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Airbus baut A350-Produktion ab 2028 weiter aus

A350 FAL
Airbus A350 XWB in der Endmontage, © Airbus S.A.S.

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TOULOUSE - Airbus hat im ersten Quartal dank der gestiegenen Zahl an ausgelieferten Flugzeugen mehr umgesetzt. In den ersten drei Monaten zog der Erlös im Vergleich zum Vorjahr um rund neun Prozent auf 12,8 Milliarden Euro an. Wegen starker Nachfrage hebt Airbus die A350-Rate weiter an.

Durchwachsene Airbus-Zahlen im ersten Quartal: Das um Sondereffekte wie Währungsschwankungen bereinigte operative Ergebnis des Flugzeugbauers sank unter anderem wegen des aufgestockten Mitarbeiteraktienplans um ein Viertel auf 577 Millionen Euro.

Beim Umsatz erfüllte der Boeing-Konkurrent die Erwartungen der Experten. Beim Betriebsergebnis hatten die Analysten dagegen deutlich mehr erwartet.

Allerdings liegen die Experten bei den unbereinigten Gewinnzahlen des Konzerns häufig daneben, weil bei diesen Kenngrößen oft starke Schwankungen der Wechselkurse zwischen US-Dollar und Euro zu Buche schlagen. Airbus bestätigte zudem die Prognose für das laufende Jahr.

An der Börse kamen die Zahlen zunächst nicht gut an. Auf der Handelsplattform Tradegate rutschte die Airbus-Aktie knapp zwei Stunden nach Bekanntgabe der Zahlen im Vergleich zum Xetra-Schluss um knapp drei Prozent auf 154 Euro ab, nachdem sie bereits im Haupthandel rund zwei Prozent verloren hatte.

Damit entfernt sich das Papier weiter vom Ende März erreichten Rekordhoch von knapp 173 Euro. Trotz der jüngsten Korrektur liegt der Kurs noch zehn Prozent über dem Niveau von Ende 2023.

In den vergangenen zwölf Monaten zog der Börsenwert von Airbus um rund ein Viertel auf zuletzt rund 125 Milliarden Euro an. Damit schnitt der europäische Konzern am Finanzmarkt deutlich besser ab als Boeing. Der US-Konkurrent und Erzrivale kämpft derzeit mit einer Reihe von Problemen wie Sicherheitsrisiken. Die Marktkapitalisierung von Boeing sackte deshalb seit April 2023 um rund ein Fünftel auf umgerechnet nur noch etwas mehr als 90 Milliarden Euro ab.

"Unsere Auslieferungen im ersten Quartal fanden in einem Geschäftsumfeld statt, für das keine Besserung in Sicht ist. Die geopolitische Lage und die Situation in der Lieferkette sind nach wie vor angespannt. In diesem Kontext haben wir 142 Verkehrsflugzeuge ausgeliefert", sagte Konzernchef Guillaume Faury. "Wir sind mit einem soliden Auftragseingang für alle unsere Aktivitäten in das Jahr 2024 gestartet."

Zwölf A350 pro Monat

Die starke Dynamik im Widebody-Segment untermauere die Entscheidung, die A350-Produktionsrate auf monatlich 12 Flugzeuge im Jahr 2028 zu erhöhen. "Unsere Hochlaufpläne schreiten voran und werden unterstützt von Investitionen in unser Produktionssystem, wobei wir uns auf unsere Grundpfeiler Produkt- und Arbeitssicherheit, Qualität, Integrität, Compliance sowie Unternehmenssicherheit verlassen."
© dpa-AFX | Abb.: Airbus | 25.04.2024 18:04


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