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Emirates nimmt A380 aus Skymark-Auftrag

Skymark Airbus A380
Skymark Airbus A380, © Airbus

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TOULOUSE - Emirates übernimmt zwei A380-Lieferpositionen im vierten Quartal 2017, die nach einer Auftragsstornierung von Air Austral im März frei wurden. Bei den Flugzeugen handelt es sich um zwei bereits gebaute A380, die Airbus 2014 nach Zahlungsunfähigkeit von Skymark Airlines nicht auslieferte.

Emirates habe die unvollendeten Flugzeuge mit den Produktionsnummern 162 und 167 abgelöst und damit ihren Gesamtauftrag auf 142 A380 aufgestockt, sagten mit der Angelegenheit vertraute Personen "Bloomberg".

Emirates bestätigte am Mittwoch lediglich die Erweiterung ihres Auftragsloses auf 142 A380 und dass die Flugzeuge im vierten Quartal 2017 mit der neuen Zwei-Klassen-Kabine zur Verfügung stehen werden.

Nachdem sich im Sommer 2014 der Ausfall des japanischen Kunden Skymark Airlines abzeichnete, hatte Airbus den Auftrag gekündigt und zwei unfertige A380 - ihnen fehlte unter anderem noch die Lackierung - von Hamburg zurück nach Toulouse geflogen. Dort parken die Flugzeuge auf Stellflächen abseits des Werks.

Skymark plante einst mit sechs A380, übernahm sich aber bereits an den ersten Flugzeugen. Inzwischen konnte sich die japanische Airline unter Mithilfe von All Nippon Airways berappeln und neu positionieren. Auch mit Airbus ist man wieder im Reinen, nachdem All Nippon Airways Ende 2015 einwilligte, drei A380 zu kaufen.

Als Airbus kürzlich die Entwicklung einer A380neo auf Eis legte und dies auch mit Kapazitätsengpässen beim wahrscheinlichsten Großabnehmer Emirates begründete, knatsche es in der Beziehung von Hersteller und Airline. Emirates-Chef Tim Clark sprach Airbus gar ab, eine stimmige Strategie für das Großraumsegment vorweisen zu können.

Inzwischen haben sich auch hier die Wogen geglättet. "Wir möchten an dieser Stelle noch einmal hervorheben, wie sehr wir mit unserem Flaggschiff zufrieden sind", sagte Clark am Mittwoch. "Der A380 ist ein Segen für die effiziente Organisation unseres Flugbetriebs."

Emirates sammelte schon einmal überzählige A380 ein und tauschte letztes Jahr vier Liefertermine mit der Leasingfirma Amedeo. Amedeo soll die nächsten A380 2017 erhalten, hat für die Flugzeuge bislang allerdings noch keinen Kunden präsentiert.
© aero.de, Bloomberg | Abb.: Ingo Lang, Großbild: Airbus | 13.04.2016 13:19

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Beitrag vom 14.04.2016 - 23:02 Uhr
@ hamxfw ... das stimmt
Beitrag vom 14.04.2016 - 07:35 Uhr
Man muss auch folgenden Aspekt bedenken.

Die beiden MSN´s stehen "gestored". Es benötigt ein ziemlichen Aufwand und Zeit diese erstmal wieder ins Leben zu bringen. Des Weiteren wird UAE sicherlich sich nicht nur auf die ehemaligen Abnahmen der Bauschritte mittels abgestempelten Papieren anderer verlassen.

Dazu muss man wissen, das beim Bau eines Flugzeugs jeder Abschnitt vom "Kunden" abgenommen und freigegeben wird. Das heißt, UAE-Inpektoren werden die Flugzeuge noch einmal intensiv unter die Lupe nehmen. Das braucht Zeit.

Erst dann werden die beiden Flugzeuge nach Hamburg überführt, werden dort neu eingetacktet, lackiert und erhalten auch dort ihre Kabinenausstattung.

Aus dem Grund entstehen die Verschiebungen im Lieferplan.

Man muss auch bedenken, dass die ganze Inneneinrichtung bei den Zulieferern bestellt und produziert werden muss. Auch dass muss erstmal getaktet werden.
Beitrag vom 14.04.2016 - 00:14 Uhr
Man muss auch folgenden Aspekt bedenken.

Die beiden MSN´s stehen "gestored". Es benötigt ein ziemlichen Aufwand und Zeit diese erstmal wieder ins Leben zu bringen. Des Weiteren wird UAE sicherlich sich nicht nur auf die ehemaligen Abnahmen der Bauschritte mittels abgestempelten Papieren anderer verlassen.

Dazu muss man wissen, das beim Bau eines Flugzeugs jeder Abschnitt vom "Kunden" abgenommen und freigegeben wird. Das heißt, UAE-Inpektoren werden die Flugzeuge noch einmal intensiv unter die Lupe nehmen. Das braucht Zeit.

Erst dann werden die beiden Flugzeuge nach Hamburg überführt, werden dort neu eingetacktet, lackiert und erhalten auch dort ihre Kabinenausstattung.

Aus dem Grund entstehen die Verschiebungen im Lieferplan.


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