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Forscher weisen Nervengift TCP bei Flugpassagieren nach

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South African Airways Airbus A330-200, © Airbus S.A.S.
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SEATTLE - Nach Medienangaben haben Forscher erstmals das Nervengift TCP im Blut von Flugpassagieren nachgewiesen, das aus den Triebwerken stammen soll. Der Schadstoff aus dem Öl der Düsen gelange in die Kabine, berichtet das Nachrichtenmagazin «Der Spiegel» vom Montag. Piloten und Kabinenpersonal klagen den Angaben zufolge seit Jahren über das faul riechende Gift und machen es für neurologische Defekte oder sogar Berufsunfähigkeit verantwortlich.

Die nachgewiesenen Konzentrationen im Blut seien zwar gering. Doch handle es sich auch nur um gewöhnliche Passagiere, die von keinerlei Geruchsbelästigung berichtet hätten.

Das norwegische Staatsinstitut für Arbeitsumwelt hat nach Angaben des Magazins die Substanz TCP (Trikresylphosphat) unlängst in der Kabinenluft nachgewiesen. «Die Regierung und die Airlines sind bislang ihrer Fürsorgepflicht für die Passagiere und Bediensteten nicht nachgekommen», sagte Grünen-Parlamentarier Markus Tressel nach «Spiegel»-Angaben.

Mit einem neuartigen Testverfahren fand Clement Furlong von der University of Washington in Seattle Hinweise auf TCP in sechs von zwölf untersuchten Passagieren. Das Blut sei jeweils ein bis zwei Stunden nach dem Flugende abgenommen worden, schreiben die Forscher im Fachjournal «Toxicology and Applied Pharmacology».

Sie konnten TCP jedoch nicht direkt, sondern nur über ein Abbauprodukt nachweisen. Nach drei bis sieben Monaten sei die Substanz bei keinem von vier untersuchten Langzeitprobanden nachgewiesen worden, die zuvor TCP im Blut hatten.

© dpa | Abb.: Airbus S.A.S. | 19.09.2011 08:12




Leser-Kommentare (2)

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20.09.2011 11:47
Die Frage die sich auch noch stellt,was ist mit dem Bodenpersonal die in der Nähe der Triebwerke arbeiten?Zum Teil kommen da echt heftige Dampfwolken raus wenn die Triebwerke abgestellt sind.Sehe das ja hier oft genug selber auf der Arbeit.Kann ja auch nicht so Gesund sein.
20.09.2011 09:35
Und in welchen Konzentrationen? Bei den heutigen Analysenmethoden kann man so ziemlich alles überall nachweisen. In dieser Form sagt die Meldung rein gar nichts aus.


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