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Keine Überlebenden bei JU-52-Absturz in der Schweiz

ZÜRICH - In der Schweiz ist am Samstagnachmittag eine Junkers JU-52 des Unternehmens Ju-Air verunglückt. Dabei sind alle 20 Personen an Bord ums Leben gekommen. Dies teilte die Kantonspolizei am Sonntag auf einer Pressekonferenz mit.

Die fast 80 Jahre alte Maschine war gegen 16.50 Uhr am Berg Piz Segnas verunglückt. Die Absturzstelle liegt abgelegen in den Bergen Graubündens auf 2500 Metern Höhe. Bei dem Einsatz der Rettungs- und Bergungskräfte waren mehrere Hubschrauber beteiligt.

Nach Angaben der Behörden sei das Flugzeug nahezu senkrecht und mit relativ hoher Geschwindigkeit auf den Boden geprallt. Die Ursache stehe noch nicht fest. Vor dem Absturz wurde kein Notruf abgesetzt.

Am 04.08.2018 abgestürzte JU-52 (HB-HOT)
Am 04.08.2018 abgestürzte JU-52 (HB-HOT), © Kantonspolizei Graubünden

Nahezu ausgeschlossen werden könne eine Kollision mit einem anderen Flugzeug oder einem Kabel, etwa von einer Seilbahn. Hinweise auf Fremdeinwirkung wurden nicht gefunden. Auch sei das Flugzeug vermutlich nicht in der Luft auseinandergefallen.

Die beiden 61 und 62 Jahre alten Piloten galten als sehr erfahren. Beide waren rund 30 Jahre lang Linienpilot unter anderem bei der Swiss und Edelweiss auf den Mustern A330 und A340. Der Kapitän habe seit 2004 regelmäßig die "Tante Ju" geflogen.

Schweizer Medien zitierten Flugexperten mit Spekulationen, dass die Hitze bei den Unglücken eine Rolle gespielt haben könnte. Bei Hitze sei die Luft dünner, was die Leistung von Maschinen beeinträchtige.

Das betroffene Unternehmen Ju-Air, welches touristische Rundflüge anbietet, stellt seinen Flugbetrieb bis auf Weiteres ein.

"Das Team der Ju-Air ist tief traurig und denkt an die Passagiere, die Crew und Familien und Freunde der Verunglückten", teilte das Unternehmen mit. Die Maschinen sind im Volksmund als "Tante Ju" bekannt und werden oft zu Geburtstagen oder Jubiläen von Familien, Firmen oder Vereinen gebucht.

Die abgestürzte Maschine hatte Platz für 17 Passagiere, zwei Piloten und ein weiteres Besatzungsmitglied. Sie stammte aus dem Jahr 1939. Ju-Air gehört einem Verein von Freunden der schweizerischen Luftwaffe (VFL), der 1981 die drei von der Luftwaffe ausgemusterten Maschinen übernommen hatte.

Junkers JU-52
Junkers JU-52, © Ju-Air
© aero.de, dpa | Abb.: Kantonspolizei Graubünden | 05.08.2018 14:09

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Beitrag vom 06.08.2018 - 19:35 Uhr
Also die Ju52 ist auch nach 80 Jahren viel sicherer als jeder Airbus, ein Flug senkrecht in den Boden ist der so ziemlich einzige Weg das Flugzeug so kaputt zu kriegen das da keiner überlebt.

Auch die Motorisierung ist mehr als ausreichend, wobei Gebirge natürlich anspruchsvoll ist.

Außer der Betreiber reduziert die Motordrehzahl das die Motoren länger halten, dann ist die Leistung natürlich nicht mehr ausreichend.
Beitrag vom 06.08.2018 - 12:51 Uhr
Also die Ju52 ist auch nach 80 Jahren viel sicherer als jeder Airbus, ein Flug senkrecht in den Boden ist der so ziemlich einzige Weg das Flugzeug so kaputt zu kriegen das da keiner überlebt.

Auch die Motorisierung ist mehr als ausreichend, wobei Gebirge natürlich anspruchsvoll ist.
Beitrag vom 06.08.2018 - 10:53 Uhr
Vielleicht sollte man das Ergebnis der Unfalluntersuchungen abwarten. Das kann viele Monate dauern, aber alles andere ist wohl eher unangebracht. Die Ju Flüge werden wohl ohnehin erst einmal eingestellt, wegen der schrecklichen Ereignisse vom Wochenende.


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