Beitrag vom 16.08.2026 - 18:33 Uhr
So viele Experten hier, die jetzt schon alle ganz genau wissen, was die Ursache und in welchem möglichen technischen Zustand die 789 war.
Ist Euch das gar nicht peinlich?
Wartet doch die Untersuchungsergebnisse ab. Und freut Euch, dass niemand zu Schaden gekommen ist.
Beitrag vom 16.08.2026 - 19:26 Uhr
Video von einem Pax
https://youtu.be/OPWxdZlFTG8
Danke für den Link. Wobei dieses Video eigentlich nur bestätigt, dass es zu einer Runway Excursion gekommen ist. Das weitere Ausfahren der Slats zum Ende des Videos könnte auf eine automatische Stall-Protection der 787 zurückgehen, aber das ist schon Vermutung. Ansonsten wissen wir nach diesem Video auch nicht mehr über die Ursache/n des Vorfalls als zuvor.
Beitrag vom 16.08.2026 - 20:18 Uhr
Also, euer Beef interessiert mich eigentlich nicht aber es ist schon Auffällig das hier bei solchen "Events" Regelmäßig ein solches Hin- und Her entsteht. Es beteiligen sich hier sicherlich Techniker, Luftftahrt-Interessierte und auch wir Kollegen aus dem Cockpit.
Die Zeit, bzw der Interims- und Abschlussbericht werden zeigen wer Recht hatte.
Aber wir sollten zum aktuellen Zeitpunkt in Betracht ziehen das die Ursache bei "Jedem" liegen könnte.
Es wäre nicht das erste falsche Loadsheet, der erste Fehlerhafte Eingabe in FMF oder auch Technische Ursache seit es solche Incidents gibt.
Was mich aber echt verwundert.
Das setzen die beiden Kollegen Takeoff Power, merken nicht das die Beschleunigung vom "Normalen" abweicht und reagieren nicht.
In diesen Fall muss doch ROAAS gebimmelt haben wie verrückt und es wird nicht reagiert. Zumindest könnte man das meinen.
Bin gespannt auf die Reports.
Bis dahin, bleibt locker
Als Nichtpilot aber Luftfahrtinteressierter wäre diese Einschätzung auch meine Vermutung für die Ursache. Bin nur Autofahrer aber das seit über 60 Jahren recht erfolgreich, sprich nur ein leicht verbeulter Kotflügel beim parken. Was ich in all den Jahren aber gelegentlich erlebt habe ist das in kritischen Situationen der Verstand bei manchem Fahrer wirklich komplett aussetzt. Da wird ein Überholversuch auf Biegen und Brechen durchgeführt obwohl es erkennbar sehr knapp ist. Dann sieht man oft entsprechende Bilder in der Zeitung.
Im Auto sitzt nur ein mehr oder weniger fähiger Fahrer. Im Cockpit aber 2 (normalerweise) gut ausgebildetet Piloten. Und da frage ich mich schon wieso der Start nicht abgebrochen wurde. Ich kann mir nichts wichtigeres beim Start vorstellen als das die Maschine zu bestimmten Punkten der Piste eine bestimmte Geschwindigkeit erreichen muss. Ist das nicht der Fall wieso reagieren (möglicherweisese) beide Piloten nicht durch übliche Massnahmen. Und die können laienhaft betrachtet doch nur Startabbruch oder deutlich mehr Power sein. Oder kann da auch der Verstand kollektiv ausgesetzt haben?
Beitrag vom 16.08.2026 - 20:38 Uhr
Der Einstieg ist doch ganz einfach
2. Newton'sches Axiom: Kraft gleich Masse mal Beschleunigung.
umgeformt: Beschleunigung gleich Kraft pro Masse.
Dass die Beschleunigung nicht ausreichend war, ist ja wohl unstrittig. Also war die Kraft zu klein oder die Masse zu groß. (Rollwiderstand scheidet bei dem Wetter aus)
Im ersten Fall war der Schub nicht richtig gesetzt, im zweiten Fall waren die T/O-data nicht richtig gerechnet.
