Normalisierte Versorgung
13:15 Uhr   EXKLUSIV 

Lufthansa stellt "Inbound Tankering" in Frankfurt wieder ein

Betankung einer Lufthansa Boeing 747-400
Betankung einer Lufthansa Boeing 747-400, © Lufthansa

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FRANKFURT - Der Frankfurter Flughafen ist wieder flüssig: Lufthansa stellt Tankering-Maßnahmen am Drehkreuz ein. Der Konzern hatte wegen einer zwischenzeitlich angespannten Versorgungslage Piloten im Oktober 2026 angehalten, für Flüge nach Frankfurt zusätzliche Kerosinmengen zu tanken.

Lufthansa kommt in Frankfurt wieder an genügend Treibstoff - Tankering-Vorgaben haben sich damit erledigt.

"Tatsächlich haben wir das Inbound Tankering ab FRA bereits letzte Woche beendet", sagte eine Lufthansa-Sprecherin aero.de am Mittwoch. "Die Versorgungslage hat sich wie erwartet normalisiert."

Lufthansa hatte mit den Mitte Oktober 2026 ausgerufenen Tankvorgaben für Piloten Kerosinreserven in Frankfurt geschont, sprach aber von einer rein vorsorglich ergriffenen Maßnahme. Auch die Konzerntochter Swiss brachte auf Flügen aus Zürich und Genf nach Frankfurt das Kerosin für den Rückflug direkt mit.

Flughafenbetreiber Fraport sah die "Betriebsfähigkeit" des Frankfurter Flughafens zu keinem Zeitpunkt beeinträchtigt.

Der Frankfurter Flughafen wird hauptsächlich über ein Main-Terminal mit Treibstoff versorgt, wegen Niedrigwasser im Rhein konnten Tankschiffe dort zuletzt weniger Kerosin abladen als sonst. Zeitgleich unterbrachen Wartungsarbeiten an einer Pipeline eine alternative Kerosinzufuhr an das Drehkreuz.

Tankkapazitäten sorgen für Puffer

Der Frankfurter Flughafen kann über Tanks Kerosin für bis zu 14 Flugtage in Reserve halten. Ein Zweckverband der großen Kerosinlieferanten am Lufthansa-Drehkreuz, die "Hydranten-Betriebs OHG" (HBG), bunkert im Norden des Flughafens bis zu 186.000 Kubikmeter - 186 Millionen Liter - Flugtreibstoff.

Genaue Füllstände sind Geschäftsgeheimnis. So will sich BP aus Wettbewerbsgründen "nicht zu Versorgungskapazitäten" äußern. "Wir überprüfen kontinuierlich die Versorgungslage und mögliche Handlungsoptionen, um die Versorgung unserer Kunden mit Flugkraftstoff weiterhin sicherzustellen", sagte ein Sprecher aero.de.
© aero.de | Abb.: Lufthansa | 28.10.2026 13:15


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