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Chinesische Fluggesellschaften dürfen im laufenden Sommerflugplan zusätzliche Deutschland-Frequenzen nachmelden.
"Die bilateralen Luftverkehrsvereinbarungen zwischen Deutschland und China sehen derzeit vor, dass die Luftfahrtunternehmen jeder Seite pro Woche bis zu 63 Passagierflüge und bis zu 55 Frachtflüge durchführen können", bestätigte das Bundesverkehrsministerium die Erweiterung gegenüber aero.de.
Die Vereinbarung dahinter wurde bereits im März 2024 getroffen, ist laut Ministerium "zeitlich nicht befristet" - und wurde stufenweise umgesetzt.
Bis 2024 regelte das Abkommen den gegenseiten Flugverkehr bei je 55 Passagier- und 38 Frachtflügen pro Woche ab.
Chinesische Airlines verstärken mit den zusätzlichen Verkehrsrechten bestehende Linien nach Frankfurt. Am Drehkreuz ist der Ausbau vor allem für den Lufthansa-Partner Air China gut plan- und umsetzbar.
"Air China erhöht (...) ab sofort ihre Flugfrequenzen von Frankfurt nach Peking von 10 auf 12 (pro Woche, Red.)", sagte Fraport-Finanzvorstand Matthias Zieschang vergangene Woche in Frankfurt. "China Eastern wird ab dem 7. Juni die Flugfrequenzen von Frankfurt nach Shanghai von sieben auf neun erhöhen."
China Southern Airlines verdichtet laut Fraport ihre Frankfurt-Wochenfrequenz von drei auf sieben, baut dabei die Verbindung nach Guangzhou aus - und plant eine neue Strecke nach Urumqi. "Das sind gute Nachrichten", sagte Zieschang. "Wir werden mehr Ankünfte aus China verzeichnen."
Chinesische Fluggesellschaften nutzen auf Linien nach Europa weiterhin russischen Luftraum, der für europäische Fluggesellschaften gesperrt ist. Lufthansa und Air France-KLM sehen in den teuren Umwegen handfeste Wettbewerbsnachteile.
Lufthansa hat ihre Linie Frankfurt-Peking, einst eine frequenzstarke A380-Strecke, Ende 2024 eingestellt und plant aktuell auch keine Wiederaufnahme.
© aero.de | Abb.: Airbus | 15.05.2026 06:27







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