EU-Flugverbot
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Safi Airways gibt Verbindung von Frankfurt nach Kabul auf

SAfi
Safi Airways Airbus A340-300, © Safi Airways

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FRANKFURT - Die afghanische Fluggesellschaft Safi Airways gibt ihre Verbindung zwischen Frankfurt und Kabul bis auf weiteres auf. Hintergrund ist das EU-Verbot von November, wonach Flugzeuge aus Afghanistan nicht mehr in die Europäische Union fliegen dürfen, weil die Behörden in Kabul noch keine Luftsicherheitsaufsicht nach internationalen Standards aufgebaut haben. Kurz nach dem EU-Verbot hatte Safi Airways angekündigt, den Linienverkehr mit europäischen Flugzeugen fortzusetzen.

Da eine ausländische Betriebsgenehmigung für eigene Flugzeuge, die in Europa stationiert sind, aber Zeit brauche, setze man nun ab dem 10. Januar 2011 die Flüge aus. Bis dahin werden Flüge mit einem geleasten Flugzeug unter europäischer Registrierung absolviert.

Das am 24. November verhängte generelle EU-Einflugverbot für afghanische Flugzeuge resultiert aus der seitens des afghanischen Transportministeriums nicht nachgekommenen Aufforderung der Europäischen Kommission, eine nach den Standards der Internationalen Zivilluftfahrtbehörde ICAO arbeitende nationale Luftsicherheitsaufsicht zu schaffen.

Bis die Regierung des zentralasiatischen Staates dieser Eingabe nachkommt, besteht für alle in Afghanistan registrierten Flugzeuge ab dem 24. November 2010 ein generelles Einflugverbot in die Europäische Union. Dieses Verbot gilt auch für die Fluggesellschaft Safi Airways, obwohl diese nach eigenen Angaben bereits nach den von der EU geforderten ICAO-Standards operiert und ihre Flotte bei Lufthansa Technik in die Wartung gibt.

Um bereits gebuchte Flüge, insbesondere über die aktuell stark nachgefragten Feiertage und während der Ferienzeit durchführen zu können, führt Safi Airways derzeit Direktverbindungen von Frankfurt nach Kabul mit einem geleasten Flugzeug unter europäischer Registrierung durch oder bucht Passagiere auf alternative Flüge via Dubai um, um eventuelle Unannehmlichkeiten zu minimieren.

Hamid Safi, Executive Director von Safi Airways, erklärte, dass die Fluggesellschaft derzeit alle zur Verfügung stehenden Möglichkeiten, einschließlich die Beantragung einer ausländischen Betriebsgenehmigung, prüfe. "Da dieser Prozess Zeit in Anspruch nimmt und wir unseren Kunden jegliche Unsicherheiten ersparen wollen, haben wir die schwierige Entscheidung getroffen, den Linienflugverkehr zwischen Frankfurt und Kabul bis auf Weiteres auszusetzen. Wir arbeiten mit Hochdruck an einer dauerhaften Lösung. Gleichzeitig weisen wir Passagiere darauf hin, dass wir die Strecke von Dubai nach Kabul zwei Mal täglich bedienen", so Safi.

Safi Airways hatte im Juni 2009 einen Linienverkehr zwischen Kabul und Frankfurt am Main eingerichtet. Gegenwärtig bedient das Unternehmen  diese Strecke an drei Verkehrstagen in der Woche mit Fluggerät vom Typ Airbus A340-300. Mit Inkrafttreten des Einflugverbots will Safi Airways die Linie Frankfurt - Kabul vorläufig mit einer angemieteten Boeing 757 unter spanischer Registrierung aufrechthalten.
© dpa-AFX, aero.de | 20.12.2010 17:21


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