Germania
Älter als 7 Tage

Spanien schließt Untersuchung nach harter Landung ab

Germania Airbus A321
Germania Airbus A321, © world-of-aviation.de Björn Schmitt Aviation Photography

Verwandte Themen

DÜSSELDORF - Nach einer harten Landung in Fuerteventura erhielt ein Airbus A321 von Germania ein neues Fahrwerk. Die spanische Unfall-Ermittlungsbehörde CIAIAC fand heraus, weshalb die D-ASTP nach dem Zwischenfall am 16. Juli 2016 zuvor noch mit 222 Passagieren und Crewmitgliedern den Rückflug nach Düsseldorf antrat.

Den ersten Anflug auf Fuerteventura brachen die Piloten ab. Beim zweiten Versuch setzte das Flugzeug ziemlich hart auf der Landebahn auf. Die Beschleunigungssensoren registrierten 3,32g, ein bei solchen Werten automatisch generierter Bericht unterrichtete die Piloten über eine "harte Landung".

"Der Kapitän informierte vorschriftsmäßig und umgehend die diensthabenden Techniker über den Vorfall", schilderte Germania den Nachgang gegenüber aero.de. Der erfahrene Flugkapitän habe anschließend "eine physische Inspektion des Flugzeugs durchgeführt, bei der keine Beschädigungen festgestellt werden konnten".

Erst in Düsseldorf deckten Techniker schwere Fahrwerksschäden auf und zogen die A321 für eine mehrwöchige Instandsetzung aus dem Verkehr. Germania tauschte das linke Hauptfahrwerk aus und erneuerte an beiden Hauptfahrwerken die Dämpfer.

CIAIAC: Fehlende technische Unterstützung

Den Piloten habe es letztlich an Anhaltspunkten gefehlt, um die potenziellen Auswirkungen der harten Landung richtig einzuordnen, erklärte die CIAIAC nun in einer Stellungnahme, auf die in Kürze ein Abschlussbericht folgen wird. Ebenso habe es am Flughafen von Fuerteventura an "technischer Unterstützung" gemangelt.

Germania setzte die spanischen Ermittler am 30. August 2016 über den Vorfall in Kenntnis.
© aero.de | Abb.: Germania | 09.08.2017 17:06

Um einen Kommentar schreiben zu können, müssen Sie sich bei aero.de registrieren oder einloggen.

Beitrag vom 26.09.2017 - 13:49 Uhr
Mal ne Frage: Was können denn die beiden MLGs genau definieren: Flieger on Air / am Boden

Für das Air/Ground flag werden tatsächlich verschiedene Inputs herangezogen. Bei dem folgenden Logikbaum geht es um den Übergang von Air zu Ground:

* Fahrwerk ausgefahren und verriegelt
* Radumdrehungen an beiden MLGs entsprechen einer Geschwindigkeit >= 72 kt GS
* oder für länger als 3 Sekunden: beide MLG Absorber compressed und Radio Alt
Beitrag vom 15.08.2017 - 22:55 Uhr
Wie ist das eigentlich? Wird ab einem gewissen G-Wert eigentlich auch Airbus Industries automatisch informiert, oder bleibt das erst mal bei der betroffenen Airline? Ich gehe mal davon aus dass man ab einem bestimmten Wert ohnehin nicht mehr ohne den Hersteller weiter weiss.
Beitrag vom 15.08.2017 - 21:48 Uhr
Ein grund ist doch bekannt: Klärung des Begriffes "Harte Landung"...
Das Flugzeug wird dcch für bestimmte Geschwindigkeiten und Beschleunigungen zugelassen...


Stellenmarkt

Schlagzeilen

PaxEx.de Passenger Experience

Meistgelesene Artikel

Community

FLUGREVUE 10/2017

Take-off TV Video-Blog

Shop

Es gibt neue
Nachrichten bei aero.de

Startseite neu laden