Fertig.
Das eine zu bemerken und das andere zu vermeiden,, ist Aufgabe der Crew.
Und beides ist nicht besonders schwer.
Und , ich wiederhole mich, wenn der Kasten nach halber Bahn (hier 2000m) keine Anstalten macht, sich der vR zu nähern, gehören die Gashebel an den Anschlag. Vorne oder hinten, besser vorne.
Beitrag vom 16.08.2026 - 21:02 Uhr
Die Beschleunugung war eindeutig zu gering. Um 2 m/sec² oder mehr sollten es sein. Ich habe
dann mal mit 1 m/s² !! gerechnet und ein vr von 170 Knoten = 88m/s angenommen.
Das ergibt 88 sec und die Stecke beträgt 3.872m. Das passt zu dem overrun weil ja bei der Rotation noch Strecke gemacht wird.
Es wurden Bremsspuren auf der Bahn festgestellt die über Bahn (> 100m) hinausreichen, bis zum abhebe Punkt. Ich kann das Video nicht verlinken da privat erhalten. Daraus wird nun gesclossen, das eine Ursache ein Versagen der Bremse war die immer stärker gegriffen hat weil auch die Bremsspuren immer dunkler werden.
Daswäre dann ein technisches Versagen, aber warum wurde es nicht "behandelt"? Der letzte Absatz von Fliegerschmunz macht es deutlich.
Nachtrag: btw. "AeroNewsGermany" hat ein recht gutes Vidoe gemacht und geht auch auf die Bremspuren ein.
Dieser Beitrag wurde am 16.08.2026 21:15 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 16.08.2026 - 22:43 Uhr
Wartet doch die Untersuchungsergebnisse ab. Und freut Euch, dass niemand zu Schaden gekommen ist.
Modhinweis: Es ist nicht nur erlaubt, sondern auch erwünscht zu spekulieren!
Erfahrungen, das Spekulationen am Ende seltenst dem Untersuchungsbericht vollständig entsprechen, begründen nicht das Spekulieren zu unterlassen. Es ist es völlig legitim, Vermutungen zur Ursache zu äußern und mögliche Herleitungen aufzustellen.
Das passiert in allen Aviation Foren weltweit und es tut nirgendwem irgendwo weh.
Es ist interessant und ein Mehrwert, Äusserungen von erfahrenen Piloten zu so einem Fall zu haben.
Dieser Beitrag wurde am 16.08.2026 22:44 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 17.08.2026 - 00:19 Uhr
Die Beschleunugung war eindeutig zu gering. Um 2 m/sec² oder mehr sollten es sein. Ich habe
dann mal mit 1 m/s² !! gerechnet und ein vr von 170 Knoten = 88m/s angenommen.
Das ergibt 88 sec und die Stecke beträgt 3.872m. Das passt zu dem overrun weil ja bei der Rotation noch Strecke gemacht wird.
Es wurden Bremsspuren auf der Bahn festgestellt die über Bahn (> 100m) hinausreichen, bis zum abhebe Punkt. Ich kann das Video nicht verlinken da privat erhalten. Daraus wird nun gesclossen, das eine Ursache ein Versagen der Bremse war die immer stärker gegriffen hat weil auch die Bremsspuren immer dunkler werden.
Daswäre dann ein technisches Versagen, aber warum wurde es nicht "behandelt"? Der letzte Absatz von Fliegerschmunz macht es deutlich.
Nachtrag: btw. "AeroNewsGermany" hat ein recht gutes Vidoe gemacht und geht auch auf die Bremspuren ein.
