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Lauda zum AUA-Sparprogramm: KV-Kündigung "absolut notwendig"

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Niki Lauda, © Ingo Lang, edition airside
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WIEN - Im heutigen ORF-Mittagsjournal nimmt Niki Lauda Stellung zur Diskussion über die Kollektivverträge der Piloten und rät den AUA-Crews zum Kompromiss: Die Kündigung des alten Kollektivertrags sei für den Fortbestand der AUA "absolut notwendig". Kein Verständnis zeigt Lauda hingegen für Austrians Klage beim Verfassungsgericht gegen Niki's Verkehrsrechte nach Tel Aviv. "Das versteh ich nicht, Wettbewerb ist Wettbewerb", so der (ex)Nikichef und jetzige Airberlin-Boarddirektor.

Im ORF bekräftigt Niki die Notwendigkeit flexibler Personalverträge: "Der Markt bestimmt die Einnahmen und wenn man mit den (gegebenen) Einnahmen nicht mehr fliegen kann, muss man zuerst auf seine eigenen Kosten schauen". Gerade bei den Crews seien flexible Einsatzzeiten wichtig. So beziehen die in einer externen Personalfirma angestellten Niki-Piloten ein Fixgehalt plus eine von den Flugstunden abhängige Bezahlung. Damit kommen sie im Jahr auf rund 830 Flugstunden. Wie kolportiert kämen AUA-Piloten auf Grund des derzeitigen Kollektivvertrags lediglich auf 750 Stunden. Im übrigen gehe nun auch Lufthansa diesen Weg, sich über externe Personalfirmen von der 'Falle starrer Kollektivregeln' freizumachen.

Zur Frage, wie die um ihre Existenz kämpfende  AUA ihre Kosten gegenüber Niki senken könnte, meint Niki kryptisch, da müsse man mit der ebenfalls nicht mehr zeitgemässen Bürokratie des Mitbewerbers ganz oben anfangen und gleichzeitig ein Gesamtpaket für alle Mitarbeiter schnüren, das wäre die fairste Lösung, so Lauda.

Entrüstet zeigt sich Lauda über den Versuch des Mitbewerbers die Vergabe von Verkehrsrechten nach Israel an Niki durch das Verkehrsministrium beim Verfassungsgericht anzufechten. Der Hintergrund: Der von Austrian beantragten Erweiterung ihrer derzeit bewilligten zwei Flüge pro Tag wurde zugunsten Flyniki nicht stattgegeben. Niki Lauda dazu: "Die Verfassung gegen das eigene Verkehrsministerium anzrufen, hat es überhaupt noch nie gegeben, den Schritt versteh ich nicht, Wettbewerb ist Wettbewerb. Die Behörde hat das Gott sei Dank erkannt, und so bin ich froh, dass wir heute unseren ersten Flug fliegen dürfen."

© aero.at | Abb.: G. Vysocan | 20.02.2012 15:51




Leser-Kommentare (8)

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21.02.2012 17:03
@zimbo:
@sixpense:
Ich kann Euch beide nicht so ganz verstehen. Herr Lauda hat ganz bestimmt Ahnug von Vermarktung und auch seine Servicekonzepte an Bord (Lauda Air und irgendwo auch flyniki) sind fabelhaft, aber (sorry) von allem anderen weiss er wenig. Das hat jeder spätestens bei seinen unseligen Äußerungen bei der Aschewolke und dem damit verbundenen Flugverbot gesehen, wo es ihm nicht um Flugsicherheit ging, sondern seine Forderungen nach einer Aufhebung des Flugverbots einfach daher kamen, dass ihm das Wasser bis zum Hals stand.
Und wovon er überhaupt keine Ahnung hat ist Personalführung. Jeder, der mal für ihn gearbeitet hat oder es gerade macht, weiss das.
Und was den Ton angeht....

@Matzinho
da hat sich jemand bereits selbst be(ver)antwortet, aber anyway, die einlassung ist einfach falsch. lauda ist ein erfolgreicher luftfahrtunternehmer, auch wenn es erst beim dritten versuch geklappt hat.

lauda steht keineswegs das wasser bis zum hals. vielmehr hat er seit jahren gute gewinne ausgewiesen.

lauda ist auch ein hervorragender menschenführer. anders wäre mir nicht erklärlich, woher der ruf seiner servicequalität kommen sollte. motivation kommt vom vormachen und nicht vom schielen auf andere. die vermittlung einer starken überzeugung kommt nicht immer auf samtpfoten daher.

ich erlaube mir da zu sagen, obwohl ich nie für eine seiner gesellschaften gearbeitet habe, aber augen habe zu lesen und ohren habe zu hören. wenig allerdings bin ich bewandert in voreingenommenheit.

saludos a todos

charlie.f.kohn@sixpence-pictures.com
fine art photography // design // madrid
21.02.2012 10:24
@Matzinho: Hoffe, dass die Diskussion nicht auch hier in Lauda-Bashing ausartet. Dafür gibt es in Österreich einschlägige Foren, die darauf spezialisiert sind.

Tatsache ist, dass Lauda in dem ORF-Interview im Prinzip dem AUA-Sparkurs das Wort spricht, verstecktes Lob vom Mitbewerber. Ob Personal-Leasing (Modell Flyniki) das Gelbe vom Ei ist, mag dahin gestellt bleiben, dass aber flexible Strukturen, auch im Personalbereich, inzwischen existentiell wichtig sind, ist heute industrieweit 'Common sense'. Und genau das sind die alten KVs eben nicht, Warum warnt Lauda vor Streiks? Nicht nur aus Eigennutz, sondern weil er weiß, dass die an den faktischen Notwendigkeiten nichts ändern können und damit auch nicht werden. Das kostet nur Geld, Reputation und am Ende Jobs, die eigentlich gerettet werden sollten.

In der Causa steckt ein wichtiger Lerneffekt: Hey, wir sitzen alle im selben Boot, Management, Aktionäre, Mitarbeiter, Investoren/Banken und auch die X-Systempartner bishin zur Finanzministerin. Bin ja neugierig, wie am Ende die Bilanz der Flugsteuer aussieht, gesamtwirtschaftlich. Negativ, wie in Holland, darauf kann man wetten. Und dass die AUA/LH ihren neuen KV durchbringt auch. Fragt sich nur, wie der dann aussieht. Dafür sind dann freilich alle Partner verantwortlich, die Gewerkschaften inklusive.

LG Bob Gedat
aero-Red Wien
21.02.2012 09:56
Ich kann Euch beide nicht so ganz verstehen. Herr Lauda hat ganz bestimmt Ahnug von Vermarktung und auch seine Servicekonzepte an Bord (Lauda Air und irgendwo auch flyniki) sind fabelhaft, aber (sorry) von allem anderen weiss er wenig. Das hat jeder spätestens bei seinen unseligen Äußerungen bei der Aschewolke und dem damit verbundenen Flugverbot gesehen, wo es ihm nicht um Flugsicherheit ging, sondern seine Forderungen nach einer Aufhebung des Flugverbots einfach daher kamen, dass ihm das Wasser bis zum Hals stand.
Die Kritik der LH am Flugverbot ist aber schon bekannt?


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