäischen Luftfahrtszene den Konzern gewechselt: Johannes Bussmann wechselte von Lufthansa Technik erst zum TÜV Süd und schließlich auf den Chefposten von MTU. Lars Wagner zog es zeitgleich von MTU weg zu Airbus, wo der Manager seit Anfang 2026 die Zivilflugzeugsparte leitet.

Lufthansa-Topmanagerin Dorothea von Boxberg, zuletzt Chefin von Brussels Airlines, hat den Kranich zum 31. August 2026 verlassen - und tritt in den Konzernvorstand von BMW ein.

Boombranche MRO: Lufthansa Technik wächst rasant

Lufthansa Technik steckt mitten in einer Wachstumsphase und investiert rund um den Globus in neue Kapazitäten.

Auf den Philippinen entsteht ein zweiter Standort für die Wartung von Großraumgerät. Nächstes Jahr nimmt im kanadischen Calgary eine neue Werft für Boeing-737-MAX-Triebwerke die Arbeit auf. Auf Malta soll noch im Herbst 2026 ein weiterer Wartungshangar in Betrieb gehen. In Portugal zieht der Konzern einen Neubau für die Wartung von Triebwerksteilen und weiteren Komponenten auf.

Die Nachfrage nach Wartungs-, Überholungs- und Reparaturleistungen sowie weiteren Produkten von Lufthansa Technik ist ungebrochen hoch. Die Umsätze der Sparte schossen im ersten Halbjahr 2026 um elf Prozent auf rund 4,4 Milliarden Euro hoch. Parallel baut Lufthansa Technik das Geschäft mit Militärkunden aus.

"Nahost- Konflikt, die Abschwächung des US-Dollars, inflations- und wachstumsbedingte Kostensteigerungen sowie US- Strafzölle" setzten laut Lufthansa aber die Margen der Techniksparte unter Druck - das Betriebsergebnis der "Technik" legte im ersten Halbjahr 2026 nur moderat auf 315 Millionen Euro zu.
© aero.de, dpa | Abb.: Lufthansa Technik | 02.09.2026 11:16


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