Danke für die Hinweise - zusammen mit dem, was man jetzt auch beim Aviation Herald lesen kann, wird wahrscheinlicher, dass wir es hier wohl eher mit einem Vorfall nach dem Modell "Schweizer Käse" zu tun haben als mit einem Vorfall, der nur einzelnen Faktor als Ursache hat. Beim "Schweizer Käse" stellt sich dann ja inhärent die Frage: Was geschah in den entscheidenden Momenten im Cockpit - oder eben auch nicht? Hatte es einen Einfluss auf das Gesamtgeschehen - und wenn ja: welchen? Es ist jedenfalls schon frappierend, dass die Maschine praktisch bis zum Ende der Runway durchrollt, ohne dass ein Handeln der Piloten sichtbar wird, obwohl der Maschine offensichtlich die nötige Beschleunigung für die Rotation fehlt. Erst als die Maschine das Ende der Runway erreicht wird sie - dann allerdings scharf - hochgerissen, so scharf, dass es zu einem Tailstrike kommt. Wie die Video-Bilder dann jedoch auch noch zeigen wird nach dem Take-off danach aber ganz normal das Fahrwerk eingefahren, wohinter sich zumindest ein Fragezeichen setzt, wenn ein Problem mit den Bremsen der Auslöser des Vorfalls gewesen sein sollte. Aber vielleicht ist dieses Fragezeichen noch am ehesten auflösbar.
Es wird hoffentlich weitere Informationen geben, die den Sachverhalt dann klären.
Beitrag vom 17.08.2026 - 00:21 Uhr
Wartet doch die Untersuchungsergebnisse ab. Und freut Euch, dass niemand zu Schaden gekommen ist.
Modhinweis: Es ist nicht nur erlaubt, sondern auch erwünscht zu spekulieren!
Erfahrungen, das Spekulationen am Ende seltenst dem Untersuchungsbericht vollständig entsprechen, begründen nicht das Spekulieren zu unterlassen. Es ist es völlig legitim, Vermutungen zur Ursache zu äußern und mögliche Herleitungen aufzustellen.
Das passiert in allen Aviation Foren weltweit und es tut nirgendwem irgendwo weh.
Es ist interessant und ein Mehrwert, Äusserungen von erfahrenen Piloten zu so einem Fall zu haben.
Völlig einverstanden!
Mich störe eben nur das sofort die 'unbekannten Piloten' ein 'technisch funktionierendes Flugzeug fast in ein Desaster' gesteuert haben sollten. So eben jegliche technische Komponente völlig ausgeschlossen sein soll.
Wenn ich den Post von @FW 190 richtig verstehe, scheint das ja durchaus möglich.
Beitrag vom 17.08.2026 - 05:24 Uhr
Es gibt Bremsspuren bis in die Befeuerung:
https://www.reddit.com/r/aviation/comments/1vqau8z/more_video_from_munichvn34_as_airport_vehicles/
AvHerald zufolge aktivierten sich etwa bei V1 die Bremsen.
Beitrag vom 17.08.2026 - 07:34 Uhr
Wartet doch die Untersuchungsergebnisse ab. Und freut Euch, dass niemand zu Schaden gekommen ist.
Modhinweis: Es ist nicht nur erlaubt, sondern auch erwünscht zu spekulieren!
Erfahrungen, das Spekulationen am Ende seltenst dem Untersuchungsbericht vollständig entsprechen, begründen nicht das Spekulieren zu unterlassen. Es ist es völlig legitim, Vermutungen zur Ursache zu äußern und mögliche Herleitungen aufzustellen.
Das passiert in allen Aviation Foren weltweit und es tut nirgendwem irgendwo weh.
Es ist interessant und ein Mehrwert, Äusserungen von erfahrenen Piloten zu so einem Fall zu haben.
Eine Spekulation ist alltagssprachlich eine Annahme, die auf unvollständigen Informationen beruht. Wenn man also spekuliert, kann man das ja auch so zum Ausdruck bringen.
Leider macht das hier nicht jeder, besonders einer nicht. Der spekuliert nicht, der urteilt.
Bringen Urteile einen Mehrwert? Ich weiß nicht ... Für mich ist es Besserwissertum und Arroganz. Egal ob er schlussendlich recht hat oder nicht.
