Touristik
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Weg für weitere Tui-Hilfen frei

Tui Boeing 737
Tui Boeing 737 MAX 8, © Tui

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HANNOVER - Tui hat die Voraussetzung für eine weitere staatliche Milliarden-Hilfe zur Überbrückung des coronabedingten Geschäftseinbruchs geschaffen. Die Inhaber einer Anleihe haben der Aussetzung einer vertraglichen Bedingung zugestimmt, die eine künftige Verschuldungsbegrenzung vorgesehen hatte.

An die Aussetzung war eine zusätzliche Kreditlinie der Förderbank KfW von rund 1,2 Milliarden Euro gebunden.

Der Tourismuskonzern kämpft wegen der Auswirkungen der Corona-Krise mit tiefroten Zahlen. Um die Krise zu überstehen, hat sich Tui nun Staatshilfen im Umfang von drei Milliarden Euro gesichert. Ein im April gewährter Kredit der KfW über 1,8 Milliarden Euro soll um 1,05 Milliarden Euro aufgestockt werden. Überdies sollen 150 Millionen Euro über eine Wandelanleihe an Tui gehen, die der Wirtschaftsstabilisierungsfonds (WSF) des Bundes zeichnet.

Die Touristikbranche gehört zu den am schwersten von der Pandemie getroffenen Wirtschaftszweigen. Tui braucht das Geld, um die weitere Finanzierung nach rund drei Monaten Geschäftsausfall zwischen Mitte März und Mitte Juni zu sichern. Die verzögerte Sommersaison läuft erst seit Juni. Tui fährt schon einen harten Sparkurs mit Stellenstreichungen und geringeren Investitionen, erwartet aber erst in mittlerer Frist eine Erholung.

Anfang April hatte ein Bankenkonsortium den Weg für den ersten staatlich abgesicherten Großkredit zur Dämpfung der Pandemie-Folgen frei gemacht. Tui ergänzte damit ein bestehendes Darlehensprogramm, blieb jedoch auf der Suche nach Wegen, um die Finanzkraft zu erhöhen. Vorstandschef Fritz Joussen hatte angedeutet, dass die bisherigen Summen trotz paralleler Einsparungen nicht ausreichen könnten.

Die Tui-Gruppe hatte angekündigt, bis zu 8.000 Jobs vor allem im Ausland zu streichen. Außerdem soll die Flotte ihrer Airline Tuifly um über die Hälfte verkleinert werden - dabei könnten dem Vernehmen nach 900 Vollzeitstellen wegfallen sowie mehrere Standorte geschlossen werden. Management und Belegschaft beraten nun über Details der Umsetzung.
© dpa-AFX | Abb.: TUI | 09.09.2020 16:43

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Beitrag vom 14.09.2020 - 02:25 Uhr
Ein global Player wie die TUI-Group, wenn das mal gut geht?
Grossspurig wie dieser Konzern unterwegs war und nachdem nun in der CORONA Zeit nicht nur Kunden sondern auch deren eigene Partner im Stich gelassen wurden, ich denke das hat vielen das WAHRE Gesicht der TUI-Group gezeigt?
Ich bezweifle, dass dieses Unternehmen eine Zukunft hat.
In den vergangenen Jahren hatte die TUI-Group zuviel Mitbewerber schon zu schlecht behandelt oder nach billige Uebernahmen dann wie einen heissen Stein fallen lassen, siehe OFT-Reisen, L-Tur, Callcenter Hannover und die Kollegen in der Tuerkei, die Airlines im Ausland, allen voran CORSAIR in Frankreich.
TUI was Besonderes . . . die Zeiten sind vorbei!
Sieht so aus als ob nun auch noch falsch investiert wurde, wenn nach so kurzer Zeit schon wieder das Geld knapp wird.
Ich denke der Aktienkurs und die bisherigen Entlassungen im Konzern sagen alles!


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