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Lufthansa rüstet sich für den Flugsommer 2019

Lufthansa Airbus A320neo
Lufthansa Airbus A320neo, © Airbus

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FRANKFURT - Lufthansa will mit zusätzlichen Menschen, Flugzeugen, Ersatzteilen und strengerer Durchsetzung der Handgepäckregeln die Wiederholung des vergangenen Chaos-Sommers verhindern. Tage vor dem Hamburger Luftverkehrsgipfel sieht sich Lufthansa auch mit verbesserten Prozessen gut aufgestellt.

Vorstandsmitglied Detlef Kayser stellt aber auch Ansprüche an die Flughäfen, die Flugsicherungsorganisationen und nicht zuletzt an die Politik.

Der Dax-Konzern hält nach eigenen Angaben im Sommer 600 zusätzliche Leute und 37 Reserveflugzeuge bereit, 15 mehr als im vergangenen Jahr. Zudem habe man für rund 100 Millionen Euro den Vorrat an Ersatztriebwerken und -teilen erweitert, sagte Kayser in Frankfurt. Die Gesamtaufwendungen seien noch höher.

"Im vergangenen Sommer haben wir wegen der Verspätungen rund 250 Millionen Euro zusätzlich verloren, unter anderem durch Entschädigungszahlungen an Passagiere. Dieses Jahr setzen wir in etwa diese Summe ein, um unseren Flugbetrieb zuverlässiger zu machen."

Deutliche Effekte erhofft sich der Manager von schnelleren Prozessen bei der Abfertigung der Flieger am Boden. So solle künftig noch häufiger getankt werden, während die Passagiere bereits an Bord gehen. Die Zeitgewinne wolle man dann als Pünktlichkeitspuffer nutzen und nicht etwa sofort in einen engeren Flugplan einbauen. Besonderes Augenmerk gelte dem Tagesauftakt. "Wir konzentrieren uns auf die jeweils ersten Flüge am Tag. Sie setzen den Takt und sorgen dafür, dass wir zuverlässiger fliegen."

Auch die Kommunikation zum Kunden werde auf digitalen Wegen deutlich verbessert. Es sei erklärtes Ziel, bei einem Flugausfall zeitnah eine Reisealternative anbieten zu können.

Lufthansa sieht beim Handgepäck genauer hin

Kayser kündigte auch einen klareren Umgang mit den Handgepäckregeln an. Bei der Tochter Eurowings habe man bereits damit begonnen, häufiger als bisher Handgepäckstücke in den Frachtraum zu verladen, wenn die Kabine zu voll werde.

Die bislang noch tolerantere Auslegung werde in den kommenden Monaten überprüft und die Gäste voraussichtlich häufiger gebeten, ihr Handgepäck möglichst aufzugeben, um Zeit zu sparen. Er rechne mit dem Verständnis der Passagiere, sagte das Lufthansa-Vorstandsmitglied.

Weit entfernt vom Prädikat "Premium" seien die Abläufe bei der Flugsicherung, erklärte Kayser. Er hoffe sehr, dass es der Deutschen Flugsicherung kurzfristig noch gelinge, die Lotsen zu mehr Überstunden im Sommer zu bewegen. Mittelfristig sei neben mehr Lotsenausbildung der Einsatz moderner Technik sowie ein flexiblerer Personaleinsatz notwendig, um die Engpässe im deutschen Luftraum zu beseitigen.

Auf europäischer Ebene sei ein Abschied von den starren Kapazitätsplanungen über fünf Jahre hinweg notwendig. Zusammen mit den bis zu vier Jahre langen Ausbildungszeiten für Fluglotsen sei das eine "tödliche Mischung".

Bereits vorhandene technische Neuerungen könnten auch die Passagierkontrollen an den deutschen Flughäfen beschleunigen, meinte der Lufthansa-Vorstand. Es gebe gute technische Innovationen, wie sie beispielsweise derzeit am Flughafen München getestet würden. Die Zeit weiterer Pilotprojekte sei aber vorbei, mahnte er zu einem höheren Tempo etwa bei der Anschaffung neuartiger Gepäck-Scanner und verbesserter Kontrollspuren.
© dpa-AFX, aero.de | Abb.: Lufthansa | 23.03.2019 09:31

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Beitrag vom 26.03.2019 - 17:11 Uhr

Sorry, aber das ist doch Unsinn. Selbst wenn Sie bei LH buchen, dann steht bei jedem Flug dabei, wer diesen Flug durchführt. Und dann wählen Sie halt einen aus, der nicht mit dem "Billigflieger" geht.
Ob Star Alliance Gold funktioniert kann ich nicht sagen...als Senator habe ich keine Probleme. Und Eurowings ist auch kein klassisches LCC. Es gibt größeren Sitzabstand als bei LH, es gibt mehr Verpflegung als bei LH, also wo ist das Problem? Das man das ganze natürlich nicht bekommt, wenn man nur 19,99 € für den Flug bezahlen will, das ist doch kein Wunder, da darf man sich nicht beschweren.