Beitrag vom 17.08.2026 - 09:16 Uhr
Es gibt Bremsspuren bis in die Befeuerung:
https://www.reddit.com/r/aviation/comments/1vqau8z/more_video_from_munichvn34_as_airport_vehicles/
AvHerald zufolge aktivierten sich etwa bei V1 die Bremsen.
Beeindruckende Bilder ...
Aktivierte Bremsen (rechts) lassen sich anhand der Bremsspuren für etwa die die letzten ~250m vor Bahnende nachweisen. Aber auch die Beschleunigung davor war schon deutlich geringer als üblich. Aber 250m vor Bahnende ist normalerweise _alles_ bereits in der Luft.
Kann man eine 787 unbewusst bremsen (Also so wie man als Beifahrer im Auto bisweilen im Reflex aufs Bodenblech tritt, wenn's eng wird)?
Dieser Beitrag wurde am 17.08.2026 09:18 Uhr bearbeitet. Beitrag vom 17.08.2026 - 09:22 Uhr
Leider macht das hier nicht jeder, besonders einer nicht. Der spekuliert nicht, der urteilt.
Ja, immer ist alles ganz einfach, alles ganz klar: Den Piloten fehlen einfach BASIC FLYING Skills. Diese Art der herablassenden Vorverurteilung, und zwar bei jedem einzelnen Vorfall, trägt auch mMn nichts zu guten Diskussionen hier bei.
Beitrag vom 17.08.2026 - 09:31 Uhr
Leider macht das hier nicht jeder, besonders einer nicht. Der spekuliert nicht, der urteilt.
Ja, immer ist alles ganz einfach, alles ganz klar: Den Piloten fehlen einfach BASIC FLYING Skills. Diese Art der herablassenden Vorverurteilung, und zwar bei jedem einzelnen Vorfall, trägt auch mMn nichts zu guten Diskussionen hier bei.
... und wird langsam langweilig, oder wie der Lateiner sagt: Bis repetita non placent!
Dieser Beitrag wurde am 17.08.2026 09:32 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 17.08.2026 - 09:40 Uhr
Korrekterweise handelt es sich nicht um eine Brems- sondern um eine Bremsblockierspur.
Folglich wissen wir nicht, wann die Bremswirkung einsetzte. Sehen kann man nur, daß die Bremswirkung bis zum Blockieren zugenommen hat.
Das wirft erstens die Frage auf, was hat das Bremsen ausgelöst, und zweitens warum nahm die Bremswirkung bis zum Blockieren hier offensichtlich mehrerer Räder nur eines Fahrwerks im Verlauf zu.
In Ergänzung zu der von @EricM aufgeworfenen Frage die weitere Überlegung: Kann man das Flugzeug - bewußt oder unbewußt - nur einseitig bremsen? Und, falls das nicht der Fall sein sollte, indiziert das nicht einen technischen Fehler?
Grüße
Beitrag vom 17.08.2026 - 10:03 Uhr
Man kann Flugzeug einseitig bremsen. Und zwar funktionieren die Radbremsen über die Pedale.
"kippen" der Pedale aktiviert die Bremsen.. und zwar linkes Pedal = linke Bremse und rechtes Pedal = rechte Bremse. Schieben des Pedals steuert das Seitenruder (am Boden auch das Burgfahrwerk (limitiert)). Da die Seitenruder Wirkung ja erst mit zunehmender Geschwindigkeit einsetzt und zunimmt, wird sie Richtungsstabilität in den späteren Phasen des Startlaufes mit dem Ruder und nicht mehr dem Steuerrad. (Wenn man das typabhängig überhaupt nutzt)
Wenn man den Fuß nicht richtig auf dem unteren Teil des Pedals hat sondern zu hoch, dann wäre es möglich,.statt nur einen Ruderinput auch einen Bremsinput zu erzeugen und es evtl nicht zu bemerken. Den PN Monitoring sollte allerdings mitbekommen, das die Beschleunigung zu gering ist und dann Triebwerksleistung usw kontrollieren (ob und wo eine Bremsdruckanzeige bei der B787 verbaut/angezeigt wird, entzieht sich meiner Kenntnis)