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Laudamotion-Flug reißt Nachtflugverbot regelmäßig

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Flughafen Frankfurt, © Fraport AG

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FRANKFURT - Im Konflikt um dauerhaft verspätete Landungen am Frankfurter Flughafen hat es eine Verbindung der österreichischen Laudamotion zu trauriger Berühmtheit gebracht.

Im Juli ist der Flug aus Palma de Mallorca an 31 Verkehrstagen nur 6 Mal vor der Nachtfluggrenze von 23.00 Uhr gelandet, wie das hessische Verkehrsministerium am Donnerstag berichtete. Planmäßige Ankunft war jeweils um 22.45 Uhr.

16 Mal landete die Laudamotion verspätet zwischen 23.00 und 24.00 Uhr in Frankfurt, so dass sich dafür die Gesellschaft nun beim Regierungspräsidium Südhessen rechtfertigen muss. Es besteht der Verdacht, dass die Verspätung bereits im zu engen Flugplan angelegt ist. In acht Fällen mussten die Österreicher nach 24.00 Uhr im 120 Kilometer entfernten Hahn landen, wo kein Nachtflugverbot gilt. An einem Tag wurde der Flug gleich ganz abgesagt.

Laut Ministerium ist die absolute Zahl der verspäteten Flugbewegungen im Juli erstmals wieder zurückgegangen auf 162 Landungen und 83 Starts. Im Juni waren es noch 203 verspätete Landungen und 138 Starts gewesen, die den Schlaf der Anwohner störten.

Verkehrsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) lobte die Gesellschaft Condor, die konsequent gegen Verspätungen ihrer Maschinen vorgegangen sei. Im Juli stellte die irische Gesellschaft Ryanair mit 28 Prozent die meisten Spätlander vor der Lufthansa (20 Prozent) und Tuifly (14 Prozent). An Laudamotion ist Ryanair beteiligt.
© dpa-AFX, aero.de | 03.08.2018 08:03

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Beitrag vom 05.08.2018 - 10:50 Uhr
Als stabil gilt, wenn >66% der Flüge zur geplanten Zeit operiert werden können. Da gibt es schon auch noch Karenzzeiten (+-15min oder so), aber man kann sehr wohl eine Flugplanstabilität einfordern.
Mich würde mal interessieren, was für Konsequenzen es gibt.
So wie es aussieht, keine. Geregelt und dokumentiert ist das hier
 https://wirtschaft.hessen.de/verkehr/luftverkehr/laermschutz/verspaetete-starts-und-landungen
Vom Grenzwert, im Schnitt 7,5 Ldg nach 23Uhr ist man weit entfernt. Erst wenn der gerissen wird könnte man das ändern.
Die ungenaue Definition des Begriffes "Flugplangestaltung" fällt ihnen jetzt auf die Füße. Ein Frage, die nirgends adressiert wird, hat die Behörde nur Einfluß auf den Flug nach FRA
oder auch schon auf die Tagesgestaltung? Was bedeutet eng? 22:45 STA, ist das eng? Oder wenn heute, Sonntag, 2 Flüge der TUI um 23:00 ankommen sollen? Wer genehmigt so etwas und nimmt damit nicht zwangsläufig ein verpassen der Grenze in Kauf? Für mich alles viel zu unkonkret oder regt man sich nur unötig auf, alle Grenzwerte werden sja eingehalten?


Dieser Beitrag wurde am 05.08.2018 10:56 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 04.08.2018 - 22:35 Uhr
Weiß keiner. Auch egal.
Beitrag vom 04.08.2018 - 21:52 Uhr
Als stabil gilt, wenn >66% der Flüge zur geplanten Zeit operiert werden können. Da gibt es schon auch noch Karenzzeiten (+-15min oder so), aber man kann sehr wohl eine Flugplanstabilität einfordern.
Mich würde mal interessieren, was für Konsequenzen es gibt.


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