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Ryanair bietet deutschen Piloten Festverträge

Ryanair Boeing 737-800
Ryanair Boeing 737-800, © Ingo Lang

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FRANKFURT - Ryanair übernimmt Vertragspiloten an deutschen Standorten in feste Beschäftigungsverhältnisse. Der bisherige Personaldienstleister zieht sich zurück.

"Ryanair hat begonnen, Vertragspiloten eine Direktanstellung anzubieten", teilte die Airline am Donnerstag mit. Etwa die Hälfte der deutschen Ryanair-Piloten war bislang nicht bei der irischen Airline angestellt, sondern über zwischengeschaltete Personalfirmen beschäftigt.

Der Bereederungsdienstleister McGinley Aviation informierte Piloten bereits, seine Tätiigkeiten für Ryanair in Deutschland bis 31. Oktober einzustellen.

Mit der Entspannung sind Streiks deutscher Ryanair-Piloten unwahrscheinlicher geworden. "Im Moment planen wir keine Streiks, können das aber auch nicht für alle Zukunft ausschließen", erklärte Markus Wahl, Sprecher der Vereinigung Cockpit (VC), Ende vergangener Woche.

Ein erster Warnstreik hatte kurz vor Weihnachten stattgefunden, den Flugbetrieb des Billiganbieters aber nicht nachhaltig gestört. Grundsätzlich zeigen sich die Iren bereit, mit der VC über die künftigen Entgelt- und Arbeitsbedingungen der rund 400 in Deutschland stationierten Ryanair-Piloten zu verhandeln. Die hatten dafür zuletzt eine Tarifkommission aufgestellt.

Die Anerkennung von Personalvertretungen ist ein Paradigmenwechsel für Ryanair, in dem Airlinechef O`Leary auch Chancen für das Unternehmen sieht. "Einer der Vorteile der Anerkennung von Gewerkschaften ist, dass sich Frankreich und Skandinavien jetzt geöffnet haben", sagte O`Leary laut "Reuters".

Ryanair erzielte zuletzt vielerorts Fortschritte in Verhandlung mit ihren Piloten, in Irland und Portugal schließt O`Leary Streiks und Flugausfälle über Ostern allerdings nicht aus. Zeitgleich fordern auch Flugbegleiter der Airline bessere Beschäftigungsbedingungen und eigene Tarifverträge.
© dpa-AFX, aero.de | 15.03.2018 08:32

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Beitrag vom 15.03.2018 - 09:57 Uhr
Eine gute Nachricht.
Ich denke, die Abwanderung von Piloten zu Konkurreten, die zwar ähnlich schlechte Bezahlung und Arbeitsbedingungen aber wenigstens eine sozialversicherungspflichtige Festanstellung bieten, hat Ryanair gezwungen zu handeln.
Sollte die Gewerkschaft auch durchsetzen können, dass auch Neueinsteiger fest anzustellen sind, wird das eventuelle Streikdrohungen mittel- bis langfristig wesentlich glaubwürdiger machen, als sie es bisher waren.


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