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Nächster Qantas-Sprung: Brisbane - Chicago

Qantas Boeing 787-9
Qantas Boeing 787-9, © Qantas

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SYDNEY - Wenige Tage nach dem ersten Nonstop-Flug von Perth nach London enthüllt Qantas-Chef Alan Joyce seine Ultralangstreckenpläne für die Zukunft. Denkbar sind Nonstop-Verbindungen von Brisbane nach Chicago und nach Seattle oder Dallas. Das Mittel der Wahl: der Boeing 787-9 Dreamliner.

Für September 2018 hat Qantas bereits eine Verbindung von Melbourne nach San Francisco angekündigt. Vor dem ersten Nonstop-Flug von Perth nach London hat die Airline zehn Jahre lang die Wind- und Wetterverhältnisse auf der Route ausgewertet.

Das Gleiche hat sie auch für die Strecken Brisbane-Chicago, Brisbane-Seattle und Brisbane-Dallas getan. Technisch wären laut Airline-Chef Alan Joyce alle drei Routen mit normaler Passagierauslastung möglich. Die Hindernisse sind eher gesetzlicher Natur.

Qantas und American Airlines haben im Februar 2018 einen zweiten Versuch gestartet, eine Erlaubnis der amerikanischen Behörden für eine engere Zusammenarbeit auf den Strecken zwischen Australien und den USA zu bekommen.

Von der Antwort der Behörden hängt es wohl ab, ob Qantas die avisierten Nonstop-Routen tatsächlich ins Programm nimmt.

Falls ja, will Qantas die Strecken mit den vier Boeing 787-Dreamlinern bedienen, die noch dieses Jahr ausgeliefert werden. "Wir hoffen, dass es in der Angelegenheit bald zu einem guten Ergebnis kommt", sagte Joyce gegenüber der Agentur "Bloomberg". Dann könnten Verbindungen noch in diesem Jahr an den Start gehen.

Dreamliner ersetzen Jumbos

Qantas hat eine Option auf weitere fünfundvierzig 787-9 Dreamliner. Das Modell soll nach und nach die letzten sechs Boeing 747 ersetzen, die noch für Qantas im Dienst sind. Damit zerschlägt sich die Hoffnung für Airbus, Qantas könnte ihre A380-Flotte doch noch aufstocken.

Für den nächsten großen Plan von Qantas, eine Nonstop-Verbindung zwischen Sydney und London, ist Airbus allerdings im Rennen. Joyce hat die beiden großen Flugzeugbauer aufgefordert, weitere zwanzig Minuten Flugzeit aus ihren Langstreckenstärksten Fliegern herauszukitzeln. Airbus wird dafür den A350-900ULR ins Rennen schicken, Boeing voraussichtlich die 777-8.
© aero.de (boa), Bloomberg | Abb.: Qantas | 29.03.2018 08:07

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Beitrag vom 29.03.2018 - 12:00 Uhr
Naja, zum einen sind spontane Preisvergleiche bei Flügen nur Momentaufnahmen.
Viel entscheidender dürfte sein, dass die Kerosinkosten ziemlich sicher beim Nonstop-Flug niedriger sind, da die Entfernung kürzer ist und eine verbrauchsintensive Start- und Steigflugphase weniger benötigt wird.
Last but not least erlaubt die 787 eine deutlich höhere Luftfeuchtigkeit erlaubt und deswegen der Trockenpflaumeneffekt deutlich niedriger liegen dürfte.
Mich würde eher interessieren, warum Brisbane-Seattle in der Liste der neuen Quantas-Ultralangstrecken steht. Die Verbindung Vancouver-Sidney wird doch schon seit längerem von Air Canada bedient, entsprechend sollte Brisbane - Seattle von der Reichweite her nicht wirklich problematisch sein.

Wie schon erwähnt, der Mehrverbrauch an Sprit, um den Sprit für den letzten Teil des Fluges zu transportieren, ist gewaltig. Eine deutlich höherer Luftfeuchtigkeit? Sie meinen 15% statt 5%? Nur mal zum Verleich, der durchschnittliche Wert in Berlin liegt bei 77%. Die 10% dürften also bei solch langen Flügen eher zu vernachlässigen sein.
Es steht doch im Artikel, warum Strecken wie BNE-SEA bisher nicht aufgenommen wurden. Wenn das amerikansiche DoT kein Ok für die Zusammenarbeit mit American gibt, ist jeder mehr oder weniger selbst verantwortlich, die Flugzeuge zu füllen und das ist dann deutlich schwieriger, gewinnbringend auf solchen Strecken zu operieren.
Beitrag vom 29.03.2018 - 11:40 Uhr
Thema Spritverbrauch ist schon in einem anderen Thread analysiert worden. Demzufolge ist der bei einem Ultralangstreckenflug höher als mit Zwischenstop.
Beitrag vom 29.03.2018 - 11:29 Uhr
Naja, zum einen sind spontane Preisvergleiche bei Flügen nur Momentaufnahmen.
Viel entscheidender dürfte sein, dass die Kerosinkosten ziemlich sicher beim Nonstop-Flug niedriger sind, da die Entfernung kürzer ist und eine verbrauchsintensive Start- und Steigflugphase weniger benötigt wird.
Last but not least erlaubt die 787 eine deutlich höhere Luftfeuchtigkeit erlaubt und deswegen der Trockenpflaumeneffekt deutlich niedriger liegen dürfte.
Mich würde eher interessieren, warum Brisbane-Seattle in der Liste der neuen Quantas-Ultralangstrecken steht. Die Verbindung Vancouver-Sidney wird doch schon seit längerem von Air Canada bedient, entsprechend sollte Brisbane - Seattle von der Reichweite her nicht wirklich problematisch sein.


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