Ich buche aus Prinzip nicht für 19.99, das ist für mich unanständig. Genau deshalb buche ja ich auch auf LH.de und nicht bei EW - auch wenn es bei LH meistens teuerer ist. Und wenn ich bei LH buche, an LH bezahle, von LH ein Ticket bekomme (ja auf dem steht: operated by EW) dann darf ich doch eigentlich trotzdem davon ausgehen, dass die LH (Mitglied in der SA) Regeln gelten. Gelten aber nicht. Bewerten Sie das selber.


Siehe oben. Absolut kein Problem. Bei LH. com sieht man alles, was man bekommt. Sowohl die durchführende Fluggesellschaft, wie auch Gepäckregeln, Verpflegung, Sitzplatzreservierung etc etc. Wo ist das Problem?

Vielleicht da: sie buchen einen Termin mit Sitzplatzreservierung und Verpflegung, die wird Ihnen aber verweigert, weil sie haben ja bei LH gebucht, aber der Flug wird von SN durchgeführt.

Vielleicht noch ein Beispiel, das ich eben nicht nur LH kritisch sehe (AUA und LX hatte ich ja bereits positiv erwähnt). Ich bin letzten Mittwoch mit AF aus Lateinamerika zurückgeflogen. B777 in der Variante mit nur 14 C Sitzen (und dann noch die alten 2-3-2). Aber es gab für den Service nur 1 (eine) Kraft (Hauptspeise gegessen, Getränk nicht mal "in Sicht" ). Das ist für mich auch nicht akzeptabel und eben auch sparen am falschen Fleck.

Da sind wir wieder beim alten Thema von damals, Paul. Nur weil Sie es wollen und so empfinden, sieht der Markt nunmal ganz anders aus. Wenn es keinen Absatzmarkt für die günstigen Light Tarife geben würde, glauben Sie, dass LH diese anbieten würde? Der Markt will es günstig, nicht nur in der Luftfahrt. Es ist leider so, gefällt mir auch nicht, aber wenn man sich die Passagierzahlen der LCCs anschaut, dann scheint ein Großteil der Passagiere kein Problem mit denen und was sie für den Preis bieten zu haben.

Wo ist ein Ticket für über € 2500,00 in C ein "Light Tarif" . Im übrigen fand nicht nur ich den Service in der C nicht gerade Spitze. Obwohl sich die Dame wirklich alle Mühe gegeben hat und ich Ihre Freundlichkeit und Geduld bewundert habe.

Aber ich möchte hier das beenden, denn wir waren ja ursprünglich bei einem ganz anderen Thema (Vorbereitung der LH auf den Sommer) und sind dann über verschiedene Ansichten über den "Markt" leider in ein LH Diskussion abgeglitten. Der erste Schwenk in diese Richtung kam von @contraill55.

So und nochmal zum Schluss: ich hasse die LH nicht, sie ist nur z.Zt. für mich nicht unbedingt die erste Wahl und ihre Geschäftspolitik finde ich falsch. Ich kann mich selbstverständlich irren.

Und ich heiße nicht Paul.
Beitrag vom 26.03.2019 - 15:49 Uhr
Dem ist nichts hinzuzufügen.

Vielleicht eines, EW ist nicht Mitglied der Star Allianz, daher kann es keine Vorteil geben.

Ja, ich weiß nur gerade nicht, ob das wirklich ein Problem ist. Denn man nutzt ja in der Regel die LH Lounge, wenn ich da meine Kreditkarte vorzeige, würde es mich fast wundern, wenn die auf das Logo achten, von welchem Programm das jetzt kommt.

Das Problem ist, dass Sie zur SC/GC noch eine Bordkarte brauchen für den Zugang. Nur Karte reicht nicht (nach Regeln) Und wenn Sie eine EW Bordkarte haben geht das nur mit LH Group(MM Gold). Das ist übrigans bei Silk Air nicht anders, Star Gold zählt nicht, nur SQ intern.

Dieser Beitrag wurde am 26.03.2019 15:56 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 26.03.2019 - 14:00 Uhr
Dem ist nichts hinzuzufügen.

Vielleicht eines, EW ist nicht Mitglied der Star Allianz, daher kann es keine Vorteil geben.

Ja, ich weiß nur gerade nicht, ob das wirklich ein Problem ist. Denn man nutzt ja in der Regel die LH Lounge, wenn ich da meine Kreditkarte vorzeige, würde es mich fast wundern, wenn die auf das Logo achten, von welchem Programm das jetzt kommt.

Kann ich aber nicht sagen, wenn es nicht klappt, dann glaube ich das gerne und den Grund haben Sie ja genannt.

Andersrum ist es definitiv ein Problem, man kommt nämlich mit einem EW Ticket nicht in eine Star Alliance Lounge rein ;-)



Dieser Beitrag wurde am 26.03.2019 14:01 Uhr bearbeitet.


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