Eurowings kürzt im Winterflugplan 2026/2027 Flüge.
In einem internen Memo, aus dem "aeroTelegraph" zitiert, spricht die Lufthansa-Tochter in einem "ersten Schritt" von Kapazitätskürzungen von rund fünf Prozent.
Die Rücknahmen im Programm könnten im Winter direkte Auswirkungen auf die Beschäftigungssituation bei Eurowings haben. Man prüfe, "ob die Voraussetzungen zur Durchführung von Kurzarbeit" in der deutschen Ops über den Winter gegeben seien. Dazu stehe Eurowings bereits mit der Bundesagentur für Arbeit in Kontakt.
Hintergrund sind demnach anhaltend hohe Kerosinpreise. Lufthansa konnte Preissprünge über sogenanntes Fuel Hedging 2026 zwar besser abfangen als Wettbewerber.
Allein Eurowings rechnet laut dem Memo aber für das laufende Jahr mit ungeplanten Mehrkosten von 250 Millionen Euro beim Treibstoffeinkauf - und auch 2027 mit erhöhten Preisniveaus. Eurowings konnte zuletzt drei Geschäftsjahre in Folge mit schwarzen Zahlen abschließen, 2025 erzielte die Airline 132 Millionen Euro EBIT.
Lufthansa erwartet höhere Kerosinausgaben
Lufthansa-Chef Carsten Spohr erwartete wegen des Iran-Kriegs zuletzt eine insgesamt höhere Kerosin-Rechnung für Deutschlands größten Flugkonzern. Man wäre froh, wenn es bei den zuletzt genannten Mehrkosten von 1,5 Milliarden Euro bliebe, sagte Spohr Ende September in Frankfurt. "Die Zahl wird höher sein, die wir am Jahresende wahrscheinlich auszuweisen haben."
Dass die Lufthansa für 2026 überhaupt noch einen operativen Gewinn etwa auf Vorjahresniveau erwartet, erklärte Spohr mit den Kürzungen bei der Hauptmarke Lufthansa und den zuletzt deutlich gestiegenen Ticketpreisen.
Schon im August hatte Lufthansa berichtet, dass die Treibstoffkosten im Gesamtjahr auf 8,7 Milliarden Euro steigen sollen. Die Airline reagiert darauf mit höheren Ticketpreisen für Passagiere.
Eurowings streicht Dubai-Linien wieder aus dem Programm
Eurowings hat zwischenzeitlich angekündigte Aufnahmen von Dubai-Flügen aus Stuttgart und Köln/Bonn im Winter 2026/2027 gerade wieder abgesagt. Die Airline begründete den Schritt nicht nur mit hohen Kerosinpreisen, sondern auch mit einer verhaltenen touristischen Nachfrage nach Flügen in die Region.
© aero.de, dpa | Abb.: Eurowings | 16.10.2026 11:32







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