Beim Startgewicht geschummelt
Älter als 7 Tage

Ryanair muss DFS-Gebühren endgültig nachzahlen

Ryanair Boeing 737-800
Ryanair Boeing 737-800, © Boeing

Verwandte Themen

LANGEN - Ryanair muss der Deutschen Flugsicherung (DFS) endgültig eine knappe halbe Million Euro zahlen, weil sie es beim Startgewicht ihrer Flugzeuge nicht so genau genommen hat.

Um die jeweils niedrigsten Start- und Landegebühren zu zahlen, hatten die Iren für ihre Flüge mit dem Einheitstyp Boeing 737-800 stets das niedrigste mögliche Startgewicht von 67 Tonnen angemeldet. Kontrollen des Luftfahrtbundesamtes im Jahr 2012 hatten bei Flügen zu weiter entfernten Zielen aber deutlich höhere Gewichte ergeben.

Die Flugsicherung setzte daraufhin die Gebühren für alle Flüge seit 2009 auf der Grundlage eines Höchstgewichts von 75 Tonnen neu fest und forderte eine gute halbe Million Euro nach. Ryanair zahlte nur unter Vorbehalt und klagte - nur mit einem kleinen Teilerfolg, wie die Justiz nun am Freitag bestätigte.

In zwei von 24 Gebührenbescheiden fanden sich laut DFS Formfehler, so dass sich die fälligen Zahlungen um rund 45.000 Euro verringerten. Der hessische Verwaltungsgerichtshof in Kassel ließ eine Berufung gegen die Entscheidung aus der ersten Instanz nicht zu, und die entsprechenden Bescheide wurden rechtskräftig.

Die Flugsicherung sieht sich im Einklang mit internationalen Luftverkehrsvorschriften, nun nur noch den jeweils höchstmöglichen Wert des Startgewichts anzusetzen. Diese Auffassung teilten auch die Gerichte. Eine individuelle Bestimmung des Startgewichts sei ebenso wie eine Durchschnittsberechnung nicht vorgesehen.
© dpa-AFX, aero.de | 25.01.2019 12:23

Um einen Kommentar schreiben zu können, müssen Sie sich bei aero.de registrieren oder einloggen.

Beitrag vom 25.01.2019 - 13:46 Uhr
und wenn ich jetzt noch einen Wunsch frei hätte: Frankfurt bzw Hessen sollen endlich aufwachen und wg Ryanair´s permanenten zu-spät-Landungen die zur Kasse bitten. Die häufigen Verspätungen sind vllt zu einem kleinen Teil schwer oder im Ausnahmefall nicht vermeidbar, in der großen Zahl für mich eindeutig sich aus zu eng kalkulierten Planungen ergebend, somit eigentlich unzulässig und eigentlich "kostenpflichtig"...aber vllt nur "eigentlich" ???
Beitrag vom 25.01.2019 - 13:34 Uhr
Läuft zur Zeit nicht wie geschmiert bei Ryanair habe ich das Gefühl...


Stellenmarkt

Schlagzeilen

aero.uk

aero.ukWe spread our wings to the UK. Visit aero.uk for daily aviation news from our editors and Reuters.

Meistgelesene Artikel

Community

Thema: Pilotenausbildung

PaxEx.de Passenger Experience

FLUGREVUE 12/2019

Shop

Es gibt neue
Nachrichten bei aero.de

Startseite neu laden