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Boeing gibt nach Inspektionen Entwarnung

Boeing 737 MAX 10
Boeing 737 MAX 10, © Boeing

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SEATTLE - Eine fehlende Mutter am Leitwerk einer Boeing 737 MAX hat im Dezember den Flugzeugbauer und Behörden aufgeschreckt - das Problem hat sich jedoch als Einzelfall erwiesen.

Seit Ende vergangenen Jahres seien mehr als 1.400 Maschinen im weltweiten Betrieb inspiziert worden - und in Ordnung gewesen, teilte Boeing am Donnerstag mit. Lediglich eine Inspektion stehe noch aus.

Die US-Luftfahrtbehörde ordnete am Donnerstag offiziell Inspektionen an dem Befestigungsteil von 737-MAX-Flugzeugen an. Aus der Boeing-Mitteilung ergibt sich jedoch, dass dies letztlich ein formeller Schritt war. Denn bereits geprüfte Maschinen müssen nicht noch einmal untersucht werden.

Der FAA zufolge fand Boeing auch eine nicht ausreichend festgeschraubte Mutter an einem Flugzeug auf seinen Produktionslinien. Die Behörde betonte, dass das Fehlen der Mutter die Funktionsfähigkeit des Flugzeugs unter bestimmten Umständen beeinträchtigen könne.

Qualitätskontrollen und Befestigungselemente bei Boeing sind ein großes Thema, seit bei einer fast neuen 737 MAX 9 Anfang Januar im Flug ein Rumpfteil herausriss. Die mehr als 170 Menschen an Bord kamen mit dem Schrecken davon. Durch einen glücklichen Zufall waren allerdings auch die zwei Plätze direkt am Loch in der Kabinenwand leer geblieben.

Die US-Untersuchungsbehörde NTSB kam diese Woche zu dem Schluss, dass an dem Rumpf-Fragment vier Befestigungs-Bolzen gefehlt haben dürften.
© dpa-AFX | 09.02.2024 08:04

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Beitrag vom 11.02.2024 - 12:05 Uhr
Wenn man die mittlere Ebene in kurzen Abständen durch alle Sparten schickt und gleichzeitig das Qualitätsmanagement "erfolgreich strafft", sollte man sich nicht über Defizite in fast allen Sparten wundern.
Nach mir die Sintflut..... Nun hat sie auch die oberste Ebene erreicht.
Beitrag vom 10.02.2024 - 18:36 Uhr
Langsam muss man sich doch Sorgen machen um Boeing, einst Weltmarktführer in der Luftfahrt.
Die kürzlichen Probleme mit der MAX, 787 usw, die Boeing riesige Verluste beschert hatten wurden früher meist durch die Militärsparte ausgeglichen. Da gibts jetzt aber auch vergleichbare Probleme, Verzögerungen sind bei fast allen Programmen schon normal.
Man lese nur mal den Artikel in der ST von gestern:
 https://www.seattletimes.com/business/boeings-poor-performance-in-defense-offers-more-signs-of-deep-trouble/#comments
Beitrag vom 09.02.2024 - 12:44 Uhr

Ich verlier so langsam offenbar den Überblick über die Probleme dieses Modells ...

Boeing hat genau ein Problem.

Ein aus profitgier zerschlagenes Qualitätsbewusstsein.


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