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Russland bindet Regionalcarrier an Aeroflot an

Aeroflot
Aeroflot Airbus A320, © Aeroflot

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MOSKAU - Russland will die Kapazitäten kleinerer Fluggesellschaften unter dem Dach seines Marktführers Aeroflot bündeln.

Regierungschef Wladimir Putin habe dem Vorschlag des Verkehrsministeriums für eine Fusion von Aeroflot mit sechs Unternehmen gebilligt, berichtete die Wirtschaftszeitung "Wedomosti" am Mittwoch. Zu den Airlines, die bislang dem Staatskonzern Rostechnologii angehörten, zählen Rossia sowie fünf regionale Carrier wie die Wladiwostokavia.
 
Analysten zufolge wird die Airline-Fusion voraussichtlich in etwa zwei Jahren perfekt sein. Zuvor hatte der Konzern Rostechnologii geplant, seine Flugunternehmen zu einem Konkurrenten der Aeroflot fusionieren zu lassen. Das Vorhaben sei aber "an mangelhaftem Management" gescheitert, meinen Branchenexperten.

Die Aeroflot, die zur internationalen Allianz SkyTeam um AirFrance und KLM gehört, wolle ihren Marktanteil in Russland durch die Akquisition von derzeit 15 auf etwa 35 Prozent erhöhen, schrieb die Zeitung. 2009 war die Passagierzahl bei Aeroflot in der Wirtschaftskrise um 5,6 Prozent auf rund 8,8 Millionen Fluggäste gesunken.

Rostechnologii erhebt Anspruch auf rund 26 Prozent der Anteile, die Aeroflot ihrem einzigen Privataktionär Alexander Lebedew für etwa 400 Millionen US-Dollar (287 Mio Euro) abkaufen will. Hingegen wäre Aeroflot nach Angaben der Zeitung bereit, höchstens zehn Prozent der Anteile abzutreten.

Lebedew ist auch an der kleinen deutschen Fluggesellschaft Blue Wings beteiligt, bei der es einen heftigen Aktionärsstreit gibt.

© dpa | 03.02.2010 13:31


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