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Alitalia-Verkauf verspätet sich erneut

Alitalia Airbus A320
Alitalia Airbus A320, © Alitalia

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MAILAND - Das Verkaufsangebot der defizitären italienischen Fluggesellschaft Alitalia hat bis zum Ende der Frist nicht die erhofften Investorenangebote erbracht. Nun fordert die italienische Staatsbahn, als künftiger Großaktionär, eine Fristverlängerung zur Partnersuche. Die gestaltet sich bislang zäh.

Die italienische Eisenbahn, Ferrovie dello Stato (FS), hat bei der zuständigen Regierungskommission eine Fristverlängerung gefordert, um neue Partner zur Übernahme von Alitalia zu suchen, meldete die italienische Nachrichtenseite "Sole 24 Ore". Bis Ende März hätten alle Angebote eingereicht werden müssen.

Die Eisenbahn will 30 Prozent der Anteile an der defizitären Fluggesellschaft übernehmen. Als weiterer Interessent gilt US-Branchenriese Delta Air Lines, dem Übernahmeinteressen an 10 bis 15 Prozent der Anteile nachgesagt werden. Delta soll besonders am Langstreckengeschäft der Italiener Interesse haben.

Dagegen war die britische Niedrigpreisairline Easyjet Mitte März aus dem Kreis der Interessenten ausgestiegen.

Weitere 15 Prozent will der italienische Staat übernehmen, womit noch immer für die restlichen 40 Prozent der Anteile Investoren gesucht werden. Als verbliebene Interessent gelten die italienische Holding Atlantia, die der Unternehmerfamilie Benetton gehört, und der chinesische Delta-Partner China Eastern Airlines.

Alitalia hält sich seit zwei Jahren mit einer Kreditlinie von 900 Millionen Euro der italienischen Regierung in der Luft - und schreibt weiterhin tiefrote Zahlen. Der um Sondereffekte korrigierte Betriebsverlust 2018 fiel laut italienischen Medien mit 400 Millionen Euro nur etwas besser aus als das 496-Millionen-Euro-Minus 2017.
© FLUG REVUE - Sebastian Steinke, aero.de | Abb.: Alitalia | 03.04.2019 16:00

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Beitrag vom 04.04.2019 - 13:01 Uhr
Es ist nach wie vor eine schlechte Zeit für flügellahme Airlines, speziell solche im Staatsbesitz. Ich wünsche den Mitarbeitern von Alitalia eine Lösung á la Aegean Airlines bei Olympic, wobei das Pendent zu Aegean wohl erst noch gegründet werden muß.

Die angedachten Lösungen einer Rettung mittels einer Vielzahl von Investoren wird nicht tragen und so m. E. nicht zum Erfolg führen und wohl auch nicht kommen. Bei Alitalia hilf nur ein Clear Cut, bei dem die Assets und Rechte in einer neuen unbelasteten Airline aufgehen, die dann evtl. die Farben und den Namen als Marke weiterträgt, ähnlich wie es teilweise mit Olympic bei Augean läuft.

Wenn man allerdings zu lange wartet, dann wird womöglich Air Italy diese Rolle übernehmen wobei es dann fraglich ist was mit der Marke Alitalia passiert.

Was für einen Neuanfang spricht sind das Vorhandensein eines Marktes ex/nach Italien für Kurz-, Mittel- und Langstrecke, sprich eine bedeutende Industriebasis und starker Incoming Tourismus und reisefreudige Italiener.
Beitrag vom 03.04.2019 - 18:55 Uhr
Kann man eigentlich irgendwo wetten, was zuerst passiert? Brexit, BER Fertigstellung oder Verkauf von Alitalia? :-D

Ja Ber Fertigstellung und Alitalia zeigen was man im eigenen Land heut noch auf die Beine bringt , einer besser als der andere dat stimmt :-))
Beitrag vom 03.04.2019 - 18:20 Uhr
..., um neue Partner zur Übernahme von Alitalia zu suchen...

Was denn für ne Übernahme? Die suchen nen Dummen, der Geld reingsteckt ohne wirkliche Einflussnahme. Scheinbar hat sich der Dumme aber noch nicht gefunden ...


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