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Qantas plant weitgehende Kooperation mit Emirates

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Emirates Airbus A380, © Airbus S.A.S.
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MELBOURNE - Qantas steht laut einem Pressebericht kurz vor einem Bündnis mit der arabischen Gesellschaft Emirates. Wie die "Australian Financial Review" am Donnerstag berichtet, verhandeln beide Unternehmen derzeit über eine Codesharing-Vereinbarung, nach der Qantas-Passagiere künftig mit Emirates zu ihren Zielen in Europa, dem Nahen Osten und Afrika fliegen sollen. Gemeinsames neues Drehkreuz soll die Emirates-Basis in Dubai werden.

In Europa würde Qantas selbst künftig nur noch London ansteuern. Frankfurt als letztes Qantas-Ziel auf dem europäischen Festland würde Emirates übernehmen.

Qantas bestätigte am Donnerstag offiziell Kooperationsgespräche mit mehreren Fluglinien. Dazu zähle auch Emirates. Zu Details wollte sich das Unternehmen jedoch nicht äußern. Dennoch setzte die Qantas-Aktie zu einem Höhenflug an. An der Börse in Sydney legten die Papiere um 9,60 Prozent auf 1,085 australische Dollar zu.

Ein Bündnis mit Emirates würde den Qantas-Kunden Zugang zu einem riesigen weltweiten Netzwerk verschaffen. Dazu zählen 30 Ziele in Europa und 18 in Afrika. Qantas-Chef Alan Joyce könnte den Rückzug von vielen Strecken nutzen, um ältere Flugzeuge früher auszumustern oder den Ausbau des Asiennetzes voranzutreiben.

Qantas schreibt im Langstreckengeschäft seit langem rote Zahlen. Im laufenden Jahr erwartet das Management auch konzernweit einen Verlust. Die Gesellschaft hat bereits Berater engagiert, die ihr bei der Abwehr möglicher Übernahmeversuche helfen sollen, nachdem der Aktienkurs im Juni in den Keller gerauscht war. In der Vergangenheit hatten bereits British Airways und deren heutiger Mutterkonzern IAG Interesse an der australischen Fluglinie bekundet.

Emirates wäre nicht die erste arabische Fluggesellschaft, die ihre Fühler nach Australien ausstreckt. Der dortige Markt ist begehrt. Erst kürzlich sicherte sich die aus Abu Dhabi stammende Etihad, die auch an der zweitgrößten deutschen Fluglinie Air Berlin beteiligt ist, rund fünf Prozent an der Fluglinie Virgin Australia.

© dpa-AFX | Abb.: world-of-aviation.de, Björn Schmitt Aviation Photography | 26.07.2012 11:11




Leser-Kommentare (3)

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26.07.2012 12:41
Kein Australier wird zweimal umsteigen (in Singapur und in London) um zu einem Ziel in Europa zu kommen, wenn er das auch mit einmal Umsteigen in Dubai oder Abu Dhabi für weniger Geld bekommen kann.

Dass das also nicht funktioniert hat ist selbsterklärend.
26.07.2012 12:37
Hmmmh. Offenbar gibt es doch die jahrzehntelange Kooperation mit BA. Von dort sollen doch die ganzen europäischen Paxe kommen. Hat das also offenbar nicht funktioniert?
26.07.2012 11:43
Emirates und Etihad sind die größten Konkurrenten für Qantas' Europageschäft und sind hier erheblich überlegen, deshalb ist es nur konsequent sich mit ihnen zu verbünden.
Die einzige andere Möglichkeit wäre die massive Umstrukturierung der eigenen Flotte und des Netzwerkes gewesen, dies also die kleine Lösung.


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