Verkehrsergebnis 2012
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Austrian mit Passagierrekord

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AUA Line Up am VIE, © Ingo Lang

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WIEN - Die österreichische Lufthansa-Tochter flog im vergangenen Jahr trotz rigoroser Rosskur und verkleinerter Flotte mit 11,5 Millionen Passagieren mehr Fluggäste als je zuvor. Bei einer um vier Prozent heruntergefahrenen Kapazität (ASK) konnte Austrian ihre Beförderungsleistung um 0,9 Prozent (RPK) steigern. Die Anzahl der Passagiere stieg um 1,8 Prozent, die Auslastung um 3,8 Punkte auf konzernweit gute 77,5 Prozent (LH 78,1 Prozent).

Gut behauptet hat sich die Airline auch im verkehrsschwachen Dezember. Trotz Flottenreduktion um vier Mittelstreckenjets (B737) stieg die Passagierzahl um 2,4 Prozent auf 811.000 Fluggäste.

Austrians dominanter Markt ist neben dem intensiven Nachbarschaftsverkehr mit Deutschland und der Schweiz auch weiterhin der transitintensive Europaverkehr, mit Schwerpunkt Nordwesteuropa nach Südosteuropa, die Levante und Nahost. Dort flogen mit dem österreichischen Carrier im vergangenen Jahr 9,2 Millionen Passagiere, um 2,9 Prozent mehr als im Vorjahr. Die durchschnittliche Europaauslastung verbesserte sich um 3,7 Punkte auf 75,3 Prozent (Dezember: 611.000 Passagiere, Steigerung 3,5 Prozent, Auslastung plus 6 Punkte auf 75,9 Prozent).

Interkontinental musste die Airline hingegen einen leichten Rückgang hinnehmen. Nach Einstellung des Mumbai-Dienstes reisten auf Austrians Langstrecken 2012 'nur mehr' 1,6 Millionen Fluggäste, 1,1 Prozent weniger als im Vorjahr. Dagegen stieg die Auslastung um 4,1 Punkte auf 79,4 Prozent.

Wegen der Umrüstung ihrer Langstreckenkabinen nahm Austrian im Dezember vorübergehend zwei Maschinen vom Netz. Mit 120.200 Fluggästen reduzierte sich dadurch die Anzahl der Langstreckenpassagiere um 4,9 Prozent auf 120.200. Dagegen verbesserte sich die Auslastung um 3 Punkte auf 77,1 Prozent.

Insgesamt war das Jahr 2012 bei Austrian Airlines von massiven Restrukturierungen gekennzeichnet, die bis 2014 Ertragsverbesserungen von 230 Millionen Euro bringen sollen. So wurde im Juli der gesamte Flugbetrieb zur Regionaltochter Tyrolean ausgelagert. Die Maßnahme ist von der Belegschaft heftig kritisiert worden, bis hin zu anhängigen Klagen bei EU-Gerichten.

Darüber hinaus setzte die LH-Airline ihre Flottenbereinigung weiter fort. Auf der Mittelstrecke werden bis Frühjahr alle elf Boeing 737 Maschinen ausgeflottet und durch sieben Airbus A320 ersetzt. Trotz verkleinerter Flotte konnte Austrian durch eine effektivere Produktion aber mehr Passagiere befördern als zuvor.

Gegenwärtig investiert Austrian 90 Millionen EUR in ihr neues Langstreckenprodukt, vor allem im Premiumbereich.
© aero.at | Abb.: M Groihs | 10.01.2013 15:42


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