Tower mit riesiger Weltkarte
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Zivilflughafen Hahn feiert 20-jähriges Jubiläum

Tower am Flughafen Hahn
Tower am Flughafen Hahn, © Flughafen Frankfurt-Hahn

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HAHN - Einen neuen Blickfang hat sich der Flughafen Hahn zu seinem Jubiläum gegönnt: Am 20. Jahrestag der ersten zivilen Flugzeugstarts stieg am Mittwoch die Eröffnungsfeier für den auffällig umgestalteten Tower. Eine riesige blau-grüne Weltkarte auf einer Textilfassade umspannt nun das Gebäude - der abgelegene defizitäre Hunsrück-Airport gibt sich international. Vor zwei Jahrzehnten haben hier zivile Maschinen die US-Luftwaffe abgelöst.

Nicht nur das Äußere, auch die Statik des achtstöckigen Turms wurde saniert. Insgesamt schlug die Umgestaltung mit fast 1,6 Millionen Euro zu Buche. "Der Tower ist das Herz eines jeden Flughafens. Er ist eines der prägnantesten Gebäude am Platz und sollte auch dementsprechend ins Auge fallen", betonte der neue Hahn-Geschäftsführer Heinz Rethage.

Dem Beginn der zivilen Luftfahrt vorausgegangen war eine rund 40-jährige Nutzung durch die US-Luftwaffe. "Wir feiern das Jubiläum am Tag der Luftfahrt am 9. Juni bei einem Tag der offenen Tür", kündigte Hahn-Sprecherin Bianca Waters an.

Die ersten zivilen Flüge am 22. Mai 1993 brachten Sonnenhungrige nach Mallorca. Das ehemalige Offizierskasino diente als Terminal. 1994 ergattert der Hahn seine seltene und vergebens gerichtlich beklagte Nachtfluggenehmigung. 1999 startete der irische Billigflieger Ryanair hier seinen Flugbetrieb. Ein Jahr später betraten die ersten Passagiere das neue größere Terminal. 2001 gab sich die Betreibergesellschaft den mitunter belächelten Namen Flughafen Frankfurt-Hahn GmbH - bis zur Main-Metropole sind es 120 Kilometer.

2007 verbuchte der ehemalige US-Fliegerhorst mehr als vier Millionen Passagiere. Den Spitzenwert bei der geflogenen Fracht erreichte er 2011 mit 286 000 Tonnen. Seitdem sinken die Zahlen wieder - und der Hahn ist in finanzielle Turbulenzen geraten. Der rheinland-pfälzische Landtag verabschiedete im Frühjahr einen Nachtragshaushalt mit 80 Millionen Euro für den Flughafen. Er gehört zu 82,5 Prozent dem Land Rheinland-Pfalz, zu 17,5 Prozent Hessen und soll in Absprache mit der EU-Kommission strategisch neu ausgerichtet werden.

Schlagzeilen hat am Hahn jüngst auch die Pleite der Frachtfirma Air Cargo Germany (ACG) gemacht, an der die russische Logistikgruppe Volga-Dnepr zu 49 Prozent beteiligt ist. Nun drohen dem Land Rheinland-Pfalz Kreditausfälle von fast zehn Millionen Euro. Das erhitzt auch die Gemüter im Landtag.
© dpa | 22.05.2013 19:26


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