Rekordzahl an Krankmeldungen
Älter als 7 Tage

Shutdown stellt US-Luftfahrt auf eine harte Probe

New York La Guardia Airport
New York La Guardia Airport, © New York La Guardia Airport

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WASHINGTON - Der teilweise Regierungsstillstand der USA bringt die Luftfahrt des Landes zunehmend in die Bredouille. Acht Prozent der Sicherheitsbeamten an Flughäfen meldeten sich am vergangenen Samstag krank. Sie arbeiten derzeit ohne Lohn, einige können sich den Weg zur Arbeit nicht mehr leisten.

Besonders deutlich spürten die Reisenden die Personalengpässe der Transportsicherheitsbehörde TSA laut "Washington Post" an den Flughäfen in New York, Atlanta, Chicago und Miami.

Am Washingtoner International Marshall Airport wurden in den frühen Morgenstunden des Samstags und des Sonntags einzelne Kontrollpunkte vorübergehend geschlossen.

Die TSA setzt bereits Mitarbeiter ihrer Verstärkungsgruppe NDF ein, um die Engpässe so weit wie möglich auszugleichen. "Eine wachsende Zahl von TSA-Mitarbeitern meldet sich krank, vor allem aus finanziellen Gründen", zitiert die "Washington Post" den TSA-Sprecher Michael Bilello.

Auch die Fluglotsen haben mit dem Shutdown zu kämpfen. Mitte Januar hat die Flugsicherheitsbehörde FAA angekündigt, 3.100 ihrer Mitarbeiter zurück an ihren Arbeitsplatz holen zu müssen - ebenfalls ohne Bezahlung.

Sicherheit bleibt unsere oberste Priorität - Statement der FAA auf Twitter, © Sicherheit bleibt unsere oberste Priorität - Statement der FAA auf Twitter


"Wir führen proaktiv eine Risikobewertung durch, und wir haben festgestellt, dass es nach drei Wochen angebracht ist, Inspektoren und Ingenieure zurückzurufen", sagte ein Sprecher der FAA der "Washington Post".

"Im Moment bleiben die Schichten des Systems intakt, da die Fluglotsen ihre Arbeit gewissenhaft verrichten", sagte Andrew LeBovidge. "Aber die Ablenkungen, die sich weiterhin auf ihre Psyche auswirken, erreichen Ebenen, die sie nicht lange ertragen können."

Bereits seit Dezember 2018 steht die Regierung in Washington teilweise still. Ein Ende des Shutdowns ist bisher nicht abzusehen. US-Präsident Donald Trump will von seinen demokratischen Gegenspielern die Zusage für die Finanzierung eienr Grenzmauer nach Mexiko.
© aero.de (boa) | Abb.: TSA | 21.01.2019 18:14

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Beitrag vom 21.01.2019 - 20:20 Uhr
Wo ist das Problem? Das Wort „Shutdown“ sagt doch alles... man sollte es vielleicht einfach mal durchziehen, dann werden die Konsequenzen nämlich plötzlich ganz greifbar.
Mal sehen, wie lange sich die Politik dann noch Spielchen leisten kann, wenn tatsächlich mal das Rad steht.

Aber solange alle „gewissenhaft“ mitmachen...


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